Powerline Adapter auch bei getrennten Stromkreisen nutzbar

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Powerline Adapter auch bei getrennten Stromkreisen nutzbar

von HasePoeh » 10.07.2013, 10:42 

Hallo,
in meinem Haushalt exestieren zwei Wohnungen in einem Haus, die jeweils
einen eigenen Stromzähler haben, aber nur einen Hausanschluß.
Funktioniert der Powerline-Adapter auch hinter dem zweiten
Zähler oder ist dieser nur auf eine Wohnung begrenzt.
Ich hatte schon Powerline Adapter im Einsatz, wo aber die Übertragung hinter dem zweiten Zähler nicht mehr funktionierte.
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von kallewirsch » 10.07.2013, 12:06 

Also über den Stromzähler hinweg soll es ja eigentlich auch nicht mehr funktionieren. Ich fände es bedenklich, wenn "jeder" in das DLAN eines anderen käme.

Es gab bei ELV mal einen Phasenkoppler, aber der gehört hinter den Zähler und ist von einem Fachmann zu installieren.


kallewirsch
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von k.brueser » 10.07.2013, 13:19 

Hallo HasPoeh,

ich habe Powerline Adapter (nicht "Edimax") in verschiedenen Wohnungen mit je einem eigenen Zähler erfolgreich eingesetzt! Die Adapter haben einen begrenzten Bereich und man kann ja auch eine Verschlüsselung einsetzen um den Nachbarn "auszuschließen".
Ein Zähler begrenzt den Adapter nicht solange es der gleiche Hausanschluß ist. Es muß ja auch nicht die gleiche Phase sein. Beide Haushalte haben einen Kraft-(vierleiter-)anschluß und einen Phasenkoppler habe ich nicht.

MfG
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von HasePoeh » 10.07.2013, 13:19 

Vielen Dank für die Antwort - die zweite Wohnung ist von einem Familienmitglied bezogen, deshalb ist es unbedenklich.
Ist der Phasenkoppler noch zu beziehen ?
HasePoeh
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von kallewirsch » 10.07.2013, 13:36 

Den Phasenkoppler von Kemo gibts nahezu überall (Suche KEMO Phasenkoppler).
Möglich, dass es ohne geht, KANN aber die Übertragungsrate verbessern.
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 10.07.2013, 14:14 geändert am 10.07.2013 14:16

Hallo zusammen,

bei den aktuellen Powerline (dLAN) Produkten ist kein Phasenkoppler mehr nötig. Die Geräte verfügen über einen entsprechenden internen Phasensprung.

Die Montage eines zusätzlichen Phasenkopplers kann die Signalstärke u.U. sogar negativ beeinflussen.

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von rainmaker » 10.07.2013, 14:16 

Die spannende Frage ist immer: laufen die fraglichen Leitungen ein paar Meter parallel? Wenn ja, dann reicht das für eine ausreichende induktive Kopplung aus und es funktioniert.
Auf die Weise ist auch die Funktion bei unterschiedlichen Phasen gegeben, weil die zumindest in Zählerkastennähe meist irgendwo ein Weilchen parallel im Rohr laufen.
Man kann sowas also leider nur ausprobieren, weil die genauen Umstände immer etwas unklar sind.
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von kallewirsch » 11.07.2013, 14:17 

Hallo,

Kann jemand erklären, was ein "interner Phasensprung" ist?
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 11.07.2013, 14:31 geändert am 11.07.2013 14:32

Hallo kallewirsch,

das bedeutet, dass kein zusätzlicher Phasenkoppler nötig ist (siehe Antwort unten). Die Leitungen der 3 Phasen müssen im Haus lediglich mind. 50cm parallel zueinander verlaufen (Aussage Devolo).

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von kallewirsch » 23.07.2013, 15:34 

Hallo Herr Sandhorst,

Danke, aber das erklärt irgendwie nicht "intern". Es sei denn, die neuen Geräte von Devolo sind länger als 50cm. Die Einkopplung der Signale, wenn die unterschiedlichen Phasen für eine gewisse Länge parallel geführt sind, ist technisch ja nicht gerade als neu zu bezeichnen.
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von hegauer » 02.01.2018, 17:27 

"Phasensprung" ist in diesem Zusammenhang eine Wortschöpfung eines Pseudo-Experten.

DLAN, oder auch Powerlan genannt,funktioniert durch "Einspeisung" eines HF-Signals in den Stromkreis. HF-Frequenzen haben die Eigenschaft, dass sie sich in nebeneinander verlaufenden Leitungen "ausbreiten". Diese Frequenzen werden aber sehr stark durch die Leitungslänge gedämpft. Die Adapter Herstellen geben eine Reichweite von 200 an. Somit sind sie (meist) außer Haus nicht mehr relevant. Eine "HF-Sperre" oder ein "Filter" im Zähler ist eine Mähr von oben erwähnten "Experten"

Ich habe etliche Systeme mit dieser Technik realisiert. In großen Gebäuden gab es nur an weit (mehr als 100m Leitungslänge) entfernten Steckdosen Probleme mit der Übertragung. Verschiedene Phasen waren dabei NIE ein Problem.
Bei "Problemfällen" mit großen Leitungslängen half auch kein Phasenkoppler. In keinem Fall hat ein Phasenkoppler eine Verbesserung gebracht!!

Wie in anderen Beiträgen hier beschrieben, ist auch die "Ausbreitung" über die "Zählergrenze" hinweg kein Problem. In einem Haus, wo mehrere Zähler direkt nebeinander liegen, können mehrere Parteien auf einen Router zugreifen.

Wie DLAN-Adapter verfügen alle über Verschlüsselungstechnik, so dass man gegebenenfalls "ungebetene Gäste" ausschließen kann.

Mehrere verschiedene DLANs im selben "Sendebereich" können sich aber gegenseitig beeinträchtigen und die Übertragungsrate "drücken". Ähnlich wie in einem "überbelgten" WLAN-Bereich.

Einmal hatte ich einen extremen Fall in einem Mehrfamilienhaus. Ich installierte einem Bewohner ein DLAN. Der Router war in der Diele, PC im Arbeitszimmer. Nach einigen Wochen kam Besuch von der Telekom Funkstörstelle. Der darüber wohnende Nachbar, ein passionierter Kurzwellen-Freak konnte bestimmte Frequenzen wegen Störungen nicht mehr empfangen. Das DLAN musste weg. Der Router wurde kurzerhand ins Arbeitszimmer verlegt.
hegauer
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