FHT8V immer über 28% offen

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FHT8V immer über 28% offen

von DrMabuse » 20.02.2013, 09:53 

Hallo,

ich habe etliche FHT8V in meinem Haus installiert und mir fällt bei einem auf, dass dieser ständig über 28% das Ventil offen hällt. IdR. ist es zu 30% und mehr geöffnet. Der Heizkörper ist aber währendessen kalt. Die dazugehörige Reglereinheit FHT80B ist auf Tag 19°C und Nacht auf 18°C eingestellt.

Ich habe bereits folgendes ohne Erfolg getestet:
- Ist genügend Wasser im Heizkörper: JA
- FHT8V neu eingestellt (wie beim Batteriewechsel): Ja
Es fährt aber sofort wieder auf 30%

Ist das ein normales Verhalten?
DrMabuse
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 22.02.2013, 08:01 

Hallo DrMabuse,

wenn bei 28% Ventilöffnung der Heizkörper kalt bleibt, stimmt vermutlich etwas mit dem hydraulischen Abgleich nicht. Ein richtig abgeglichener Heizkörper (Ventil) sollte sich bereits innerhalb der ersten 30% Ventilöffnung massiv erwärmen.

Dieser Beitrag könnte Ihnen evtl. weiterhelfen.

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von DrMabuse » 22.02.2013, 09:37 

Hallo Herr Sandhorst,

vielen Dank für das Feedback.
Was heist denn "Ein richtig abgeglichener Heizkörper (Ventil)..."?
Ich hatte die Batterien herausgenommen und dann wieder eingesetzt. Danach wurde ja das ventil wieder neu "abgeglichen".

Kann ich noch etwas anderes machen?
DrMabuse
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von ELV - Technische Kundenbetreuung » 22.02.2013, 11:55 

Hallo DrMabuse,

der hydraulische Abgleich hat zunächst nichts mit den Heizungsreglern zu tun, sondern betrifft direkt das Ventil. Der hydraulische Abgleich wird in der Regel beim Einbau der Heizkörper / Ventile gleich vom Heizungsbauer durchgeführt, so dass alle Heizkörper eine etwa gleichmäßige Wärmeentwicklung aufweisen.

Dieses scheint bei Ihnen nicht richtig durchgeführt worden zu sein, da nach eigener Aussage, bei knapp 30% Ventilöffnung noch keine Wärmeentwicklung am Heizkörper entsteht.

Sie können dieses ggf. selbst durch eine Stellschraube am Ventil beeinflussen oder sollten eine Heizungsfachkraft zu Rate ziehen.

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von Cuore08 » 27.02.2013, 20:55 

Hallo DrMabuse,
mit einem Doktortitel kann man heutzutage Ansehen, Amt, aber nicht die Pensionsansprüche verlieren!wink (Das war ein Spaß, - für Forenuser, die den Smiley nicht verstehen!)
Zur Sache:
Wer viel Geld und wenig Zeit hat, läßt den hydraulischen Abgleich vom Fachmann machen. Arme Schlucker mit viel Zeit können sich da auch selber helfen, - Sie (wegen dem Dr.!) müssen nur entscheiden, zu welcher Kategorie Sie gehören, dann könnte ich Ihnen unter gewissen Voraussetzungen (Technik) und bei Bedarf einige Tips dazu geben.
Einen schönen Abend!
Cuore08
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von DrMabuse » 27.02.2013, 22:52 

Hallo Cuore08,
wenn es bei dem Abgleich nur um den einen Heizkörper und nicht um die ganze Heizungsanlage geht, wäre ich bereit das zu machen. Bei allen anderen Heizkörper fährt das Ventil bei Wärmebedarf=0 in 0% Stellung.
Ich bin für jeden Tipp dankbar.
DrMabuse
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von Cuore08 » 01.03.2013, 21:38 

Hallo Doktor,
natürlich betrifft der hydraulische Abgleich (HA) immer die Gesamtanlage, aber es müßte erst mal herausgefunden werden, ob es überhaupt der HA ist, weil es noch mehr Ursachen für dieses Verhalten geben kann. Ich gehe bei einer bestehenden Anlage immer davon aus, dass es schon mal funktioniert hat und nicht der Projektant z.B. die Wärmeleistung des Heizkörpers (HK) in dem untergeheizten Raum (Kontrollraum=KR) falsch berechnet hat. Deshalb meine erste Frage:
1.Besteht das Problem erst mit dem Einsatz der elektronischen HK-Regler oder war das auch schon vorher?
2.Befindet sich der KR am Ende des Heizkreislaufes, also bezüglich der Heizrohrlänge am weitesten vom Wärmeerzeuger entfernt?
3.Läuft die Heizungspumpe immer?
4.Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Ventilen für den HA: Das kombinierte HK-Ventil und das getrennte, oft im Rücklaufausgang angeordnete T-Stück. Die Schlitzschraube zur Ventildrehung ist dabei hinter einer Schraubkappe verborgen.
Im ersteren Fall wird es schwierig, da jeder Hersteller eine andere Konstruktion hat, von der gesicherten Handbetätigung bis zur Einstellung mit einem Spezialschlüssel. Es soll auch noch Anlagen geben, da sind keine Ventile zum HA vorhanden. Da hilft nur aufwändige Nachrüstung. Wie ist das bei Dir? Die o.g. Kappe kannst Du abschrauben, da düfte nichts passieren, weil die Ventile dahinter dicht sein müßten.
5.In allen Räumen die Raumtemperaturen (nicht in HK-Nähe!) mit Thermometern ermitteln, die miteinander verglichen wurden.
Im KR den HK-Regler voll auf (ev. durch Abschrauben des Thermostaten) und alle Temperaturen nach Ausgleichszeit protokollieren, d.h. wenn sich nichts mehr ändert.

Bis hierher ist noch nicht an den HA-Ventilen gedreht worden, sondern diente nur zur Ermittlung des Istzustandes.
Viel Spaß, es kommt noch schlimmer!winkunhappy
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von DrMabuse » 02.03.2013, 15:27 

Hallo Cuore08,

da ich in meinen Unterlagen und auch an den Heizkörpern absolut keinen Hinweis zu HA-Ventile gefunden habe, habe ich kurzerhand meinen Heizungsfachmann angerufen und der meinte, dass sie vor 20 Jahren keine HA-Ventile verwendet haben. Ich gehe mal davon aus, dass das eine schlechte Nachricht war denn jetzt müsste ich aufwendig Nachrüsten. Soweit ich mich noch erinnern kann wurden damals auch keine aufwendigen Berechnungen gemacht. Die Heizkörper sind in Abhängigkeit von Raumgröße/Innenwand/Aussenwand/Bad berechnet worden. Alle Heizkörper im Haus können jeden raum richtig gut aufheizen - von daher ist das schon einmal gut.
Der betroffene Heizkörper ist der letzte im Strang und ist an einer Aussenwand im Bad angebracht. Da wird tagsüber ständig das Fenster zum lüften auf und zu gemacht. Der betroffene FHT80B ist mit einem Türfensterkontakt verbunden, der den Heizkörper sofort beim öffnen des Fensters runterregelt. Könnte das evtl. in der FHT-Logik der Grund für die 30% sein?
DrMabuse
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von Cuore08 » 02.03.2013, 21:28 

Hallo Doktor,
wenn der Bad-Heizkörper der letzte im Strang ist, dann bekommt er zu wenig Wärmestrom, weil alle vor ihm liegenden HKs Wärme verbrauchen und die Vorlauftemperatur beim letzten zu niedrig ist. Das könnte die Ventilstellung erklären. Durch Drosselung der davor liegenden HK durch den HA würde der Fließdruck im Bad-HK erhöht, geht aber nicht wegen fehlender HA-Ventile. Da könnte man nur noch den Massestrom durch höhere Pumpenleistung erhöhen, falls da eine Pumpe drin ist mit Umschaltmöglichkeit. Ich gehe davon aus, dass die Pumpe dauernd läuft. Wenn da eine witterungsgeführte Vorlauftemperatur-Regelung drin wäre, könnte man auch die Vorlauftemperatur erhöhen.
Was ich von dem Fensterkontakt halte, habe ich hier beschrieben, also außer Betrieb setzen und die Fensteröffner unter Strafandrohung auf Stoßlüften "dressieren"!wink
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von Cuore08 » 06.03.2013, 21:09 

Hallo Doktor,
es handelt sich in diesem Thread nach meinem Verständnis um ein Problem einer offensichtlichen Unterheizung im Bad, obwohl das Ventil zu 28% geöffnet ist. Zur Lösung dieses Problems habe ich Dir mehrere Vorschläge unterbreitet, die aus Deiner Sicht nicht gangbar waren.
In einem unterheiztem Raum auch noch während des Stoßlüftens das Regelventil zu schließen, wäre nach meiner Begründung im angegebenen Link nicht sinnvoll. Wenn also eine Stoßlüftungszeit von 5-10 Minuten eingehalten werden kann, dann braucht man den Tür-/Fensterkontakt nicht, andernfalls natürlich. So war das von mir genannte "außer Betrieb setzen" zu verstehen, also nur mit "Strafandrohung".wink
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von DrMabuse » 07.03.2013, 09:51 

Hallo Cuore08,

ich bin Dir für jeden Tipp/Hinweis dankbar.
In meiner Umgebung muß ich aber einen Kompromiss schließen. Dabei werden beim Stosslüften für diese Zeit die Ventile zugemacht. Vorher, d.h. ohne die FHT80Bs, ging es ja auch ;-)
Mir stellt sich die Frage ob ich wegen dem einen Heizkörper im Bad tatsächlich die ganze Heizungsanlage auf den Kopf stelle und evtl. rießige Summen für den Heizungsbauer ausgebe. Das ganze sollte sich natürlich auch rechnen.
Danke noch einmal fürDeine Unterstützung. Habe dadurch wieder viel dazu gelernt smile
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von Cuore08 » 10.03.2013, 21:42 

Hallo Doktor,
es freut mich natürlich, wenn ich noch etwas erlernbares Gedankengut verbreiten konnte. Dass Du meine Vorschläge zur Lösung des Bad-Problems nicht anwenden kannst, dafür habe ich volles Verständnis, denn auch ich muß rechnen. Vielleicht kannst Du dieses Problem mit einem elektrischen Zusatzheizkörper mit eingebautem Thermostat lösen, der nur bei Bad-Benutzung eingeschaltet wird und zugleich als Handtuchtrockner ausgebildet sein kann. Die sind sehr schnell hochgeheizt und verbreiten dann eine angenehme Strahlungswärme.
Wenn eine Heizanlage mindestens 20 Jahre alt ist, dann sollte man mal eine Modernisierung einplanen. Ich habe das vor 13 Jahren mit einer niedertemperatur Brennwert-Anlage gemacht und mußte deshalb einen Kredit nehmen. Das hat sich gerechnet, denn der Kredit ist abgezahlt und ich habe viel an Heizkosten gespart, wenn ich das mit anderen älteren Anlagen vergleiche.
Zwei Dinge werden in fast 80% der bestehenden Anlagen falsch gemacht: Die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt und der Heizkessel überdimensioniert. Das von den sog. Fachleuten mit der blöden Ausrede, man brauchte Reserven. Beides sind Heizenergie-Fresser und kosten richtig Geld, nicht nur bei der Anschaffung, sondern immer! Das nur noch aus meinen Erfahrungen mit Heizanlagen und da konnte ich nur denen bezüglich Vorlauftemperatur helfen, die eine witterungsgeführte Vorlauftemperatur-Regelung besitzen, - sehr wichtig!
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