Homematic IP auch ohne Cloud

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Homematic IP auch ohne Cloud

von Niestedt » 19.10.2016, 15:48 

Guten Tag,
lässt sich Homematic IP auch ohne die Komponente Cloud einsetzen und vollumfänglich steuern?
Durch meine Erfahrungen, die ich mit dem MAX! System gemacht habe, möchte ich mich ungern auf eine Cloud verlassen. Was mache ich, wenn mal wieder die Server ausfallen, der Alarm aktiviert ist und ich ins Haus möchte?
Kann man die Komponenten über VPN steuern?
Niestedt
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HomematicIP - im Ernstfall

von steste » 19.10.2016, 16:01 

Ich bin auch ein (skeptischer) Nutzer, aber ebenso anspruchsvoll. Immerhin kosten das System nicht gerade wenig und kann (noch?) nicht sooo viel.

Ähnliche Fragen stellten andere und ich ebenso. Das Stichwort lautet hier "Wartungsarbeiten".

Allerdings kann ich kaum von Ausfällen berichten und wir benutzen das System mehrmals täglich. Ähnliche Fragen stellen sich auch, was ist, wenn Dein Internetzugang klemmt, oder Du Dein Handy verlierst oder es defekt ist?
Man wird Kompromisse eingehen müssen, anders geht es nicht.

Ich mag Dir raten, in Deiner Bewertung diesen Punkt nicht so hoch zu stufen. Funktionen oder Flexibilität sind wichtiger und wenn man noch Bock auf Programmieren und viele Funktionen hat, dann ist das klassische Homematic-System besser. Letztlich auch in Deinem Punkt.

Ich mag aber nicht ewig basteln und zig Foren lesen, um nur mal eine E-Mail oder eine Pushnachricht zu bekommen, wenn ein Sensor Bewegung meldet.

Daher läuft das klassische Homematic-System parallel und übrigens auch noch Homewizard, was total geil ist, hier aber die Sensoren und Aktoren leider derzeit keinen Rückkanal haben.

Aber die Bedienung von Homewizard ist zauberhaft!
steste
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AW: HomematicIP - im Ernstfall

von fk2000 » 25.10.2016, 20:48 

Ohne Cloud und Internet geht bei Homematic IP fast nichts mehr.

Zum Programmieren, also Geräte hinzufügen, etwas ändern usw. braucht man den Access Point UND Internet.

Aktuell gibt es direkt Verknüpfungen (auch ohne Internet nutzbar) zwischen:
- Wanthermostat und Heizkörperregler
- Wandthermostat und Schaltsteckdose
- Wandtaster und Schaltsteckdose

evtl. auch bei der Sicherheitslösung Bewegungsmelder und Schaltsteckdose, dies kann ich leider nicht testen da mir dieses unsichere System nicht als Sicherheitslösung taugt.

Aber um diese Komponenten zusammen zu bekommen braucht man wiederum die App/Access Point/Internet.

Update und Wartungsarbeiten, machen wie bei mir, auch die Direktverbindungen unbrauchbar, selbst wenn diese schon mal funktionierten.
fk2000
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HomematicIP ohne Cloud

von Niestedt » 26.10.2016, 13:20 geändert am 26.10.2016 13:23

Vielen Dank für die Antworten!
Nach diesen Ausführungen werde ich mich sicherlich für eine andere Lösung entscheiden.
Dass ohne Internet keine Steurung von außen funktioniert, ist schon klar. Warum aber die interne Steuerung schon wieder über eine Cloud laufen muss, erschließt sich mir nicht. Ich kenne das Spielchen vom MAX! System. Da muss man die App 2 Minuten geöffnet lassen, damit die Änderungen auch ankommen.

Das mache ich nicht mit!

Was passiert denn beispielsweise bei Internetausfall/Cloudausfall/Wartungsarbeiten mit Rauchmeldern? Die anderen bekommen das Signal dann gar nicht mit?

Wäre schön, wenn sich vom Support mal jemand zu dem Thema äußern würde...
Niestedt
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AW: HomematicIP ohne Cloud

von ELV - Technische Kundenbetreuung » 26.10.2016, 14:44 

Hallo Niestedt,

im Prinzip wurde alles richtig erklärt. Gemäß den uns vorliegenden Informationen gibt es folgende direkte Verknüpfungen:

- Wandthermostat / Heizkörperthermostat / Fensterkontakt
- Wandthermostat / Fensterkontakt / Steckdose
- Wandthermostat WTH-2 / Fussbodenheizungsaktor
- Wandtaster / Steckdose
- Rauchmelder untereinander

Externe Meldungen oder die Alarmanlagenfunktion sind ohne Cloud-Zugriff nicht gegeben. Die Steuerung über App natürlich auch nicht.

Sie können die Komponenten alternativ jedoch auch an der HomeMatic CCU2 Zentrale betreiben. Hier liegen die Daten dann alle lokale auf der HomeMatic CCU2 Zentrale.


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AW: AW: HomematicIP ohne Cloud

von Just Me » 23.11.2016, 18:40 

Schön wäre es, wenn man seine eigene "Cloud" nutzen könnte. Sprich wenn man z.B. zu Hause einen Raspberry PI mit Homematic IP Software hätte, zu dem sich der HAP und die App verbinden könnten.
Oder vielleicht mal eine CCU3 mit echter Homematic IP Software und nicht nur gewisser Kompatibilität wie bei der CCU2.

Naja man weiß ja nie, was eQ-3 noch so entwickelt.
Just Me
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von wtremmel » 17.01.2017, 11:31 

Meine eigene Cloud heisst FHEM. Eine CCU2 habe ich auch noch, aber die wird nur durch FHEM "ferngesteuert".

Zur Zeit habe ich Komponenten von FS20, Homematic und (zum Testen) eine Homematik-IP Steckdose im Einsatz.

Aber wer nicht zumindest auf Software-Seite ein wenig "basteln" will für den ist das nichts :-)
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von Wolfgang-2 » 03.11.2017, 21:56 

> Meine eigene Cloud heisst FHEM.

Gibt es auch eine Anleitung dazu, wie man daran kommt?
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von rainmaker » 04.11.2017, 07:44 geändert am 04.11.2017 07:51

Könnte man so sagen happy

https://fhem.de/
https://wiki.fhem.de

Dieser Wahn, von eq3 (und anderen) alles von einer bestehnden INternetverbindung abhängig zu machen, ist eine völlige Fehlentwicklung. Kaum geht mal die Cloud nicht, funktionieren die Heizungen etc. in vielen Haushalten nicht mehr.

Bei mir ist Internet NICHT immer an (und ich bin Admin bei einem Provider) was die Sicherheit zusätzlich erhöht und die oft schlampigen Firmwares der Hersteller bieten oft Angriffsfläche genug für Hacker. Ein abgeschaltetes Internet überwinden nicht mal die!
Also: LAN ist ok, aber eben LAN und nicht WAN !
Bei mir spannt ein Raspi einen AP für immer verfügbares LAN - WAN nur wenn ich es aktiviere.
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von uvr1611 » 27.11.2018, 13:59 geändert am 27.11.2018 14:02

Hallo also die normale Homematic IP geht nicht ohne Cloud aber die CCU3 oder auch Charly geht ja auch ohne Cloud habe ich mal gelesen nur was kann die CCU3 oder Charly dann nicht ohne Cloud gibt es eine auflistung was mit Cloud und ohne Cloud geht ?
Wäre super wenn das wo steht bin erst neu in der Homematic Materie eingestiegen betreibe erst seit 2 Tagen eine Homematic IP mit reiner Heizungssteuerung Thermostatventielen Fensterkontakt und Raumthermostat die Heizung (Solar) läuft sonst mit einer UVR1611.
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von Christian121212 » 27.11.2018, 14:19 

CCU2/3 funktionieren ohne Cloud.
Zitat
nur was kann die CCU3 oder Charly dann nicht ohne Cloud gibt es eine auflistung was mit Cloud und ohne Cloud geht ?

Diese Frage stellt sich dann nicht.
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von CChris » 28.11.2018, 23:49 

Zugegebener maßen, bin ich auch etwas Skeptisch gegenüber dem Cloud-Thema.
Mir gefällt diese Entwicklung, einfach alles (unabhängig, welchen bereich) bei irgend einem Anbieter in deren "Cloud" zu haben generell nicht so sehr - und mir sind noch viele Beschwerden auf Facebook & co. über ziemlich häufige Ausfälle in der Vergangenheit im Ohr... ^^

Dennoch habe ich mich jetzt dazu entschlossen, erst einmal langsam mit einem AP in das Thema Homematic / Homematic IP einzusteigen und dabei erst einmal auf die cloud zurück zu greifen.
Langzeiterfahrungen werden somit wohl erst noch kommen ^^

Später kann dann über andere Lösungen ggf. nachgedacht werden, sofern es hier von EQ-3 nicht u.U. sowieso irgendwann mal entsprechende Lösungen geben wird.
CChris
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von AxelBurghardt » 10.01.2019, 19:01 

Hallo, dann geb ich meinen Senf auch noch dazu.
ich weigere mich auch für allen Scheiß eine Cloud zu nutzen. Selbst bei großen deutschen Herstellern wir SMA oder Bosch läuft da nichts rund. Das steckt alles noch in den Kinderschuhen. Die SMA App und Cloud, eine Kathastrophe. Aber ohne kommuniziert die PV-Anlage leider nicht. Und dann gibt es bei den vielen Herstellern noch das Problem, dass sie immer nach Hause in Fernost telefonieren. Alle jammern über Datenschutz, aber darüber macht sich im Home Bereich kaum einer Gedanken. Hauptsache es funktioniert.
Ich habe auch 2 Stück CCU laufen, da sie sehr vielseitig einzusetzen ist. Nur darauf verlassen kann man sich auch nicht. Ich hatte schon einige Abstürze und Fehlfunktionen, die mich dazu veranlasst haben, keine wichtigen Dinge darauf zu installieren. Dazu verwende ich professionelle Geräte, wie oben im Beitrag die UVR16xx von TA. Wäre die LOGO! etwas kommunikativer, dann wäre sie die erste Wahl. Ich versuche immer wieder neue Geräte auszuprobieren. Meist komme ich dann doch irgendwie an die Kommunikation heran, und steuer sie über einen lokalen Webserver. Das kann aber nur ein Bastler und ist nichts für den Normalverbraucher. Es müsste eine Pflicht geben, die Kommunikation offen zu legen, um selbst direkt steuern zu können und nicht erst über eine Cloud.
AxelBurghardt
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von ****31 » 30.01.2019, 10:45 

Hallo, ich möchte mich zu 100% dem Axel Burghardt anschließen, es ist eine sehr bedenkliche Entwicklung die festzustellen ist, dass allgemein beschrieben Produkte "smart" auf dem Markt verkauft werden die eine Verwendung ohne die Zustimmung des Herstellers nicht mehr ermöglichen. Diese aus meiner Sicht bedeutende Eigenschaft wird allerdings nicht mit der erforderlichen Priorität von dem Hersteller angezeigt. Der gutgläubige Käufer stattet sein Haus mit diversen Aktoren, Schalter Sensoren etc. aus und sitzt im Ernstfall im sprichwörtlich dunklen, wenn z. B. der Hersteller sein Geschäft aufgibt oder ändert.
Ich würde hier rechtliche Mängel sehen.
Bei den Homematic Produkten steht wenn man lange sucht tatsächlich, dass eine 10-jährige Unterstützung eingeräumt wird. Was passiert danach?
Hier muss aus meiner Sicht unbedingt der Verbraucherschutz eingreifen. Die sogenannten "smart" Produkte die nur in Verbindung mit einer proprietären Cloud-Anwendung funktionieren müssen aus meiner Sicht verboten werden, damit die Hersteller gezwungen sind, diese so zu gestallten, dass der freie Wille des Käufers nicht beschnitten wird.
Das ist keine unmögliche Aufgabe! Es spricht auch nichts dagegen, dass sich die Hersteller dann ihre Cloud-Anwendung auch bezahlen lassen, wenn diese als Alternative zur eigen Lösung angeboten wird.
Ich selber schreibe regelmäßig Produkt Reszissionen in denen ich auf dieses zunehmende Problem hinweise.
****31
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 01.02.2019, 11:17 geändert am 01.02.2019 11:18

Hallo ****31,

wie Christian121212 und AxelBurghardt schon sagten, besteht mit HmIP-Produkten kein "Cloud-Zwang".

Abgesehen vom Homematic IP Accesspoint können alle Homematic IP - Produkte auch ohne Cloud an einer CCU2- oder CCU3-Zentrale betrieben werden.
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von DvrNet » 20.03.2019, 22:41 

Hallo,

derzeit erhalten alle meine Kunden mit Telekom Anschluss, welche ihre CCU2 direkt / per DDNS / IP (ohne Cloud) betreiben ein Schreiben der Telekom (per Briefpost) vom Telekom Sicherheitsteam. Der Betreff lautet "Wichtige Sicherheitswarnung zu Ihrem Internetzugang". Hier wird von "Hinweise auf eine Sicherheitslücke oder Konfigurationsfehler, die einen Angriff auf Dritte ermöglichen, wie z.B. für DDOS Attacken" gesprochen. Auf Nachfrage wird dann der exponierte http Port XY mit einer CCU2 angemahnt. Wie bewertet ELV das Sicherheitsrisiko im Bezug auf den Betrieb einer CCU2 ohne VPN über eine sich täglich variabel ändernde IP in Kombination mit einer DDNS Adresse? Die Telekom, scheinbar, nimmt es zum Anlass per Briefpost davor zu warnen.

LG
DvrNet
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von Christian121212 » 21.03.2019, 06:50 geändert am 21.03.2019 07:52

Wird überall darauf hingewiesen und steht bsp. auch in den Changelogs:
Changelog

Mit einer einfachen Suche gibt es jede Menge Artikel
Suche

Da verhält sich die Telekom doch mal vorbildlich.

Und falls du dieses Detail meinst,
Zitat
eine sich täglich variabel ändernde IP

so ist das bei einem IP-Scan völlig unerheblich, ob du eine feste Adresse hast, oder eine variable. Wenn dein Anschluß "getroffen" wurde und nun über den offenen Port kompromittiert ist, ist es doch völlig egal wie am heutigen Tag dein Abschluß die IP bekommen hat. Ggf. wurde die Schadsoftware installiert, Daten geklaut. Warum sollte man da als böser Bube wiederkommen sollen/müssen? Ist Schadtsoftware installiert worden ist eine wechselnde IP ebenso sinnlos. Die meldet sich schon bei ihrem Server und hat die aktuelle ClientIP.
DYNDNS ist eine Möglichkeit bei wechselnder IP sein Anschluß zu finden. Es ist aber kein Sicherheitsfeature.
Wer eine Fritzbox hat kann sich innerhalb weniger Minuten ein VPN einrichten:
- anmelden bei MyFritz
- Clientsoftware für sein Betriebssystem runterladen
- Software für die Konfiguration runterladen.
- Die daraus entstehenden Konfigurationsdateien der Fritzbox und der Clientsoftware geben
- fertig

Des Weiteren fällt der tgl. Wechsel der IP bei der Telekom dann weg, wenn die Umstellung des Anschlusses auf "IP" erfolgt.

Warum das nun im Thema "IP auch ohne Cloud" steht erschließt sich nicht.



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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 28.03.2019, 10:02 geändert am 28.03.2019 10:05

Hallo DvrNet,

die Risiken, die durch eine Portweiterleitung entstehen können, sind abhängig von vielen Faktoren.

Da mittlerweile deutlich sicherere Möglichkeiten für das Herstellen eines Fernzugriffes, wie VPN-Tunnel oder HomeMatic-spezifische Dienste wie Cloudmatic, verfügbar sind, raten wir generell davon ab, Portweiterleitungen einzurichten.

Weitere Informationen zur Sicherheitswarnung der Telekom findest du auf dieser Informationsseite.
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