ELV-Ratgeber im Bereich "Multimedia - Audio/Video"

ELV-Ratgeber zu: Wann Signal-Verteiler und -Verstärker benötigt werden!

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BK-Anlagen Bei einem BK-Netz (Breitbandkommunikationsnetz/Kabelfernsehnetz) sollten Sie den BK-Hausanschlussverstärker möglichst nahe am Hausübergabepunkt (HÜP) installieren. Damit verhindern Sie, dass der Signalpegel durch lange Zuleitungen zu gering wird.

Zwischen Ihrem HÜP und den Antennendosen erstreckt sich das Hausnetz, das je nach Größe noch Verteilverstärker und Abzweiger benötigt. Legen Sie das Hausnetz in Sternstruktur an. Den Hausanschlussverstärker verbinden Sie mit einem Abzweiger, oft auch Signalverteiler genannt, von dem sternförmig die Kabel zu den Antennensteckdosen führen. In dieser Topologie ist jede Antennendose mit einem Anschluss des Signalverteilers verbunden. In kleinen Hausnetzen mit relativ kurzen Leitungslängen und wenigen Antennendosen (typisch 4) reicht ein passiver Signalverteiler aus, d. h. dieser verstärkt die Signale nicht. Die erforderliche Entkopplung zwischen den Dosen wird durch die Abzweigdämpfung des Signalverteilers sichergestellt. Wenn Sie nach dem Signalverteiler innerhalb der sternförmigen Struktur Ihres Hausnetzes einige Antennendosen in Baumstruktur (in Reihe schalten) anschließen, kann ein Verteilverstärker notwendig werden.

Sat-Anlagen Einen Sat-Leitungsverstärker, auch Sat-Inline-Verstärker genannt, benötigen Sie, wenn der Signalpegel durch eine zu lange Zuleitung zur Antennendose zu niedrig ist. Beachten Sie, dass für den Digitalempfang nur digitaltaugliche Leistungsverstärker geeignet sind. Wenn Sie in Ihrer Anlage terrestrische, BK- und Sat-Signale zusammenführen, benötigen Sie eine Sat-Einspeiseweiche und im Falle zu niedriger Signalpegel einen digitaltauglichen Sat-Breitbandverstärker. An einen Sat-Verteiler können Sie mehrere Receiver anschließen, aber nicht gleichzeitig verschiedene Programme ansehen. In solchen Fällen benötigen Sie einen Multiswitch.