Fahrrad-Lademodul FLM 500

zur Übersicht9 Beiträge Thema abonnieren Neue Antwort
Anzeigen  Sortieren 

Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 29.08.2014, 10:42 

Hallo,

liebe Konstrukteure, mal wieder eine Glanzleistung. Sorry dass ich dauernd meckere, aber langsam habe ich echt genug. Das Modul ist ja ein nettes Ding, nur leider mal wieder praxisuntauglich in der vorgesehen Form.

1: Die Befestigungsmutter kann man nur mit einer Pinzette "anziehen". Also nicht wirklich fest. Da muss Klebstoff nachhelfen.

2: Der 3er-Anschlussblock sitzt voll im Weg des Kabeleingangs. Geht also kein isoliertes 3-adriges Kabel rein. Einzeladern wären nicht wasserdicht. Die Empfehlung ihn andersrum einzubauen ist auch nicht brauchbar. Dann sitzt die Mutter genau vor einer Anschlussöffnung. Das war ein Mordsgefummel in der Garage beim Anschliessen. Ich habe es aufgeben und die 3er-Buchse entfernt und ein Kabel direkt verlötet. Es ist genug Platz da um die Bauteile besser zu platzieren! Der Anschlussblock hätte sicher um 90 Grad gedreht neben den Schalter gepasst.


3: Die Ausgangsspannung ist nur 4,75 Volt. Bei externer Netzteilspeisung mit ca. 6 bis 10 Volt. Stabil, aber zu wenig. Mein Smartphone braucht bei so niediger Spannung zum Laden etwa 3 mal solange wie mit 5,1 Volt. Das habe ich aus anderen Gründen mal verfolgt.

Das Modul kann mir wohl nur beim längeren Radeln mit Navi die Entladung verhindern oder verlangsamen.
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014

AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 02.09.2014, 10:38 

Noch zwei Vorschläge: (nachdem ich das Teil eben am Fahrrad montiert habe).

1: Mit nur einem Kabelbinder an dieser Schelle in der Mitte ist das nicht fest am Rahmen zu bekommen. Da sollten zukünftig 2 solcher Kabelbinderlaschen in passendem Abstand dran sein.

2: Ohne Bedruckung wäre das sinnvoller! Das sieht ersten ziemlich unschön aus wenn da 2 Seiten so massiv bedruckt sind und verleitet zweitens vielleicht irgendwelche Leute, sich das Ding einfach abzuschneiden. Man muss ja nicht unbeding solche Leute auf so was aufmerksam machen. Ich werde mir zur "Irreführung" irgend ein passendes Alarmsymbol draufkleben. Das schreckt dann vielleicht eher ab als das es zum Abschneiden animiert.
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014

AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von Sheldon_C » 03.09.2014, 07:51 

Hallo Gerud,

den Anschlussblock für die drei Leitungen zu entfernen und diese dann einfach direkt anzulöten ist definitiv die bessere Lösung.
Vielen Dank für die dafür erstellten Bilder zur Veranschaulichung.

Deine Kritik an die Bedruckung wird leider nicht viel bringen, ein Typenschild wird gesetzlich vorgeschrieben und einen Namen benötigt wohl jedes "Kind", aber das mit dem Alarmsymbol als Abschreckung finde ich klasse!!

Mit den 4,75 V liegt die Ausgangsspannung innerhalb der vorgegebenen USB-Grenzen. Das Dein Smartphone etwa dreimal länger braucht bei 4,75 V als bei 5,1 V, liegt dann wohl eher an der Ladetechnik des Smartphones.

Sheldon
Sheldon_C
Beiträge: 238
Registriert
13.09.2011
Ich bin nicht verrückt… Meine Mutter hat mich testen lassen. (Sheldon Cooper)

AW: AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 03.09.2014, 08:33 

Die "Kabeldirektlötung" ist hier wohl die sinnvollste Alternative. Allerdings muss man aufpassen, die LED nicht zu verdecken wie auf meinem Foto. Aber eigentlich ist die sowieso ein Witz. Bei Tag sieht man das Glimmen kaum bzw. nur mit Abdeckung des Tageslichts per Hand. Einfach viel zu schwach bemessen! Oder der Lichtleiter taugt nichts.

Das mit der Bedruckung ist verständlich. Aber vielleicht kann ELV so ein Gehäuse separat auch ohne Bedruckung liefern? Ich habe kurzerhand alles mit einer Rasierklinge abgeschabt und mit feinem Schleifpapier nass nachbearbeitet. Ging ganz gut ohne nennenswerte Verschandelung. Genau genommen fällt das nur auf, wenn man es weiß. Anderen Bastlern empfehle ich eine einfach Sprühdosenüberlackierung in gewünschter Farbe passend zum Fahrrad vor dem Zusammenbau.

Und wie schon gesagt wäre es besser 2 Kabelbinderlaschen zu haben.

Dass die Ladespannung innerhalb der USB-Spec liegt mag sein. Sie ist aber halt doch zu niedrig für ein schnelles Laden. Das hat gar nichts mit meinem Gerät (Handy) selbst zu tun. Das gleiche Problem existiert, wenn ich (m)ein Powerpack laden will.

Ohne ausreichende Spannungsdifferenz kann kein nennenswerter Strom fließen! Es wäre also sinnvoll, die Spannung ans obere Ende der Spec zu bringen. Mit diesem Problem der verschiedensten Lader und Geräte schlage ich mich schon lange rum. Viele USB-Lader für die Steckdose oder Auto etc. liefern nur Spannungen im unteren Bereich der Spec. Und dementsprechend länger dauert eine Ladung. Egal bei welchem angeschlossenen Gerät. Die Zeitunterschiede sind echt teilweise krass gegenüber Ladern mit höherer Spannung. Mit meinem bisherigen Autolader verhindere ich bei Navibetrieb und hellem Display gerade mal die Entladung. Aber eine Erhöhung der Ladung bekomme ich kaum hin.

Den ersten längeren Fahrtest hat mein kleiner USB-Lader nun auch hinter sich. Fazit: Ladung soweit ok. Ohne extra Powerpack als Puffer kann ich das aber nicht oder kaum nutzen. Zumindest nicht in der Stadt, wo man alle paar Meter stehen bleiben muss. Da schaltet mir das Handy wegen Wegfall der Spannung jedes Mal in den Stand-by-Modus und ich muss es dann erst wieder "wecken". Ok - das kann ich wohl irgendwo abschalten.
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014

AW: AW: AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 10.09.2014, 09:13 

Erfahrungsbericht, Vorschläge und Wünsche

So, nachdem ich nun eine mehrtägige Radtour mit Smartphone-Navi hinter mir habe, mal meine gesammelten Punkte.

1: Wie schon gesagt, ist die Befestigung mit nur einem Kabelbinder mittig über diesen Kabelbinderhalter nicht praxistauglich. Bereits am 2. Tag hatte sich durch dauerndes Berühren und leichtem Anstoßen, was sich beim Fahrradfahren und mit Gepäck ja nie ganz vermeiden lässt, der Kabelbinder soweit gelöst bzw. nachgegeben, dass das Teil meist sehr "windschief" am Rohr hing. Das sieht echt bescheuert und murksig aus. Nur gut, das der ELV-Schriftzug jetzt weg ist <g> - das wäre eine negative Reklame.

2: Die Verschraubung hatte sich auch gelöst. Kunststoff gibt in der Sonne halt schnell nach. Das mit dem Kabelbinderhalter ist so also insgesamt keine brauchbare Lösung.

3: Der Anschluss per USB-Buchse/Stecker ist nicht fahrradtauglich! Entweder fällt der Stecker raus oder man bricht ihn leicht aus Versehen ab. Ich werde die Buchse auslöten und ein entsprechendes Stück eines USB-Verlängerungskabels anlöten. Mit etwa 20 cm Länge und dieses dann mit Kabelbinder am Rahmen/Lenker festmachen. Den Schalter werde ich auch totlegen. Mein Licht schaltet sich selbst durch Sensor bei Bedarf ein und kann ruhig parallel zum Laden dran sein.

4: Zur Stromerei: Wie schon vorher geschrieben, liefert das Modul <= 4,8 Volt. Also eher bei 4,7x V. Das mag gemäß den USB-Specs zum Betrieb eines Gerätes reichen. Zum brauchbaren Laden ist es definitiv deutlich zu wenig. Da MUSS die Spec nach oben ausgereizt werden.

Um sicher zu gehen und das dauernde Wechseln des Phones in den Standbymode an jeder Ampel oder sonstigen Halt und somit Wegfall der Ladespannung zu vermeiden, habe ich anfangs als Puffer ein USB-Powerpack zwischen Lader und Phone geschaltet. Dieses Pack mit 5000mAh hätte eigentlich locker für den ganzen Tag allein gereicht. So bei früheren Fahrten. Der USB-Lader sollte das eigentlich immer nur nachladen damit die Nachtladung im Hotel schneller geht. Da hat mir öfters früher die Steckdosenzeit nicht gereicht.

So weit - so gut. Etwa 6 Stunden alles OK

Dann ist nach einer Kaffeepause mein Powerpack abgeraucht. Es verabschiedete sich mit deutlichem Gestank und Totalausfall. Ich werde wohl nie erfahren, wer das warum gekillt hat. Wobei, wie ich jetzt nach dem Öffnen festgestellt habe, der Akku fast voll. Auf der Platine ist ein Teil verbrannt.

Also Weiterfahrt mit dem Phone direkt am USB-Modul. Mit dem Effekt, dass es bei jedem Halt erst mal auf Standby umschaltet. Damit konnte ich leben. Aber mit Schrecken beobachtete ich den Ladezustand. Der verringerte sich doch trotz immer wieder vorhandener Pufferung deutlich. Ich hatte erwartet und gehofft dass mit dem USB-Modul ein einigermaßener Ausgleich erfolgt. Er hat aber mit immer wieder selbsttätigem oder absichtlichem Abschalten des Phones gerade mal so bis zum Feierabend gehalten. Ohne USB-Modul wäre halt vorher schon Schluss gewesen. Der jeweils halbe nächste und übernächste Tag war ein dauerndes Ein-/Aus-Geschalte um bei jeder erdenklichen Möglichkeit Strom zu sparen. So z.B. auf längeren ausgeschilderten Radwegen ohne Abbiegungen. Ich habe beide Tage geschafft. Was ohne das Modul nicht gegangen wäre. Aber es war extrem nervig. Mit Powerpack hätte ich mir stundenlange Nerverei gespart!

Mein Phone braucht, so wie es jetzt mal nachgemessen habe, im Navibetrieb mit hellem Display ca. 400 bis 450 mA. Wenn es vollgeladen ist. Da kann der USB-Lader also nie wirklich laden, sondern nur die Entladung etwas verzögern. Was ja auch mit Mühe und Not gerade mal so funktioniert hat. Bloß möchte ich sowas nicht noch mal mit machen.

Einen Versuch gebe ich dem Teil noch: "Spannungserhöhung"

Kann mir jemand sagen welchen Widerstand ich wie ändern muss um auf 5,1 bis 5,2 Volt zu kommen? Einen (SMD-)Widerstand huckepack rein zu löten traue ich mir zu. Ansonsten will ich mit SMD-Löterei nichts am Hut haben.

Und wenn das dann nicht besser klappt, kaufe ich mir wieder ein Powerpack. Das kostet halb so viel wie der USB-Lader und hält locker 2 Tage.

Insgesamt bin ich von dem Teil sehr enttäuscht. Mein früherer Lader aus einem anderen Projekt (C't - Strom am Fahrrad?) hat ein 4,8V-NiCd-Pack so gut geladen, dass damit ein dauernder Navi-Betrieb am Fahrrad möglich war. Nur waren das Gerät und der Akku viel zu groß und unpraktisch.
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014

AW: AW: AW: AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von Sheldon_C » 10.09.2014, 10:38 

Hallo Gerud,

damit die Spannung am Ausgang des FLM500 größer wird, muss der Gesammtwiderstand aus der Parallelschaltung von R6||R7 vergrößert werden. Du kannst hierzu am besten den Widerstand R6 vergrößern, da dieser in der Parallelschaltung einen "geringeren" Einfluss hat und somit ein besserer Feinabgleich möglich ist.

Anstatt den vorhandenen 240 kOhm kannst Du ja mal 390 kOhm oder 470 kOhm einlöten, dies sollte schon etwas bringen.

Gruß Sheldon
Sheldon_C
Beiträge: 238
Registriert
13.09.2011
Ich bin nicht verrückt… Meine Mutter hat mich testen lassen. (Sheldon Cooper)
Dieser Beitrag wurde von 1 Foren-Nutzern als besonders hilfreich ausgezeichnet.

AW: AW: AW: AW: AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 10.09.2014, 12:02 

Danke für den Tip. Aber ich möchte ungern was von den SMDs auslöten. Dazu fehlt mir der passende Lötkolben.

Es müsste doch auch gehen etwas Huckepack auf den R11 oder an die entsprechende Leiterbahn zu löten und den Wert damit etwas zu verkleinern. Ich werde mal etwas rechnen. Mehr als kaputt gehen kann ja nichts <g>
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014

AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von ModellB » 16.03.2017, 18:50 

Hallo, ich habe das FLM500 auch schon einige Jahre im Einsatz und mich immer wieder gewundert warum es manchmal den Akku meines Handy aufladen kann und machmal nicht. Ich hab mir jetzt ein USB U/I Messgeräte gekauft und dazwischen geschaltet. Das mit den 4.75V kann ich bestätigen, mein Galaxy S5Mini kommt aber damit klar und es fließen bis zu 500mA hinein. Womit mein Handy nicht klarkommt ist der "sanfte" Spannungsanstieg beim losfahren. Das Handy zeigt zwar an dass es lädt, es fliessen aber nur einige mA in den Akku. Wenn ich dann den Schalter am FLM500 einmal kurz umschalte beginnen sofort ca. 500mA zu fließen. Das ist für den Stadtverkehr sehr unpraktisch, auf einer längeren Tour ohne Anhalten reicht es aber den Akku zu laden (wenn nicht zu viele Apps laufen).
Grüße, Bernd
ModellB
Beiträge: 3
Registriert
14.12.2013

AW: AW: Fahrrad-Lademodul FLM 500

von gerud » 16.03.2017, 20:40 

Das komische Ladeverhalten habe ich auch beobachtet. Das Handy mag es nicht, wenn die Ladespannung unkontrolliert rumzappelt. Zeigt zwar oft "Laden" an. Lädt aber nicht. Deswegen hatte ich das Powerpack als Puffer dazwischen geschaltet, so dass dass das Handy immer am Saft hängt. Dann ist mir nach einigen Stunden Nutzung das Powerpack abgeraucht. Nachdem damit der zweite Versuch mit "Strom am Fahrrad" in die Hose ging, habe ich es aufgegeben mit sowas zu experimentieren. Der erste Versuch war ein Bastelvorschlag mit Platine. Inwischen sind die Module entsorgt. Habe so zusammen ca. 100 EUR in den Sand gesetzt. Und ich nutze nun ein 15.000er Powerpack. Das reicht zwei Tage bei meinen Radtouren. Aber ich lade ja eh jede Nacht beim Übernachten. Also keinerlei Stromprobleme mehr. Und das für ca. 15 EUR. Momentan bastle ich am E-Bike. Da kommt ein DC-DC Wandler auf 5Volt an den Fahrakku. Und eine wasserdichte (Motorrad-) USB-"Steckdose" an den Lenker. So kann ich 2-gleisig fahren. Powerpack oder Fahrradakku als Energiequelle.
gerud
Beiträge: 27
Registriert
20.06.2014
Anzeigen  Sortieren 
zur Übersicht9 Beiträge Neue Antwort