PWM 200 Open Surce beschalten?

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PWM 200 Open Surce beschalten?

von teileklaus » 13.03.2018, 18:23 geändert am 13.03.2018 18:51

Hallo, vl kann mir jemand Nachhilfe geben.
Ziel war ein 12 V Einspritzventil mit einer PWM Spannung zu betreiben. 60 HZ wären gut. Belastbarkeit 0,3..1 A
Der Ausgang hat angeblich 20 V und 3 A aber keine Spannung ist messbar.
Nun nach dem Zusammenbau und Test frage ich mich, wie ich die Spule bestromen kann ohne dass der + - Ausgang kaputt geht?
Was ist Open Surce?
An die ELV Hotline ..254 hab ich den halben Tag keinen bekommen.
Vl kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen, ohne dass mein Lötwerk zurstört wird mit probieren..
Gruß Klaus
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von rainmaker » 14.03.2018, 08:46 geändert am 14.03.2018 08:49

Open Source heißt, dass der Source_Pin des eingesetzten Ausgangs-MOS-FETs "in der Luft" hängt, also "open" ist.
Daher kannst Du auch keine Spannung dort messen, denn der MOSFET schaltet nur diesen "Source" periodisch gegen Masse durch.

Wenn DU also was schalten willst, kannst Du den Source-Anschluß wie einen Masseanschluß sehen, der periodisch eben keiner ist (weil hochohmig).

Einfach gesagt: Wenn du einen Verbraucher hast, dann ist der an einer Seite an + direkt an die + der Versorgung anzuschließen und dessen Minus geht an den "open Source Ausgang".

Jetzt schaltet die PWM im Takt den Minus gegen Masse - Strom fließt und dann ist der Minus hochohmig, kein Strom. Wie ein Schalter, der im Takt ein/ausgeschaltet wird - aber eben eine Seite fix gegen Minus verschaltet.
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von teileklaus » 14.03.2018, 09:43 geändert am 14.03.2018 09:49

OK das hab ich verstanden, dass dort ein offener Schalter ist, der zeitweilig Masse schaltet.
Nur in Der Praxis will ich ja Plus 12 Volt genauso für das Modul zum Betreiben, als auch für des Einspritzventil benutzen.
Nun hab ich beim Modul Plus 12 und Minus 12 V zum Betrieb. (Eine Kleine LED flackert wenn ich von Plus Vesorgung auf auf Open Surce gehe.)
Dann hab ich am Ausgang Open Surce auch Plus und Minus. (rechts)
Kann ich also 12 Volt rüberbrücken auf Open Surce Plus und weiter auf eine Ventilseite, ( Ventil plus) die andere Seite des Ventils ( Ventil Minus) quasi Reihenschaltung über die interne 12 Ohm Spule dann auf die Minusseite des Open Surce?
Eine Kleine Skizze wäre mir da Verwechslungssicherer.
kneubert_kfzteile@web.de ?
Danke für die Geduld, Gruß Klaus
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von rainmaker » 15.03.2018, 08:42 

... kein Problem:

Das wäre das Schaltungskonzept (noch viel im Web zu finden)



Dein Ventil wäre die Lampe und die hellgrau eingezeichnete Diode ist dann erfoderlich, wenn Spulen (z.b. Relais, evtl. Dein Ventil? ich las was von 12Ohm Spule) geschalten werden!
Warum: wird eine Spule ageschalten ist im Kern ja noch das Magnetfeld. Wenn das sich abbaut erzeugt es eine (negative)Spannung, die mangels Belastung sehr hoch werden kann und zerstörisch. Die Diode ist die Last und schließt die Spannung sofort kurz. Eine gewöhnliche von 1N4148 bis 1N4007 reicht - Hauptsache Diode ist da. Selber nehm ich meist 1N400x dazu.

Das Modul kann über die selben 12V versorgt werden.

Und: hab mir die Schaltung vom PWM200 nochmal angeschaut - es handelt sich korrekterweise um einen "Open-Drain" Ausgang. Nur zur Korrekten Sprachwahl für Mitleser und leichtere Suchbegriffe für Bildersuche etc.

Zur "Flackerkontrolle" mit LEDs gibts dort übrigens die "Kl2".
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von teileklaus » 15.03.2018, 09:08 

ja auf der Kl2 hatte ich das auch rausgefunden. Das ist ja der wenig belastbare 5V 500 mA Anschluss.
Nun eine 3 A Diode zum EV paralell geschaltet.
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von rainmaker » 16.03.2018, 09:55 

sogar nur 20mA/5V - und der Ausgang soll(braucht) auch nicht belastbar sein, sondern entweder als Kontrolle per LED dienen (was nur bei langsamen Takten Sinn macht) - oder als (hauptsächlich) Steuersignal für weitere, stärkere Endstufen etc.
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von teileklaus » 16.03.2018, 10:02 

perfekt es Läuft schon an einer Düse.
nun zur Berechnung, ob ich auch 3 Düsen dranhängen kann:
Wenn ich statt 12 V nun mit nur 6 V versorge, müsste doch bei 12 Ohm 0,5 A Belastung am Ausgang sein, also mal drei Düsen dann 1,5 A? Die ZB 50 % Taktung bringt ja nicht notweniger weise einen höheren Spitzenstrom?
Danke für die Ausführungen.
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von rainmaker » 17.03.2018, 08:40 geändert am 17.03.2018 08:47

So einfach darf man das nicht berechnen. Allerdings sind Induktivitäten (also Spulen) beim Einschalten eher strombegrenzend. Eine Spule besteht aus dem "ohmnschen Widerstand" des Drahtes und der "Induktivität der Wicklung" - was dann wie folgt aussieht:


D.h. der Strom steigt "langsam" an.
Aber er fällt dann auch langsam wieder (und fließt über die Freilaufdiode! daher ist die wichtig. D.h.: irgendwann wäre Schluß mit der Frequenz, weil die Zeit zum Auf- und Abbauen des Magnetfeldes nicht mehr reicht. Das ist dann die "Zeitkonstante", die auch in der Grafik als "T" (griechisch: tau) aufscheint.

Jedenfalls: es dürfte gutgehen. Du kannst ja ein Ampermeter reinhängen und mal mit 1Hz takten.

Und als Sicherheit: die FETS haben auch Reserven für Pulsströme. Der hier eingesetzte IRLML2502PbF z.b. kann normalerweise 4,2A schalten (3,5A bei 70°) - aber Pulsbelastbarkeit liegt bei 33A! für 100us. Bei 1ms (1 Khz Takt= noch gute 20A, bei 10ms, also 100Hz und für Dich interessanter: knapp über 10A.

Einflüsse der Taktung auf den Einschaltstrom gibt es zwar, aber ich will Dich nicht überfordern, ist in Deinem Fall nämlich irrelevant, aber theoretisch vorhanden wink

Ein ABER kommt aber noch: Die Schaltung braucht mind. 7V Versorgung, da der Fixstabi IC, der die 5V erzeugt dies erst ab 7V am Eingang stabil tun kann. Mit 6V könnte sie zwar funktionieren, muß aber nicht. Alle ICs kommen allerdings auch mit weniger zurecht. Einzig der geringere Strom duch die D2-Zenerdiode könnte kleine Effekte haben. Ich vermute zwar nicht, aber: es sei der Vollständigkeit halber erwähnt.
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von teileklaus » 18.03.2018, 10:21 

so nun hab ich zur Verstärkung einen BUZ11 versucht hinten dran zu hängen. linke Seite Gate mit 1,8 Ohm auf den Plusausgang getaktet wo vorher die Düse war.

Zunächst ging noch alles dann hab ich wohl die Einspritzdüse mit der starken Schutzdiode verpolt drangehängt, was den Buz zerstörte- leider kommt nun auch keine Pulsspannung mehr aus dem Modul.
Ich habs zertsört..
nun bestelle ich noch mal ein Modul.. :-(
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von rainmaker » 19.03.2018, 08:41 

Tja, Lehrgeld zahlt man, aber wenn man weiß, was man falsch gemacht hat, war es wenigstens auch wissensbildend.

An der PWM 200 würde ich mal den FET (T2) entfernen und schauen, ob da noch was dann rauskommt am Pin 7 von IC3.
Eigentlich sollte der Ausgang vom IC3 zum BUZ durch den Gatewiderstand (R12) geschützt sein, selbst wenn der abraucht.
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von teileklaus » 19.03.2018, 09:42 geändert am 19.03.2018 09:55

ok danke,
der T2 ist ja SMD filigran, sobald ich den versuche auszulöten ist der hinüber.
aber ich habe mal mit dem Multimeter stromloses modul gemessen, da ist Durchgang zum + PWM vom rechten inneren Pin zum Anschluss open source . auch anders rum den Multimeter gepolt gemessen. ( Der bringt ja auch ne Mess Spannung)
der R12 schützt ja nur von der 5V/20mA Klemme die ja nicht beteiligt war. Ich kanns nur zu ELV einschicken um es ggf zu retten. Sobald ich was löte ists hin und ersatz hätte ich ja auch nicht für den T2 :-(
https://picload.org/view/dacaprll/bild1966.jpg.html
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von rainmaker » 19.03.2018, 13:46 

Du hast nur 2 Möglichkeiten:
a) - T2 ist tot und stört die Impulsausgabe
b) - T2 lebt und der Rest der Schaltung ist gegrillt.

im Fall von a) ist das Auslöten schon egal, weil T2 ohnehin ko ist, und im Fall von b) würde es auch nicht stören, weil was hilft ein intakter T2, wenn der Rest ko ist.
Wobei: Du kannst auch die Verbindung pin7/IC3 auf Gate/T2 mit einem scharfen Messer durchtrennen (nahe T2, damit die Verbindung zu KL2 nicht gestört wird, die tlw. ja auf der anderen Platinenseite verläuft). Dann kann man das mit einem Klecks Lötzinn wieder rückgängig machen.


Dein "R12 schützt nur die Klemme..." läßt mich aber aufhorchen.
Wie hast du BUZ11 angeschlossen? Ich sehe dafür nämlich den Sinn der Kl2 - die sollte beteiligt sein.
Also KL+ auf Gate vom BUZ, KL- auf Drain, bleibt am BUZ dann noch der (open) Source. T2 bleibt unbeteilitgt und tut "nix".

Immerhin hast jetzt eine Übungs- und Lernplatine :-)

Bei einem 20€ Bausatz wird der Aufwand eines Rettungsversuches nicht viel lohnen. evtl. ist noch der LT1719 kaputt, den zu tauschen... viel Spaß (und bekommen muß man ihn auch mal).



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von teileklaus » 19.03.2018, 15:06 

ok mein Gedankengang war auf den funktionierenden und mit 3 A belastbaren open drain Ausgang + mit dem 1,8 K Widerstand zu gehen der Gate vom BUZ11 schalten soll.
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von rainmaker » 20.03.2018, 09:12 

also vom T2-Drain per 1k8 auf + und dann Drain ebenfalls auf BUZ-Gate? Oder open-Drain-T2 per 1k8 Serie auf BUZ-Gate?
Letzteres liefert kein definiertes Signal, weil der Drain "in Schwebe bleibt, also, T2 durchgeschalten ist er auf Masse, T2 offen ist .... ?? ein Anschluß, der in der Luft hängt, wie wenn er nicht beschalten wäre.

Auch wäre das eine Art "Darlington" für Mosfet... noch nie gesehen und auch nicht sinnvoll. Ein Mosfet ist im Gegensatz zum normalen Transistor Spannungsgesteuert (am Gate) und nicht stromgesteuert wie die Basis einen normalen Transistors, belastet also nicht wirklich, daher ist ein 3A FET zum Schalten eines weiteren Gate sinnlos. (und dazu muß auch der "open" T2-Drain mal auf definiertes Signal kommen, also nicht mehr "open" sein, daher ein Widerstand nach + zumindest)

Aber definiertes Spannungssignal gibts bereits auf Kl.2, die ein BUZ-Gate direkt betreiben kann.
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von teileklaus » 21.03.2018, 23:35 geändert am 21.03.2018 23:39

ich weiß es nicht mehr genau.
Allerdings habe ich nun mit dem Messer die Leiterbahn durchtrennt und leider mit dem Multimeter dort auf Herz gestellt keine bleibende Taktung festgestellt.
Vorher hatte ich auf 60 Herz sowohl auf der Mittenleiste als auch open Source Klemme gehabt, daher wird wohl nichts zu retten sein.
Das neue Modul ist heute gekommen, neuer Versuch. Erst mal zusammenbauen. Danke für alle Geduld. Vl bekomme ich doch noch den BUZ 11 zum Laufen hinter dem 5V 20 mA Ausgang.
Ich mache nichts was ich nicht beschreibe erstmal..
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von rainmaker » 22.03.2018, 08:58 

ok, dann hats den IC3 erwischt vermutlich... Hast aber ein Ersatzteillager somit - oder SMD Lötübungsplatte.

T2-KLemmen ignorieren.
BUZ per KL2+ an Gate, Drain an Masse und Du hast einen Open Collector.

Wobei: ganz ist der Sinn mir noch nicht klar, weil eigentlich sollte der T2 das auch so schaffen. Aber zugegeben: BUZ kann mehr, aht mehr Reserven und wenn der Ex geht, ist er leichter zu tauschen. Und da ein Gatewiderstand an Kl2 liegt, ist auch der Rest der Schaltung besser geschützt.
Einzig Verpolungen würde ich künftig vermeiden wink

(gerne - dafür ist ein Forum da!)
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von teileklaus » 22.03.2018, 10:20 

Ja nu der Sinn ist 3 Stück 12 Ohm Ventile gleichzeitig betreiben zu können. Rechnerich habe ich am Ausgang 3 A aber lieber sind mir 10A..
Momentan habe ich ja nur an 9 Volt aber ich sollte auch an 13..14 Volt die Schaltung betreiben können.
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