Skalierung des Velleman K8035

Dieser Beitrag bezieht sich auf das folgende Produkt: Velleman Multifunktionaler Vor-/Rückwärtszähler K8035

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Skalierung des Velleman K8035

von RSchultheiss » 13.11.2013, 15:52 

Hallo liebe ELV Gemeinde!

Ich möchte für ein Büro eine Zähleinheit bauen. Die Anzeige soll zentral in einem Büro aufgestellt werden und von jedem MA/-in gut erkennbar sein. Deshalb habe ich größere Anzeigen gewählt.

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiter helfen könnte und evtl. weiß, welche Bauelemente auf der K8035 Platine dafür angepasst werden müssen. Hat bitte jemand eine helfende Idee?

Vielen Dank vorab, Robert.
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von rainmaker » 14.11.2013, 09:18 

DAS wird schwer werden. Die origional Displays sind "normal". d.h. so ca 2,5V Betriebsspannung bei etwas 20mA.
Die großen brauchen aber 7,4V bei 60mA (außer dem Dezimalpunkt mit 3,7V)
Damit liegts Du schon mal über der Betriebsspannung des Bausatzes. Und der Displaytreiber wird das auch nie schaffen ohne abzufackeln.
D.h. Du müßtest für jedes Displaysegment einen eigenen Transistor-Treiber mit 2. Versorgungsspannung aufbauen, der das Original-Signal entsprechend entgegennimmt und dafür die nötige Leistung schaltet. Das ist nicht wirklich einfach...
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von RSchultheiss » 25.11.2013, 09:19 

Hallo rainmaker!

Vielen Dank für deine Antwort. Entschuldige bitte, dass ich mich so spät melde.

Verstehe ich das richtig, dass ich für jedes Segment also einen Transistor Treiber brauche, die separat mit Strom versorgt werden?

Könntest du mir eventuell dabei helfen einen Schaltplan zu erstellen? Ich bin leider, was das Anfertigen von Schaltplänen angeht, noch etwas unerfahren. Es wäre toll wenn du mir weiter helfen könntest.

MfG RSchultheiss
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von rainmaker » 25.11.2013, 13:59 

Mir eilt nichts - spät ist daher kein Thema :-)

Jedenfalls - Dein Wunsch ist nicht soo einfach zu realisieren.

Grundlage: Jedes gleichartige Segment, also z.b. alle oberen Querstriche teilen sich einen Anschluß am Treiber-IC, und die gemeinsame Anode/Kathode wird von einem weiteren Treiber IC Ausgang angesteuert. D.h. 8 nötige Treiber für die 7 Segmente (+ Komma) und 4 Stück für die 4 Einzelanzeigen.
Die werden dann im Zeitmultiplex angesteuert.

Nur, ohne den Treiber IC zu kennen, und ohne etwas experimentieren am Steckbrett, würd ich sowas mich nicht machen trauen. Aus dem Ärmel schütteln, da bin ihc schon zu eingerostet. Die Schule dazu liegt doch schon 30 Jahre zurück.

Ich will Dir ja nicht die Dinger abfackeln, nur weil ich grad nen Denkfehler hatte - sorry.
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von RSchultheiss » 28.11.2013, 10:24 

Verstehe ich das richtig, dass bei der Zahl 8 zum Beispiel, der obere Balken (insgesamt 3, da ja 3 Anzeigen) einen Treiber bekommt?

Wäre es nicht rein theoretisch auch möglich, über beispielsweise externe Akkus die Anzeige zu betreiben?
Denn ich gehe davon aus, das die Anzeigen 2 Pins jeweils für die Stromversorgung besitzen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Vielen Dank für deine Mühe mit mir :-)
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von rainmaker » 28.11.2013, 14:43 

Ich wills andersrum erklären probieren, um Deine Frage nicht falsch verstehen zu können happy

Die 7-Segment Anzeigen (den Punkt ignorier ich in den Ausführungen jetzt mal komplett - ist einfacher, der wird meist extra geschalten und nicht getaktet) sind genaugenommen 7 LEDs, entsprechend angeordnet) die alle einen gemeinsamen Anschluß (Anode oder Kathode, je nach Ausführung) haben.

Die jeweils gleichen Striche werden zusammengeschaltet.
Im Netz hab ich dazu passendes Bild gefunden:


Treiber brauchst Du nun für alle "offenen Enden" des Bildes, also die Segmente - und die 4 gemeinsamen Anschlüße, die je nach unten gehen.

Die Stromversorgung der einzelnen Segmente ist immer gemeinsamer Anschluß und der Segment Pin.
Für nur eine Anzeige würde das so aussehen:


Du hast aber mehrere, daher wird der "com-com" am Bild meist direkt mit dem passenden Treiber IC verbunden, der dann die jeweils grad gültige Einzel-Anzeige aktiviert.
Ein passendes Bild - inkl der Treiber für den gemeinsamen Anschluß ist das hier:


Was noch fehlt ist vom IC2 im dem Bild ein Transistor der dann die Segmente gegen eine höhere Spannung (weil deine ja genug saufen) durchschaltet. Damit hast dann 2 Betriebsspannungen in Verwendung.

Im Prinzip reicht ähnlich der 4 Transistoren die bereits im Bild vorhanden sind noch 7 weitere, die das jeweilige Segment gegen die höhere Betriebs-Spannung durchschalten. Nur da könnte noch der eine oder andere Basis-Widerstand dazu kommen, sodaß jetzt dann bei mir der Punkt ist, wo ich am Steckbrett rumprobieren täte und daher nix mehr verbindlich sagen kann - vor allem weil ich die Lesitungsdaten Deiner vorhandene original ICs und der nötigen Transistoren nciht kenne. Kann sein, daß dann statt Kleinsignaltransistoren schon kleiner Leistungstransistoren nötig sind (BD135 o.ä) oder noch schlimmer (BD241) - die wiederum könnten einen zu geringen erstärkungsfaktor haben, oder aber der nötige Basisstrom ist zuviel für den IC, dann müßte Darlington Type her etc. etc.
Das ist probieren mit dem Zeug, das so in den Schubladen rumliegt - und damit endet die Theorie, weil Praxis gefragt wäre....
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von rainmaker » 28.11.2013, 14:50 

ich vergaß - will aber den eben geposteten Beitrag nicht noch unübersichtlicehr machen:

Die 2. höhere Versorgungsspannung könnten theoretisch auch Akkus sein, das wäre egal - aber ich denke, die sind rasch leer.
Hab grad nochmal die Daten gelesen (Kleinsignaltransistoren könnten reichen).
Bei 60mA je Segment und durchschnittlich 4 aktiven Segmenten ergibt das einen Dauerstrom von ca 240mA, den die Akkus schaffen müssen.
Das es 4 Anzeigen sind, wird die Helligkeit bei Nominalstrom etwas abfallen, denn es werden ja immer die 4 Displays eins nach dem andern aktiviert, d.h. jedes "blitzt" nur kurz auf und ist dann 3/4 der Zeit dunkel. Dadurch steigt die Stromaufnahme nicht, aber die empfundene Helligkeit sinkt natürlich. Weil das aber schnell geht, merkt das keiner wink
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