Effektives Vorgehen

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Effektives Vorgehen

von NormallyClosed » 12.05.2012, 19:32 

Nach dem Wechsel des Kabel TV-Netzanbieters habe ich unzureichendes Signal an meiner Antennensteckdose (innerhalb der kompletten Sender Palette ) . Da sich niemand zuständig fühlt,hat die BNA gemessen und kann dies bestätigen.Im Hausübergabekasten sind die Signale o.k., nur bei drei Nutzern (leider ich dabei) liegen sehr schlechte Signale vor. Da etwa 30 Koaxialkabel ins Haus gehen, wie finde ich effektiv mein ganz persönliches Antennen-Kabel?

Habe keinen Signalverfolger nur DigitalUniversal Meßgerät.

Die Theorie bestimmt was man sieht!(A.E.)

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von Cuore08 » 12.05.2012, 20:10 

Hallo NormallyClosed,
wo gehen denn die 30 Kabel hin, da muß doch eine Verteilung sein und zwar IM Haus?
Normalerweise ist doch der Vermieter für solche Probleme mit der TV-Anlage zuständig, der eine Firma mit der Prüfung an DEINER Anschlußdose in der Wohnung beauftragen muß, denn auch wenn ich Dir einen Rat geben würde, an die Kabelverteilung darfst Du als Mieter nicht ran und sollte auch verschlossen sein. Auf jeden Fall hast Du Anspruch auf eine normgerechte Signalstärke und zwar unabhängig davon, bei welchem Anbieter Du bist, d.h. das Haus ist, denn bei einer Gemeinschaftsanlage sind unterschiedliche Anbieter nicht möglich.
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von NormallyClosed » 21.05.2012, 14:10 

Ich war in Urlaub, daher melde ich mich erst jetzt. Ich versuche im Folgenden, des logischen Verständnisses wegen, alles etwas aufzubröseln.
Ich bin Eigentümer von 1WE in einer Wohnanlage mit insgesamt 40 WE, verteilt über 5 Häuser (6WE+6WE+6WE+6WE+16WE). Es wurde gewechselt von UNITYMEDIA nach NETCologne. Normalerweise werden die Glasfaserkabel von NETCologne so nahe wie möglich an die Antennensteckdose herangeführt. Da in unserer Wohnanlage jedoch das Koaxialkabel NE4 Netz von 1974 bestehen geblieben ist, wird dieser besagte Kabelverteiler von einer Einspeisung (80 m entfernt) versorgt. Der Kabelverteiler ist offen, ein Wartungsvertrag für die Antennenverstärker wurde von der Eigentümerversammlung als nicht notwendig abgelehnt. Tatsache ist, dass von hier etwa 30 Koaxialkabel zu den umliegenden Wohnungs-Antennen-Steckdosen geführt werden. Die Bundesnetzagentur, an die ich mich in meiner Verzweiflung wandte, hat durch Messung festgestellt, dass "an der Antennensteckdose von NormallyClosed sowohl der Pegel, als auch die digitale Signalqualität auf allen TV Programmen zu gering ist. Das generell ankommene Signal (zum Kabelverteiler) ist jedoch ausreichend." Laut BNA sind 6 Signale von 30 dermaßen schlecht wie bei mir, 24 sind gut genug für HDTV. Es lässt sich bei näherer forschender Betrachtung des Kabelverteilers feststellen, das wohl einige andere findige WE sich einen Zusatzverstärker " KONIG ANT-AMP PR 020 CATV Home Amplifier" in den Kasten eingebaut haben, ohne darüber mit anderen Eigentümern (Gemeinschaftseigentum) zu sprechen. Daher,... hilf Dir selbst so hilft Dir Gott...Ich will wissen, welches Kabel ist mein Kabel und will mir auch einen Verstärker einsetzen. Es ist wirklich zum Verzweifeln, daher bitte ..Kochanleitung an mich...wie ich dies "technisch" sinnvoll auf die Reihe kriege. Danke!
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von Cuore08 » 22.05.2012, 22:53 

Hallo "Normales Klosett" :-)))
es ist mir heute zu spät zu einer Antwort, aber vielleicht kannst Du mal ermitteln, ob Du im oder am Verteilerkasten an die Kabelanschlüsse der 30 Kabel rankommst und zwar zerstörungs- und gewaltfrei!!!
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von NormallyClosed » 23.05.2012, 14:27 

Hallo "Herz" ;-)),

ja...ich komme einwandfrei ran. Hätte gerne Foto geschickt, bekomme es nich geladen.

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von Cuore08 » 23.05.2012, 23:21 geändert am 23.05.2012 23:24

Hallo NormallyClosed, - wer ist schon heutzutage noch normally? :-))
Also wenn schon, dann bitte "Herzchen", denn mein Dai "Cuore" ist wirklich ein Herzchen zum "Knuddeln" gut. Entschuldige, habe ganz vergessen, dass ich nicht im Auto-Forum bin.
Das Finale von "Lets Dance" hat mir die Forenzeit geschmissen und die Hilfe läßt sich nicht in drei Sätzen erklären, aber versprochen, ich melde mich mit einer Suchanleitung umgehend.
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von Cuore08 » 24.05.2012, 17:43 

Hallo Closed,
hier bin ich mit meiner Kurzanleitung und wenn Du etwas nicht verstehst, dann bitte sofort fragen.
Du mißt vorsichtshalber an allen Kabelanschlüssen des Verteilers (außer denen mit Verstärker, denn die kommen ja für Dich nicht infrage) zwischen Kabelseele (Mitteldraht) und Masse (Kabelschirm) mit Deinem Multimeter, ob dort Gleichspannung anliegt. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber bei Kabelspeisung von Verstärkern kann sowas vorkommen. Nur wenn dort keine Gleichspannung zu messen ist, dann setzt Du wie beschrieben fort. Dann schaltest Du auf Widerstandsmessung um und ermittelst an den gleichen Stellen den Widerstand, da darf kein Kurzschluß sein, sonst geht diese Methode nicht. Als nächstes an Deiner Anschlußdose in Deiner Wohnung das Koaxialkabel mit einem Draht an den Klemmstellen kurzschließen. Dazu mußt Du die Deckkappe abschrauben, um an den Anschluß zu kommen. Dann wiederholst Du die Widerstandsmessung am Verteilerkasten wie vorher und wenn alles richtig läuft, dann mißt Du an Deinem Kabelanschluß im Verteiler einen deutlich niedrigeren Widerstand, als an allen anderen, weil Du doch Dein anderes Kabelende kurzgeschlossen hattest. Hat das geklappt, dann kennzeichnen und den Kurzschluß an Deiner Wohnungsdose wieder entfernen und alles wieder anschrauben, wie vorher. Wenn es nicht so funktioniert, dann melde Dich bitte.
Noch eine wichtige Frage: Wann ist das Kabelsystem erneuert worden, denn das wird doch sicherlich nicht knapp 50 Jahre alt sein, dann wäre es nämlich verrottet, wenn nicht teures mehrfach geschirmtes professionelles Kabel verlegt worden ist. Da es sich bei Euch um eine Sternverteilung handelt, denke ich mal, ist das nicht die ursprüngliche Verlegung, denn das hat man damals noch nicht gemacht, wenn es nicht besondere Gründe dafür gab.
So nun wünsche ich viel Erfolg beim Suchen, aber schön vorsichtig und bitte keinen Schaden!
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von Cuore08 » 25.05.2012, 21:42 

Hallo N.C. (normalerweise geschlossen?),
hier noch ein paar kritische Anmerkungen zu Eurer Kabelanlage:
"Wer an der falschen Stelle spart, der zahlt am Ende drauf!"
Man muß ja keinen Wartungsvertrag abschließen, wo jährlich Kosten anfallen, unabhängig davon, ob und was gemacht worden ist, sondern nur auf Anforderung bei Bedarf mit den tatsächlich angefallenen Kosten. Am wichtigsten dabei wäre, dass eine Firma über Eure Anlage bescheid weiß, über die Unterlagen verfügt und die spezielle Meßtechnik. Die Kabelpläne müssen dagewesen sein, wahrscheinlich hat die sich jemand "unter den Nagel gerissen", wenn alles zugänglich ist, denn diejenigen, die den Verstärker eingebaut haben, müssen ja auch gewußt haben, welche Kabelanschlüsse zu ihnen gehören. In dieser Beziehung glänzt Eure Wohnanlage nicht grad durch Verantwortungsbewußtsein für Euer Gemeinschaftseigentum.
Warum seid Ihr denn überhaupt auf einen anderen Kabelanbieter gewechselt und nicht gleich auf eine eigenständige SAT-Anlage? Diese Investition rechnet sich nach wenigen Jahren einschließlich Wartung. So bastelt jeder für sich herum und optimal wird damit die Signalqualität nicht, weil das nicht nur eine Angelegenheit des Pegels (Verstärkung) ist. Die Prüfung der Signalqualität ist nur mit spezieller Meßtechnik möglich, wie auch die Prüfung des Zustandes der Kabel. So ist es durchaus möglich, dass ein Zusatzverstärker nur die Macken der Anlage (Kabel) übertüncht, aber nicht die eigentliche Ursache für die Pegelunterschiede beheben kann.
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von NormallyClosed » 26.05.2012, 10:40 

Hi Cuore08, zuerst einmal DANKE! Ich muss erst alles durcharbeiten und melde mich dann!
NC (Ruhestromprinzip)
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von NormallyClosed » 30.05.2012, 18:44 

Erstmal ein ausführliches Danke Cuore08!
Wegen Pfingsten konnte ich nicht so wie ich wollte am Kasten fummeln.

Aber...der Reihe nach. Der Einfachheit halber habe ich dem Verwalter [das ist die BGB Gesellschaft die (u.a.) mit meinem Geld dieses Ungemach veranstaltet] mit Fristsetzung aufgefordert, die Störung meiner "Informationsfreiheit" zu beseitigen. Tatsächlich mimte tags drauf ein Kölner TV Service am Kasten herum. Siehe da oh Wunder...ich bekomme jetzt 1. alle Sender ( und 2. soweit vorhanden in HDTV Qualität).Allerdings hat niemand mit mir gesprochen, alles stillschweigend veranstaltet. Der Kasten ist jetz geschlossen.

Tja, sehe ich mir bei jedem einzelnen Sender die Signalqualität und die Signalstärke (Bar-Chart) an, so stelle ich fest, himmelweite Unterschiede in den Zahlenwerten untereinander.
Sternverteilung war wohl schon länger vorhanden (habe mich vor 15 Jahren eingekauft, in dieser Zeit passierte soetwas nicht, an meiner Antennensteckdose sind die alten 75ohm? Koaxialkabel angelegt).
In einer Anlage mit 40 Eigentümern (also 40 Wohnungen, bewohnt von 29 Eigent. u. 11 Mietern) ist es fast unmöglich ein gutes Ergebnis in den Eigentümerversammlungen zu erzielen.

Unkenntnis und Unwille, falsche Vorstellungen und das Ziel die edelste Form der Energie (die der Ruhe) einzunehmen führen (quasi) zur Unregierbakeit der Anlage. Viele Eigentümer (ca. 50%) sind schon 75 J oder älter (ein Bewohner ist gar 92 J).

Also lieber / liebe Cuore08 vielen vielen Dank für die Hilfe. Ich habe für den Bedarfsfall jetzt meine backfall position (Dein Rezept!).
Es ist aus meiner Froschperspektive also insgesamt eine hoffnungslose, aber keine ernste Lage.
NormallyClosed

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von Cuore08 » 01.06.2012, 19:55 

Hallo NC,
warum "Ruhestromprinzip" und nicht gleich die beste Überlebensstrategie: "In der Ruhe liegt die Kraft!"? :-)
Danke für Deinen ausführlichen und interessanten Situationsbericht. Hatte bis heute Steuererklärungshektik und mußte "überziehen", - Sch...-Spiel! :-(
Melde mich umgehend noch mal zur Technik, wenn bei mir das "Ruhestromprinzip" wieder eingekehrt ist.
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von Cuore08 » 02.06.2012, 19:35 

Hallo NormallyClosed,
noch folgende Bemerkungen zu Deinem TV-Versorgungsproblem:
Dass die Schwierigkeiten mit dem Anbieterwechsel auftraten, bedeutet m.E. nicht das Verschulden des neuen Versorgers, denn der Signalpegel an der Übergabestelle ist immer ein von/bis-Bereich. Wenn Unitymedia an der oberen Grenze lag und nun NETCologne an der zulässig unteren Grenze, dann kann das bei zu geringen Verstärkungsreserven oder sonstigen Verschleißerscheinungen der Hausnetzverkabelung schon passieren.
Dass der Techniker nicht bei Dir als Störungsmelder an der Wohnungsdose gemessen hat, spricht Bände über die Sorgfalt dieses TV-Services. Ich denke mal, der hat nichts anderes gemacht, als die Verstärkung im Verteiler erhöht und das auf Verdacht, da ja die Werte beim Kunden an der Enddose stimmen müssen. Damit ist, wie ich bereits sagte, die Ursache für die Pegelunterschiede weder gefunden noch beseitigt, sondern alle Dosenpegel liegen jetzt auf höherem Niveau, das ist alles. Die von Dir ermittelten Unterschiede der einzelnen Sender ist nicht in Ordnung und beweist nach wie vor den Mangel/Fehler der Anlage. Falls Du Dich damit nicht abfinden willst, schlage ich Dir vor, als ersten Schritt diesen Mangel schriftlich bei NETCologne mit dem Hinweis anzuzeigen, dass Eure Anlage durch den Service Überprüft worden sei. Die sind es bestimmt nicht, weil die kommerzielle Technik einsetzen, aber mit dieser Aussage kannst Du noch mal Druck machen und verlangen, dass an Deiner Dose gemessen wird und zwar Signalpegel und Qualität der Sender, die Du am meisten empfängst.
Ob sich dieser "Kampf" lohnt, mußt Du selbst einschätzen, unbefriedigend ist der Zustand allemal.

Es gäbe zu Eurer Situation in der WA noch mehr zu sagen, aber das gehört nicht in dieses Forum und eine interne Kommunikation läßt Du in Deinem Profil nicht zu.
Abendgrüße aus Sachsen
Cuore08
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