ELV Video-Digitalisierer VD50, Bild/Ton asynchron

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Dieser Beitrag bezieht sich auf das folgende Produkt: ELV Video-Digitalisierer VD50, Stand-alone-Betrieb (ohne PC), speichert direkt auf microSD, inkl. Videoschnitt-Software

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ELV Video-Digitalisierer VD50, Bild/Ton asynchron

von elvthg » 22.12.2017, 14:02 

Moin, moin allerseits,

ich habe obiges Gerät nun einige Wochen im Einsatz, um alte VHS-Kassetten zu digitalisieren.

Im Prinzip funktioniert das ganz gut, Band laufen lassen, Knöpfchen drücken und es wird auf der SD-Karte aufgezeichnet.

Das erzeugte AVI-Format machte ursprünglich Probleme, weil viele Video-Anwendungen es nicht erkennen konnten, ffmpeg und avidemux brachen bei der Bearbeitung ab, Adobe Premiere Express 11, zeigte nur schwarz.

Mit der scriptgesteuerten Neu-Konvertierung in MP4 mit dem VLC-Player konnte ich dieses Problem zufriedenstellend lösen.


Nun ist mir jedoch ein sehr viel relevanteres Problem aufgefallen, Bild und Ton laufen "auseinander", bis ca. 15-30 Minuten fällt das noch nicht wirklich auf, bei z.B. 1h20 liegt die Asynchronität jedoch bereits bei etwa 0,6 Sekunden, was das Ergebnis unbrauchbar macht.

Als SD-Karte nutze ich eine Intenso 16 GB Class 10 "up to 90 MB/s", welche schnell genug sein sollte.

Leider konnte mir der ELV-Support keine zufriedenstellende Lösung nennen, daher nochmal hier im Forum!

Wie kann ich das für bereit digitalisierte Videos korrigieren, mir bekannte Parameter für z.B. ffmpeg erlauben nur das Verzögern der gesamten Tonspur um eine gewisse Zeit, hier ist es jedoch nötig, die Tonspur linear zur Laufzeit des Videos immer länger zu verzögern.

Zu Beginn also gar nicht, nach 30 Minuten z.B. um 0,25 Sekunden, nach einer Stunde um 0,5 Sekunden usw.

Ich könnte die Videos vermutlich in einen Video-Editor laden, Bild- und Tonspur trennen, die Tonspur "dehnen" und dann beides wieder zusammenfügen.

Abgesehen davon, das das aufwändig ist und mein z.Z genutztes Premiere Express 11 die generierten MP4s nicht korrekt lesen kann, würde ich das ganze nach Möglichkeit gerne mit (linuxbasierten) Kommandozeilen-Tools realisiert, um alle bisher digitalisierten Videos automatisch zu korrigieren.

Irgendwelche Ideen dazu?

Vielen Dank,

elvthg
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Viele Grüße, elvthg

AW: ELV Video-Digitalisierer VD50, Bild/Ton asynchron

von k.brueser » 22.12.2017, 20:48 

Ist die Verschiebung direkt nach der Aufnahme oder erst nach dem Konvertieren? Versuche mal die Konvertierung mit DivX. Damit kann man verschiedene Formate einstellen und funktioniert sehr gut.

Gruß
k.brueser
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AW: ELV Video-Digitalisierer VD50, Bild/Ton asynchron

von elvthg » 22.12.2017, 21:12 

Hallo,

nein, das der Ton dem Bild vorauseilt ist bereits im Original-AVI von der SD-Karte so, sprich das passiert bereits bei der Aufnahme.

Und lt. dem ELV-Support kann das sowohl beim VD50, als auch bei VD100 passieren, wenn die Videos länger sind. Da scheint die Hardware für die Video-Konvertierung einen Tick zu langsam zu sein :-(

Einzige Lösung scheint bislang zu sein, die Aufnahme in, z.B. 30 min Schnipsel aufzuteilen, die Asynchronität liegt da noch unter geschätzten 200ms und stört noch nicht, und dann wieder zusammen zu fügen.

Weil ich aber schon zig Stunden digitalisiert habe, ist das für mich weniger eine Option, weil ich dass dann alles nochmal machen darf.

Daher suche ich noch eine Lösung für die Kommandozeile, vornehmlich Linux, MacOS ginge auch.

Vielen Dank,
elvthg
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AW: AW: ELV Video-Digitalisierer VD50, Bild/Ton asynchron

von elvthg » 26.12.2017, 02:49 geändert am 26.12.2017 02:50

Moin und noch schöne Weihnachten und so :-)

Für mein "Problem" habe ich noch (gerade so rechtzeitig) eine Lösung gefunden, zwar aufwändig, weil jedoch Script-basiert nicht weiter schlimm.

Um aus dem verkorksten AVI-File, was der VD50 produziert, etwas brauchbares zu machen, hatte ich dieses sowieso bisher schon mit VLC neu kodiert.

Nun bin ich einen Schritt weiter gegangen und habe die Bild- und Tonspur mit VLC getrennt, letztere speichere ich unkomprimiert als WAV ab.

Damit kann ich nur die Tonspur minimal beschleunigen oder verlangsamen, sodass beides auch am Ende des Videos noch synchron ist. Das erledige ich mit SoX.

Zum Abschluss füge ich die beiden Spuren wieder mit AviDemux3_Cli zusammen, wobei ich die Bildspur nur kopiere und die Tonspur von WAV in AAC konvertiere. In einem letzten Schritt schneide ich das Video unter Angabe von Anfangs- und Endzeit dann noch automatisch zu und speichere es als MP4V2.

Hat mich ziemlich viel Zeit gekostet die "passenden" Programme, die nötigen Parameter und vor allem die Kombination von allem zu finden, wenn ich Zeit habe, schreibe ich das hier nochmal etwas genauer rein.

Besser wäre natürlich, wenn die ELV-Video-Digitalisierer ordentlich funktionieren würden!

Die Idee ist Klasse, die Umsetzung leider mittelmäßig - ein etwas schnellerer Prozessor und ein vernünftiger H264-Kodierer der das in einen brauchbaren Kontainer packt, wären echt Gold wert!

elvthg
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