Lötstation mit Schwächen an entscheidender Stelle

Dieser Beitrag bezieht sich auf das folgende Produkt: Weller Lötstation WHS 40D, 40 W, 150–450 °C, 60 s

Bestell-Nr. 68-12 02 77

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Lötstation mit Schwächen an entscheidender Stelle

von rssharburg » 09.09.2016, 09:49 

Meine Begeisterung für Weller Löstationen begann, als ich nach dem Vorpraktikum zu meinem ET-Studium von der Firma als Dankeschön eine Weller WSD50 geschenkt bekam und die diese Lötstation benutze ich heute, 20 Jahre später, noch immer regelmäßig ohne einen einzigen Ausfall.

Vertrauend auf den Namen und meine Erfahrungen habe ich neulich für meine Schule 7 Arbeitsplätze mit Weller WHD40 ausgestattet, sprich 7 Geräte gekauft.
Auspacken, anschließen, läuft, so der erste Eindruck.
Der zweite Blick bringt einige Schwächen zum Vorschein, die ich bei Weller nicht vermutet hätte.
1. Die Löspitzen wackeln stark bei gelöster Halteschraube. Der Luftspalt zwischen der Lötspitze und dem Heizelement scheint so groß zu sein , dass ein Wärmeübergang nicht so stattfindet, wie es wünschenswert ist (großer Wärmeleitungswiederstand des Luftspaltes). Das hat zur Folge, dass die Temperaturanzeige nicht viel mit der Temperatur an der Löspitze zu hat. Angezeigt wird die Temperatur im Heizelement. Desweitern machen die Lötspitzen einen "billigen" Eindruck. (man kann damit aber schon löten)
2. Bei 3 von 7 (neuen) Geräten ließ sich die Halteschraube(Madenschraube) der Lötspitze problemlos lösen und festziehen.
Bei einer Station konnte ich die Madenschraube mit viel Kraftaufwand (Schraubstock, Wasserpumpenzange, spezialgeschliffenen Schraubendreher) 1,5 Drehungen ausschrauben und die Lötspitze entnehmen, danach ging nichts mehr, weder links noch rechts herum. Bei diesem Gerät und drei weiteren habe ich letztlich die Madenschrauben mit viel Zeit- und Werkzeugaufwand ausgebohrt, 3er Gewinde neu geschnitten und M3 Kopfschrauben eingesetzt.
Trotz Einweichen (eine Stunde) mit WD40 und fast 30 jähriger handwerklicher Erfahrung im Elektro- und Metallbereich und gutem Werkzeug konnte ich bei 4 Geräten die madenschraube nicht ausdrehen. Weder im kalten, noch im heißen Zustand und auch nicht in der Anwärmphase.
Ich schreibe hier von noch nicht benutzten Neugeräten!
Ich nehme stark an, dass die Madenschrauben in der Produktion schräg angesetzt und dann mit viel Kraft eingeschraubt wurden, so dass die Gewinde von vornherein "vergnaddelt" waren.

Bei einem Billiglötkolben muss man evtl. mit solchen Schwächen rechnen, aber nicht in diesem Preissegment. Ich hatte Weller gekauft, um mir unnötige Arbeit zu ersparen, diese Rechnung ging nicht auf. So kann man sich als Firma auch einen Ruf versauen, es geht hier schließlich um Basics.
Da ich die Lötstationen nunmal angeschafft habe, werde ich sie auch benutzen, ich würde sie aber nicht ein zweites Mal kaufen.
rssharburg

AW: Lötstation mit Schwächen an entscheidender Stelle

von ELV - Technische Kundenbetreuung » 09.09.2016, 13:58 

Hallo rssharburg,

wir bedauern sehr, dass Sie Beanstandungen bzw. Herausforderungen mit der genannten Weller Lötstation haben. Natürlich ist die korrekte Funktionsweise, unserer verkauften Produkte bei Ihnen, eines unserer wichtigsten Ziele.

Nach Prüfung der Retourenquote des genannten Artikels, können wir Ihnen mitteilen, dass die Ihnen vorliegende Lötstation WHS 40D keine Auffälligkeiten zeigt. Auch haben uns bisher keine ähnlichen Rückmeldungen diesbezüglich erreicht.

Wir empfehlen Ihnen unseren Kundenservice zwecks individueller Lösungsfindung zu kontaktieren.



ELV - Technische Kundenbetreuung
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Mit freundlichen Grüßen Ihr Team der technischen Kundenbetreuung
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