FS20 LES - wann gibt es ein Update?

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FS20 LES - wann gibt es ein Update?

von karlm4 » 02.09.2011, 14:57 

Würde das Gerät gerne an mehreren Orten einsetzen, allerdings hat es einige gravierende Schwächen (siehe auch die Bewertungen). Hauptproblem: Der Lüfter läuft max. 19 Minuten und macht dann 40 Minuten Pause, was völlig unsinnig ist. So müsste ich einen völlig überdimensionierten Lüfter einsetzen, um einen Raum zu trocknen. Selbst wenn man bei ELV anderer Meinung ist, sollte man es doch dem Anwender ermöglichen, die minimale Pausenzeit einzustellen (Null wäre ideal). Wenn ein Raum entfeuchtet ist, würde sich ja aufgrund fehlender Feuchtedifferenz der Lüfter ohnehin abschalten.

Auch gibt es Anzeigen am Display, die nicht in der Anleitung beschrieben sind (was bedeutet z.B. das "Fenstersymbol" im Display?)...
Hoffe, es wird einmal auf die Anregungen eingegangen.
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noch was...

von karlm4 » 02.09.2011, 15:11 

Wie auch von anderen schon angeregt, sollte ein (auch negatives) Delta, ab dem mit dem Lüften begonnen wird, einstellbar sein. Grund: Die Sensoren sind eher ungenau. Habe schon mal den Außensensor (S300TH) und das Steuergerät (FS20 LES) viele Stunden im selben Raum liegen gehabt, wobei beim Außensensor aber eine höhere Luftfeuchtigkeit angezeigt wurde. In der Praxis heißt das, dass sich die Lüftung nicht einschaltet, obwohl es außen weniger feucht ist, als innen...
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Zu Luftentfeuchter FS20 LES

von Cuore08 » 11.09.2011, 20:44 

Ich wollte diese Steuerung zur automatischen Belüftung des Badezimmers einsetzen, wobei der externe Feuchtesensor nicht außen, sondern an der Decke installiert werden sollte, denn beim Duschen ist die Innenfeuchte immer höher, als außen. Doch mit einer Pausenzeit von 40 Minuten ist diese Steuerung dafür ungeeignet, denn beim Duschen der 1.Person schaltet der Lüfter ein, läuft max. 19 Minuten und wenn der 2. usw. duscht, ist 40 Minuten Ruhe und in dieser Zeit rieselt im Winter an der kalten Wand das Kondenswasser herunter, - na prima. So eine wichtige Eigenschaft sollte in den Technischen Daten angegeben werden.
Wäre FS20 HGS eine Alternative, wenn man den Feuchtesensor herausführt, denn an der Decke sammelt sich zuerst der Wasserdampf?
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AW: Zu Luftentfeuchter FS20 LES

von karlm4 » 11.09.2011, 21:39 

Ja, das FS20 HGS ist in diesem Fall viel besser geeignet, da es sich beim Badezimmer ja um einen warmen Raum handelt, wo der Taupunkt praktisch immer höher liegt, als außen.
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AW: AW: Zu Luftentfeuchter FS20 LES

von MeterMaster » 11.09.2011, 22:30 

Dem kann ich nur beipflichten. Ich hab ein FS20 HGS schon zig Jahre im Bad. Kommt auch auf die Raumgröße an, ob man den Sensor rausführt, bei meinem relativ kleinen Bad (und dann noch mit abgehängter Decke) ist die Differenz Sensor an der Decke zu 1,7 m Aufhängungshöhe beim Duschen keine Minute, bis der Lüfter eingeschaltet wird.
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AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS

von Matrux » 02.11.2011, 01:12 

Ich wollte auch FS20 HGS zur Badlüftung verwenden. Dazu habe ich die Einschaltschwelle bei 70% und die Ausschaltschwelle bei 50% gelegt. Wenn es draußen zu feucht ist, wird die untere Schwelle nie erreicht und deshalb wollte ich mit der Timerfunktion des Aktors zusätzlich die Laufdauer des Ventillators begrenzen. Leider ist der FS20 HGS dafür ungeeignet, denn er verwendet stur abwechselnd die obere und untere Schwelle zum Schalten. Wenn die untere Schwelle nicht unterschritten wurde, schaltet er auch nicht mehr bei der oberen Schwelle ein. Der FS20 HGS wäre perfekt geeignet, wenn er stets sowohl das Durchschreiten der Einschaltschwelle als auch das Durchschreiten der Ausschaltschwelle prüfen würde. Natürlich kann man die Ausschaltschwelle so hoch legen, dass die Ausschaltschwelle immer durchschritten wird, aber dann bleibt das Bad unnötig feucht. Mit der aktuellen Firmware halte ich den FS20 HGS für die Badlüftung ungeeignet. Metermaster, mit welchen Schwellwerten kann man den FS20 HGS mehrere Jahre für die Badlüftung einsetzen? Gibt es da irgendwo eine undokumentierte Funktion?
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AW: AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS

von MeterMaster » 02.11.2011, 02:08 

Ich habe die Schwellen, gebildet aus Erfahrungswerten, anders gelegt: Einschalten ab 75%, Ausschalten bei 60%. 50% halte ich für ein Bad, in dem ja dauernd entweder mit Wasser ungegangen wird oder das als Raum an sich relativ klein ist, darum stärker durch (feuchte) Atemluft belastet ist, für zu niedrig.
Das kommt sehr stark auf die räumlichen Verhältnisse und sonstige (auch Nutzungs-) Bedingungen an. Bei uns wird z. B. der Lüfter je nach Wetter durch Ankippen des Fensters nach dem Duschen unterstützt, und wenn dies wegen feuchten Wetters nicht möglich ist, wird nach dem Duschen auch einmal die Tür zum (großen) Flur bemüht. So erreicht das Klima schneller den Ausschaltpunkt, oft wird der sogar manuell durch einen parallelen Funkkanal ausgeschaltet, sobald sich nach dem Abtrocknen die Luftfeuchte unter der Einschaltschwelle befindet.
Was ganz wesentlich ist, sind die Querschnitte für Lüfter und den von außen nachfließenden Luftstrom. Sind beide zu klein bemessen bzw. vernachlässigt man, dass genug trockene Luft nachströmen kann, wird der Lüfter ewig brauchen. Man denke nur einmal an die in modernen Hotelzimmern ja recht großen Abluft-Lüfter in dem winzigen Bad, bis der es geschafft hat, gewisse Gerüche tatsächlich herauszuschaffen.
Man sollte den Hygrostaten auch nicht zu nahe der Dusche montieren, sondern in einer entfernteren Raumecke. Denn die Dampfwolke um die Dusche herum ist natürlich deutlich feuchter als der restliche Raum und auch noch an den Duschwänden anhaftendes Wasser, so man es nicht konsequent, wie wir, nach dem Duschen abwischt, erhält die Luftfeuchte sehr lange. So kann man dann auch die Schwellwerte näher beieinander legen.
Ich finde, dass der Hygrostat sich korrekt verhält - er soll oberhalb einer Schwelle einschalten und dann so lange nicht nachgeben, bis die untere Schwelle unterschritten ist.
Die Timer-Funktion, die hier erwähnt wurde, habe ich übrigens noch nicht eingesetzt, danke für den Tipp. Denn manchmal, wenn die Luftfeuchte, auch dank feuchteren Wetters, mitten in der Nacht über den Schwellwert geht, lärmt der Lüfter eigentlich länger als nötig. So kann man ihn begrenzen, sobald der Einschaltwert unterschritten wird.
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AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS

von Matrux » 02.11.2011, 16:23 

Danke für die ausführliche Antwort, MeterMaster. Ich habe scheinbar nichts übersehen. Die obere Schwelle 70% habe ich so gewählt, dass der Ventillator beim Duschen möglichst schnell einschaltet. Die untere Schwelle 50% habe ich so gewählt, dass die Luft im Bad nicht zu trocken wird. Prinzipiell erhält man auch mit den Einstellungen 75%/60% die gleichen Probleme.
Auch ich achte darauf, das Fenster zu öffnen und trockne die Duschwände um die Feuchtigkeit möglichst schnell aus dem Bad zu bekommen. Allerdings schließe ich grundsätzlich bei und nach dem Duschen die Badtür, denn die hohe Luftfeuchtigkeit soll nicht in die übrige Wohnung ziehen. Und da hat man bei feuchtem Wetter häufig das Problem, dass auch 60% nicht unterschritten werden können. Und da liegt genau das Problem bei dem FS20 HGS. Egal ob ich nun durch Timer oder manuell irgendwann den Ventillator ausschaltet, die untere Schwelle wird nicht unterschritten und selbst wenn man den Ventillator manuell mit der PRG-Taste am FS20 HGS ausschaltet, schaltet er sich beim nächsten Überschreiten der Einschaltschwelle nicht mehr ein. Beim manuellen Ausschalten kann man sich zwar angewöhnen, nach Drücken der PRG-Taste, die den Ventillator ausschaltet, auch die Ein-Taste zu drücken, die den FS20 HGS resettet und wieder die Einschaltschwelle als nächste Schwelle anwählt. Dies erfordert aber eine manuelle Aktion und wird beim Ausschalten durch den Timer nicht automatisch ausgeführt.
Beim näschten Duschen steigt dann die Luftfeuchtigkeit über 80% ohne dass der Ventillator angeht.
Viel besser wäre der FS20 HGS deshalb, wenn er unabhängig von der Vergangenheit Einschalten würde zum Zeitpunkt wenn die Einschaltschwelle überschritten wird und ausschalten würde zum Zeitpunkt wenn die Ausschaltschwelle unterschritten wird. Dies wäre nur eine kleine Firmwareänderung und ich kann keinerlei Nachteil aber einen überragenden Vorteil an einem solchen Verhalten erkennen.
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AW: AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS

von MeterMaster » 02.11.2011, 16:48 

Ja, dem kann ich beipflichten. Dieses Verhalten (habe ich eben einmal nachvollzogen, ist also kein Einzelfall) ist mir bisher gar nicht aufgefallen, weil sicher bei meiner 60%-Abschaltschwelle diese schneller und sicherer erreicht wird als die 50%. Und da bei uns die Kinder aus dem Haus sind, ist die Duschfrequenz eher so, dass zwischendurch die Untergrenze sicher erreicht wird.
Ergibt sich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, vorhandene Geräte wie den FS20 HGS nachträglich mit neuer Firmware zu versehen, oder ob man da auf einen FS20 HGS-2 warten muss...
Vielleicht liest ja ein Fachkundiger von ELV mit und kann die Frage beantworten? Gilt ja sicher auch für viele andere Geräte.
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von Cuore08 » 02.11.2011, 17:50 

Es scheint ein prinzipielles Problem bei ELV zu sein, worauf ich bereits unter Sonstige/Wishlist/"Kritisches" hingewiesen habe:
Es werden laufend neue Artikel entwickelt, aber eine Produktpflege, sprich Verbesserung/Weiterentwicklung der bisherigen gibt es kaum. Gut, dass diese Notwendigkeit zur Produktpflege auch mal von anderen angesprochen wird.
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 09.11.2011, 17:50 geändert am 09.11.2011 17:54

Hallo ELV-Kunden

Vielen Dank für das Feedback zu der Luftentfeuchtersteuerung FS20-LES. Die geschilderten Kritikpunkte sind für eine Prüfung an das Produkitmanagement weitergeleitet worden. Derzeit ist noch offen, ob ein Update der Steuersoftware des gegebenen Gerätes erfolgen wird oder aber ob die Entwicklung einer komplett neuen Luftentfeuchtersteuerung mit einem anderen Bedienkonzept der Vorzug erhält.
Obwohl einige Kritik vorhanden ist, wird das System in den Fachforen oft gelobt. Es gibt sonst keine preiswerte Alternative zum intelligenten Lüften.
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von OPXX » 19.08.2012, 16:31 

Hallo,
ich schreibe diesen Beitrag, da ich
(a) eine Lösung für die Problematik habe, dass die Lüfter nach maximal 19min immer 40min Pause machen.
(b) ich vermute, dass die Funktionen des FS20LES hier nicht allen vollständig bekannt sind.

zu (a)
Ein sogenanntes Nachlaufrelais löst das Problem.
Ein Nachlaufrelais sorgt dafür, dass ein Lüfter nach dem Ausschalten noch eine voreingestellte Zeit nachläuft.
Wenn man bei so einem Relais nun also 40min Nachlauf eingeben würde, so würde der Lüfter 19min laufen, weil er wegen des FS20LES Strom bekommt und danach noch einmal 40min weiterlaufen, weil es das Nachlaufrelais so vorsieht.
Man kann entweder Lüfter kaufen, die so einen Nachlauf gleich eingebaut haben - oder zu vorhandenen Lüftern (ohne Nachlauf) ein solches Relais nachkaufen (Kosten um 20 Euro).
Wichtig dabei ist, dass der Lüfter (bzw. das Relais) neben der vom FS20LES geschalteten Phase noch eine Dauer-Phase erhält (wo soll der Lüfter sonst den Saft herbekommen, wenn der FS20LES ihn abklemmt...)
Da es ein Kabel mehr gibt, funktioniert die ELV Funk-Schaltsteckdose FS20 ST dann nur noch, wenn man sie vor Verpolung sichert und ein Kabel parallel zieht (sicher nicht zulässig), daher wären dafür dann die anderen ELV Funk-Aktoren zu nutzen.

zu (b)
Die Beschreibungen des FS20LES lesen sich so, also ob dieser die Belüftung einschaltet, wenn es außen trockener ist als innen.
Das ist aber nicht die eigentliche Aufgabe - und diese Aufgabe wird auch erst nach Zukauf eines Außenfühlers wahrgenommen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der FS20LES ein FS20HGS mit Zusatzfunktionen!
Ein Einsatz eines HGS statt eines LES ist also unsinnig, wenn man mit dem LES unzufrieden ist.
Beim HGS + LES ist die Hauptfunktion zu lüften, wenn die RELATIVE Feuchte innen zu hoch ist, diese MAX-Grenze kann man einstellen.
Eine Zusatzfunktion des LES ist, diese Lüftung zu VERHINDERN, wenn die ABSOLUTE Feuchte außen höher als innen ist - man also durch das Lüften feuchtere Luft ins Zimmer bringen würde (das ist insbesondere bei schwülen Sommern ein Problem und bei kalten Kellern).

Allgemein:
es ist ein Problem, wenn man ein feuchtes Bad nur mit Außenluft trocknen möchte und die Außenluft feuchter ist als die gewünschten zu erzielenden Werte im Bad.
Dann schaltet, wenn man die Abschaltwerte niedrig gesetzt hat (z.B. 45%) - wie berichtet - beim HGS/LEs der Lüfter nie aus...bzw. erst dann, wenn die angesaugte Luft (von draußen) mal trocken genug ist...
Für diesen Fall bleibt nur der Einsatz eines Luftentfeuchters ... oder eine kräftige Temperaturerhöhung im Bad, so dass (bei gleicher ABSOLUTER Feuchte) die RELATIVE Feuchte im Bad sinkt.
Was ein zusätzliches Problem im Bad darstellen kann, ist Kondenswasserbildung auf dem Sensor: Ist es dort ersteinmal richtig nass, so trocknet der Sensor viel langsamer als die Raumluft, gibt also immer eine zu feuchte Luft an.
Meine Lösung wäre, die Abschaltschwelle in Abhängigkeit der Jahreszeit einzustellen: Im Sommer stören 60-65% Luftfeuchte im Bad nicht - Im Winter bekommt man in Altbauten aber schon bei 50-55% Probleme. Glücklicher Weise ist die angesaugte Außenluft im Winter super trocken, so dass man dann den Sollwert auf 50% einstellen kann.

@Herr Müller:
Ja, es ist ein tolles Gerät. Aber gerade, weil es "einzigartig" ist, sollten Tipps der Nutzer zur Verbesserung umgesetzt werden. Es bleiben folgende Wünsche:
(a) Pausenzeit von 40min senken - oder alternativ Nachlaufzeit im Steuergerät ermöglichen
(b) Abgleich der Feuchtesensoren, so dass es nicht dazu kommen kann, dass diese bei gleicher Luft zu verschiedene absolute Feuchten liefern (und damit die Lüftung verhindert wird, weil es außen angeblich zu feucht ist)
Das könnte mann durch einmaliges Kalibrieren durch Null-Drücken realisieren, wenn Innen- und Außensensor lange genug im selben Raum waren.
(c) Anzeige, ob Kontakt zu Aktoren und Außensendern besteht.

@Herr Müller:
Gibt es schon eine Entscheidung bzgl. "neue Steuersoftware des gegebenen Gerätes VS. Entwicklung einer komplett neuen Luftentfeuchtersteuerung", denn inzwischen ist ja schon ein Jahr verstichen.

Mit freundlichem Gruß
OPXX
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Zu Luftentfeuchter FS20 HGS

von ELV - Technische Kundenbetreuung » 21.08.2012, 14:44 

Hallo OPXX,

auch hier noch eimal vielen Dank für Ihre ausführliche Zusammenfassung zu den Geräten.

Zu Ihren konkreten Fragen können wir folgenden Status mitteilen:

Es hat bereits parallel eine Leserumfrage in unserem Technik-Forum stattgefunden, die nun Ende Juli beendet wurde. Derzeit werden die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse aufgearbeitet.

Nach Abschluss der Konzept- und Planungsphase wird Herr Wiemken im o.g. Thread noch einmal eine offizielle Rückmeldung mit Aussicht auf die Zukunft der FS20 LES geben.

Ihre untenstehenden Anregungen werden wir gerne noch zur Leserumfrage nachreichen.

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AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS/LES

von Cuore08 » 21.08.2012, 20:09 geändert am 21.08.2012 21:39

Hallo OPXX,
die Lösung des Hauptproblems, die 40min-Pausenzeit mit einem Nachlaufrelais zu überbrücken ist m.E. keine befriedigende Lösung. Das Steuergerät soll bei bestimmten einstellbaren Feuchte-Schaltschwellen den Lüfter/Entfeuchter zu bzw. wieder abschalten. Diese Steuerfunktion ist während der 40min-Pausenzeit nicht möglich, auch nicht mit dem Nachlaufrelais, nur dass dann der Lüfter die 40min eingeschaltet bleibt, auch wenn bereits vorher die untere Schaltschwelle erreicht wurde.
Der HGS ist dazu durchaus eine Alternative, weil er diese unsinnige Pausenzeit nicht hat.
Bei der Badlüftung ist eine Steuerung durch Vergleich der Außen- und Innenfeuchte Unsinn, weil kein Mensch die Außenluft mit einem Ventilator direkt ins Bad bläst (man stelle sich das im Winter vor!), sondern es wird abgesaugt.
Diese Absaugung erfolgt unabhängig von der Außenfeuchte immer beim bzw. nach dem Duschen im Sommer wie im Winter. Damit senkt man die Badfeuchtigkeit deutlich ab, was sogar an den beschlagenen Spiegel sichtbar ist. Einige Minuten (je nach Lüftergröße) nach dem Einschalten des Lüfters wird der Spiegel wieder beschlagfrei, auch wenn es draußen regnet!
Die durch Ritzen und Öffnungen in das Haus/Wohnung hineindiffundierende Außenluft wird vermischt und erwärmt, damit fällt die relative Feuchte , wenn sie das Bad erreicht so weit ab, dass der gewünschte Effekt der Feuchtigkeitsabsenkung erfüllt wird (Spiegeleffekt!).
Es genügt also eine Ein- und Abschaltschwelle für die Feuchte im Bad-Inneren für die Steuerung des Lüfters einzustellen.
Verbessern läßt sich das lediglich zum Einen durch Abgleich der Sensoren und durch Taupunktmessung an der kritischsten Stelle (Kältebrücke) und Auswertung zur Lüftersteuerung. Das wurde bereits in der genannten Leserumfrage (s. Link von Herrn Sandhorst) diskutiert.
Im Keller liegen dagegen völlig andere Verhältnisse vor und damit auch andere Maßnahmen zur Entfeuchtung und dessen Steuerung. Im Sommer darf keine Feuchtigkeit enthaltende Warmluft von außen herein, also Fenster geschlossen halten und wenn trotzdem die Wände feucht bleiben (schlechte Mauerwerkisolation), dann hilft nur ein Entfeuchter, der die Steuerung bereits integriert hat, z.B. den genannten WDH-520HB von Aktobis.
Im Winter Temperatur überwachtes Lüften wegen Frostschutz der Leitungen. Hier kann man Außen- und Innentemperatur vergleichen und den "sanft" hineinblasenden Lüfter zuschalten, wenn die Außentemperatur niedriger ist, weil bekanntlich kalte Luft weniger Feuchte aufnehmen kann. Das ist eine sehr wirksame Methode zur Trocknung, allerdings mit Rücksicht auf den genannten Frostschutz für den Keller.
Das wären meine Erfahrungen aus der Praxis der Entfeuchtung. Zu den Feuchteproblemen in Wintergärten/Gewächshäusern siehe den Thread zur Leserumfrage.
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AW: AW: Zu Luftentfeuchter FS20 HGS/LES

von Cuore08 » 22.08.2012, 11:51 geändert am 22.08.2012 12:51

Hallo OPXX, ich ergänze:
Noch ein wichtiges Argument spricht gegen das 40min-Nachlaufrelais. In der Heizperiode wird mit der Feuchtigkeit auch jede Menge Wärme abgesaugt, gerade im warmen Bad ein teurer Heizenergieverlust, der nur mit Wärmerückgewinnung verhindert werden kann.
Aus diesen wärmeenergetischen Gründen spricht alles dafür, nicht auf "Verdacht" zu entlüften (bei 75% ein, bei 50 oder 60% aus), sondern zielgerichtet nur so lange, wie es nötig ist, um Kondensatbildung zu verhindern, d.h. damit Schimmelbildung, denn darum geht es ja. Das kann nur eine Taupunktbestimmung an dem schimmelgefährdeten Ort leisten, die zwar der LES besitzt, aber durch die 40min-Pause nur eingeschränkt oder gar nicht wirksam werden kann. Außerdem ist durch die nur Temperaturmessung mit S300IA an der kritischsten Stelle auch die Genauigkeit und die Geschwindigkeit der Taupunktbestimmung eingeschränkt.
Das alles zu verbessern wurde in der Meinungsumfrage diskutiert und die Vorschläge von der Entwicklung dankbar aufgenommen. Ein "Schönreden" des bisherigen Standes nützt da niemanden.
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von OPXX » 25.08.2012, 09:38 

Hallo,
Danke für Eure Kommentare. Hier meine Kommentare dazu:

(1) von der Umfrage wußte ich nichts.

(2) >>die Lösung des Hauptproblems, die 40min-Pausenzeit mit einem Nachlaufrelais zu überbrücken ist m.E. keine befriedigende Lösung.<<
RICHTIG, das sollte auch nur ein workaround für bestehende Anlagen sein!!

(3) >>Der HGS ist dazu durchaus eine Alternative, weil er diese unsinnige Pausenzeit nicht hat.<<
Super, das wußte ich nicht

(4) >>Bei der Badlüftung ist eine Steuerung durch Vergleich der Außen- und Innenfeuchte Unsinn, weil kein Mensch die Außenluft mit einem Ventilator direkt ins Bad bläst<<
NEIN, hier stimme ich nicht zu. Die ausgeblasene Luft muss irgendwo in die Wohnung nachströmen. Der Vergleich macht Sinn, sonst zieht man sich woanders feuchte Luft in die Wohnung. Dass das Bad dennoch trocknet, liegt daran, dass die anfangs trockene Luft aus der Wohnung ins Bad kommt und dieses trocknet. Bei warmem Regen wird die übrge Wohnung aber dann feucht :-(

(5) >>Ein "Schönreden" des bisherigen Standes nützt da niemanden.<< Das war nicht die Absicht, denn den Thread kannte ich nicht (wo ist er?). Mein Ziel war es ein einfachen Workaround anzubieten. Klar, dass Ursachenbeseitigung im LES besser ist :-))

(6) >>Noch ein wichtiges Argument spricht gegen das 40min-Nachlaufrelais. In der Heizperiode wird mit der Feuchtigkeit auch jede Menge Wärme abgesaugt, gerade im warmen Bad ein teurer Heizenergieverlust, der nur mit Wärmerückgewinnung verhindert werden kann.<< Das stimmt prinzipiell. Bei Mietwohnungen, wo spezielle Mieter generell auch andere Zimmer schlecht lüften, hätte der Nachlauf aber den Vorteil, dass auch diese Zimmer mit dem Badlüfter gleich ordentlich mitgelüftet werden :-)) **schönreden**
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von Theoretiker » 26.08.2012, 09:36 

Hallo,

Ihrer Antwort zu (4) kann ich absolut nicht zustimmen. In den anderen Räumen habe ich ja kein Kondesationsproblem wie im Bad. Ich erhöhe zwar die Luftfuchtigkeit, aber genauso wie wenn ich diese Räume mit dem Fenster belüften würde. Und dann beträgt die Luftfeuchtigkeit maximal 100% und die Wandtemperatur sollte über der Außentemperatur liegen, also keine Kondensation. Außerdem vetreilt sich die Zuluft relativ gleichmäßig über viele Räume, sodaß jeder Raum einfach nur die Freude eines leichten Lüftens bekommt. Bei mir ist das gewollt!! Und wenn ich im Bad 5 Luftaustausche in einen Lüftungszyklus habe und das Bad 10% der Wohnfläche ausmacht, habe ich maximal 0,5 Luftaustasche. Das ist eigentlich noch viel zu wenig für ein vernünfiges Lüften.

Und zu (6) Ich will mein Bad so lange lüften, bis die Feuchtigkeit im akzeptablen Bereich liegt (der ja einstellbar ist). Etwas Wäremverlust muß einfach sein, es geht um die Verhinderung von Schimmelbildung, das hat oberste Priorität. Wie ich in einem enderen Beitrag geschrieben habe, das Gerät scheint eine Lüftungsverhinderungssteuerung zu sein!
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von Cuore08 » 26.08.2012, 20:58 geändert am 26.08.2012 21:10

Hallo OPXX,
Du bist ein würdiger Diskussionspartnersmile, denn Du wirst nicht unsachlich, wenn man eine andere Meinung vertritt, wie ich das leider auch schon hier erleben durfte und - vor allem! - Du hast Humor.
Zu (4): Der Effekt des Hereinströmens von Außenluft durch die ganze Wohnung hatte ich bereits berücksichtigt. Das Hauptanliegen der Entfeuchtung ist Vermeidung von gesundheitsgefährdender Schimmelbildung. Im Sommer passiert in den Wohnräumen unter normalen Umständen (also ohne Hanfzucht!) nichts, weil auch bei hineindiffundierender feuchter Luft infolge Badabsaugung die Wandtemperaturen nicht die Taupunkttemperatur zur Kondensation erreichen. Ich sprach auch von Vermischung, so dass ich trotz starker mehrmaliger Badabsaugung noch nie in den Wohnräumen über 65% Feuchte gekommen bin. Im Winter besteht durch die kalten Außen-Wände Schimmelgefahr bei Erreichen des Taupunktes, - im Bad ohne Absaugung auf jeden Fall, wenn geduscht wird. Die übrige Wohnung ist nicht gefährdet, weil die durch Ritzen hereinströmende Kaltluft in der Heizperiode erwärmt wird und dabei die relative Feuchte abfällt, so dass es auch dabei nicht zur Kondensation an den kalten Außenwänden kommt. Es wird sogar von allen Schimmel-Sachverständigen eine Stoßlüftung im Winter zur Austrocknung "gepredigt".
Du konstruierst gedankliche Situationen, die ich zumindest mit meinen praktischen Erfahrungen nicht bestätigen kann. Ich überwache alle Räume bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit und kann deshalb sagen, Bad und Wintergarten sind diesbezüglich die kritischsten Bereiche, wo man unbedingt was tun sollte.
Die "moderne" Unsitte der Temperaturabsenkung auch am Tage während der Heizperiode befördert natürlich die Schimmelgefahr durch Auskühlung der Wände in den abgesenkten Räumen, während der propagierte Einspareffekt nicht meßbar sein dürfte.
Den Punkt (6) kann eigentlich nur ein Vermieter so schreiben, der die Heizkosten der "armen" Mieter nicht bezahlen muß.wink

@Theoretiker
Hallo, ich hätte zwar das Urteil über den LES nicht ganz so hart gefällt, aber im Prinzip kann ich Dir nicht widersprechen. Diese Steuerung könnte bestenfalls noch zur Kellerentfeuchtung verwendbar sein, aber nicht für den Wohnbereich und gleich gar nicht fürs Bad. Man stelle sich vor, wenn mehrere hintereinander duschen, da wäre ja ein Handschalter für den Lüfter zweckmäßiger, als diese "Pausenautomatik".
Ich warte hoffnungsvoll auf ein "vernünftiges" Nachfolgemodell zum LES, aber bei eQ3 scheinen die Mühlen sehr langsam zu mahlen.unhappy (s. Meinungsumfrage zu dieser Thematik).
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von Theoretiker » 26.08.2012, 22:14 

Nochmal an OPXX:

ich denke alle wären glücklich wenn der Messzyklus nicht alle 40 Minuten nur läuft sondern z.B. alle 5, sodaß bei feuchtem Bad sofort reagiert wird. Wenn die Pausenzeit nicht wegzubekommen ist, kann man das ja extern lösen. Obwohl ich nochmal betonen muß, verstehen tue ich sie nicht. Man leght einen Lüfter nach Luftaustauschen pro Stunde aus, und wenn er nur 40% läuft muß ich ihn 2,5 mal höher auslegen, also unnötig Geld ausgeben.
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