Gut für die Ladung zwischendurch und Erhaltungsladen

Dieser Beitrag bezieht sich auf das folgende Produkt: H-Tronic Automatik-Blei-Akku-Lader AL 800

Bestell-Nr. 68-10 26 72

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Gut für die Ladung zwischendurch und Erhaltungsladen

von Splicer » 15.06.2017, 14:22 

Habe dieses Ladegerät schon längere Zeit in der Garage im Einsatz, bin voll zufrieden. Für die Nachladung über Nacht bzw. im Winter oder zur Erhaltungsladung ist das LG gut geeignet. Das LG regelt beim Erreichen der Ladeschlußspannung automatisch runter und kann an der Batterie ständig angeklemmt bleiben. Wenn die Batteriespannung fällt (eventuell über einen längeren Zeitraum), setzt wieder der normale Ladestrom ein. So kann z.B. die Motorradbatterie über dem gesamten Winter am LG bleiben.
Und nun kurz zu den Nachteilen bzw. Kritiken. Das Gehäuse des LG wird im Betrieb "gut" warm. Habe deshalb das Gehäuse geöffnet und die innerlichen Schutzlamellen vor den Kühlschlitzen rausgebrochen, damit die Abwärme besser entweichen kann. Bei besserer Kühlung lebt die Elektronik erfahrungsgemäß länger. Und bei der Gelegenheit wurde auch das recht dünne Anschlußkabel durch ein mechanisch belastbareres mit mehr Querschnitt und längeres Kabel ersetzt.
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von Splicer » 16.06.2017, 10:13 

Das haben Sie gut gemessen.
Meine Meßwerte, ausgehend von 800mA Ladestrom und sinkendem Ladestrom bei steigender Spannung:

13,0 V >> 600 mA
13,3 V >> 250 mA
13,4 V >> 80 mA
13,45 V > 20 mA Reststrom (gelbe Ladekontroll-LED geht aus)

Die volle Aufladung bei 13,8V wird natürlich nicht erreicht und ist vielleicht auch nicht gewollt. Wenn z.B ältere Batterien kaum noch auf die volle Ladeschlußspannung kommen (vor allem mit nur 800mA Ladestrom), würde das LG ständig unter Vollast stehen.
Da ich manchmal im Winter über Nacht die PKW-Batterie auffrische, ist die Ladung zum kraftvollen Durchdrehen des Anlassers am Morgen vollkommen ausreichend.
Hatte zu diesem Thema bei Amazon am 4.1.2015 (Von: Daywalker) eine sehr ausführliche Rezension geschrieben, zum Artikel "H-Tronic Batterie-Ladegerät und Erhaltung".
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von rainmaker » 17.06.2017, 08:50 

Danke für die Wertetabelle, die entspricht recht genau dem, was mein Lader tut.
Es scheint also kein Einzelfall zu sein, sondern generell.
Damit sollte das Ladegerat aber als "Erhaltungslader" beschrieben werden, weil VOLL Laden geht damit sicher nicht.

Vor allem im Winter, da hier der Anspruch an mehr Ladespannung wegen des Temperaturkoeffizienten der Bleiakkus noch zusätzlich steigt. Da sind dann durchaus mal 14,5V erforderlich!

Sorry - Amazon - da such ich keine Artikel, die ich bei ELV auch bekomme. Sowas kauf ich immer nur bei ELV, sofern verfügbar (oder völlig überzogen ;-) ) - habs daher nicht gelesen, mach ich aber evtl. mal.
Danke!

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von Splicer » 17.06.2017, 09:51 

Für mich sind die Rezensionen bei AMAZON zum Teil hochinteressant, vor allem die mittleren und negativen Rezensionen. Dabei gilt natürlich, die fachlich und sachlichen Bewertungen oder die von Laien geschönten bzw. von den sinnlosen und nichtssagenden zu unterscheiden. Bezahlten Schwindel soll es dabei auch geben. Bewertungen z.B. nach Liefergeschwindigkeit oder Anfangsdefekt sind `eh wertlos. Aber es gibt auch (wenige) Rezensenten, die ein Produkt real beurteilen und dazu ihre Geschichte erzählen. Jedenfalls sind die Bewertungen bei AMAZON ein relativ guter Produktindikator.
Was das LG angeht, hatte es bisher nur im Winter über Nacht bei niedrigen Temperaturen verwendet. Man hat deutlich gemerkt, daß die Batterie den Anlasser am Morgen kräftig durchdrehte, auch wenn die Batterie nicht bis zum "Höhepunkt" geladen wurde.
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von rainmaker » 18.06.2017, 08:21 

Ja, da geb ich Dir völlig recht, die vor allem nicht so guten Meinungen sind interessant, aber ELV Zeug such ich dort nicht wirklich, daher stolpere ich dann auch über keine Rezensionen happy

Für Bleiakkus verwende ich meist das Teil hier: klick, es ist so ziemlich das einzige, für das auch ein Temperatursensor lieferbar ist und wenn man sich den Temperaturkoeffizienten von Bleiakkus anschaut, versteh ich nicht, warum es nicht mehr davon gibt. Will ich im Wohnwagen die Bordbatterie nachladen im Hochsommer, sind 13,5V schon oft zuviel und im Winter braucht es 14,5V. Bei reinen "13,8V ist genug Ladern" ist es garantiert falsch. Die sind nur fürs Wohnzimmer geeignet...
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von Splicer » 18.06.2017, 11:18 

Das „SBC-2110“ ist mit den separaten Einstellungsmöglichkeiten ein interessantes LG. Leider ist der Ladestrom nicht wählbar. Wenn wenigstens eine 1A-Einstellung noch für Motorradbatterien wählbar wäre oder eine Abstufung auf 5A, könnte es mir gefallen. Auch finde ich 10A zum Laden bei PKW-Batterien schon heftig. Hatte mir vor vielen Jahren, als es diese Automatiklader noch nicht gab, ein LG selbst gebaut, mit analogem Meßwerk und Thyristorstromregelung mit Potie bis 5A. Das funktioniert natürlich heute noch und man bekam schon mit, wie bei 5A-Ladestrom die Batteriesäure zum Ladeende hin „brodelte“ und die Säure-Tröpfchen auf der Batterieoberseite zu finden waren. Heute verwende ich das 5A-LG „HQ-CHAR-CHAR05“, mit dem ich bisher zufrieden war und auch sehr selten gebraucht habe. Für die Motorradbatterie nehme ich den „Pro-Charger Salto“.
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von rainmaker » 18.06.2017, 16:19 

Die 10A sind der max. Ladestrom, nicht der, der unbedingt fließt. Eine Motorradbatterie würde bei versuchten 10A sofort an der Ladeschlußspannung anstoßen, der Ladestrom sich sofort reduzieren, auf das, was zur Einhaltung der Ladeschlußspannung erlaubt ist. Ich hab damit 7Ah Akku-chen genauso geladen wie die 140Ah vom Traktor. Kein Problem!
Und ist so ein Akku mal halb leer, dann kommst auf die 10A, weil die Ladespannung ist dann z.b. erst auf 13V. Dann braucht es die 10A aber auch!
Zu schnell kann ein kleiner Akku damit aber nicht wirklich geladen werden. gebrodelt hat damit noch nie großartig was, obwohl der Lader mal anfangs die Ladepsannung um 0,2V erhöht, gerade um ein wenig zu gasen, weil das durchmischt den Elektrolyt (bei Flüssigbatterien) und nur damit kann auch volle Kapazität erreicht werden. Säuretropfen etc. gibts aber auch damit nicht, sofern man die Stopfen nicht rausschraubt und daneben hinlegt... aber wer tut das schon !

Aber wenn man will: man kann auch jedes Labornetzgerät mit Strombegrenzung nehmen. Spannung nach Temperatur aus der Tabelle einstellen, Ladestrom auf Wunschwert begrenzen, fertig ist das "2-Stufenladegerät" happy.

Zwischendurch nehm ich übrigens eins vom Diskonter, max 4A, Motoradstufe mit 0,8A - + Winterstufe mit erhöhter Ladespannung. Allerdings schaltet das bei "Ladespannung erreicht" ab, bzw. zurück auf die 0,8A und erst wenn die Spannung zu weit gefallen ist, wird wieder mit 0,8A "voll" geladen... Zum mal schnell nachladen irgendwo ist es recht angenehm, weil kompakt, und weil es die Endladespannung nicht hält und Strom reduziert, sondern abschaltet, ist auch ein Überladen (Temperaturbedingt) nicht kritisch.

zum HQ-CHAR..05 hab ich leider nichts gefunden. Den kennt nicht mal Google wink
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von Splicer » 18.06.2017, 17:19 

Bei vollständiger Eingabe klappts:
HQ-CHAR-CAR05
oder
https://www.amazon.de/7-Stufen-Automatik-Lader-12V-f%C3%BCr-Bleiakkus-HQ-CHAR-CAR05/dp/B00CXQGKRG
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von rainmaker » 19.06.2017, 08:17 

Gefunden - samt Anleitung - danke!
Nicht schlecht, aber es fehlt mir - wie meist - die Temperaturkompensations und ich würde damit nur Flüssigakkus wirklich laden wollen. Gel braucht einen Tick andere Ladespannung, aber ok, wird halt nicht wirklich voll, was bei Fahrzeugbatterien ja auch nicht so wichtig ist.
Einzig für Camping / Boot Benutzungen, wo so ein Akku die Hauptversorgung darstellt, will man gern 100% mitnehmen... Dann braucht man ein "richtiges" Ladegerät wie das SBC-2110 - das kostet dann aber auch das Doppelte.
Für den Fuffi ist das HQ aber top...
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