Elektronikwissen im Bereich "Multimedia - Audio/Video"

Elektronikwissen zu: Begriffserklärungen Satellitenempfang

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DVB-S: Digital-Video-Broadcasting-Satellit. Broadcasting-Standard bei Satelliten-Übertragung. Im Unterschied zu DVB-T (terrestrisch) und DVB-C (Kabel). S2/T2: Übertragung hochauflösender Programme

Satellit: Künstlicher Erdtrabant

Geostationärer Satellit: Satellit, der sich in 35.786 km Höhe über dem Äquator befindet und die Erde in 24 Stunden einmal umkreist, wodurch er sich immer über demselben Punkt der Erde befindet.

Orbitalposition: Östliche bzw. westliche Position eines geostationären Satelliten bezogen auf den Nullmeridian. Beispiel: 19,2° Ost. Auf einer Orbitalposition befinden sich oft mehrere Satelliten sehr dicht nebeneinander.

Astra: Satellitensystem der Société Européenne des Satellites

Transponder: Frequenzumsetzer, der die Signale abstrahlt. Ein Satellit besitzt mehrere Transponder. Ein Transponder kann mehrere digitale Programme auf einem Frequenzband übertragen.

Bouquet: Gruppierung von Diensten/Programmen, die sich auch über mehrere Transponder erstrecken kann

Ku-Band: 10,7–12,75 GHz In Europa üblicher Frequenzbereich für Fernsehsatelliten. C-Band: 3,4–4,2 GHz

Frequenz: Übertragungsträger der zu empfangenen Programme

SR = Symbolrate: Datenmenge, die pro Sekunde übertragen wird (kSymbole/s), z. B. 22.000

FEC = Forward Error Correction: Technik zum Ausgleich von Übertragungsfehlern durch Übertragung zusätzlicher Daten. Format: Nutzdaten/ Gesamtdaten. Zum Beispiel heißt FEC 5/6, dass fünf Sechstel Nutzdaten und ein Sechstel Fehlerkorrekturdaten übertragen werden

FTA = Free-To-Air: Frei empfangbare Programme (ohne Verschlüsselung)

SD = Standard Definition: Standard-Auflösung (720 x 576 Pixel)

HD = High Definition: Hochauflösend (1280 x 720 bzw. 1920 x 1080 Pixel)

Footprint/Ausleuchtungszone: Vom Satelliten abgedecktes geografisches Gebiet

Satellitenspiegel/Parabolspiegel: Teil des Satellitenempfangssystems, der in seinem Brennpunkt die elektromagnetischen Wellen im LNB bündelt

LNB = Low Noise Block: Empfangskopf an der Satellitenantenne; Empfang der Satellitensignale und Transformation in den Frequenzbereich für die Kabelübertragung zum Receiver (Sat-ZF)

LNC = Low Noise Converter: Empfangselektronik im LNB

LOF = Lokale Oszillator-Frequenz: Frequenz eines im LNB enthaltenen Oszillators, die mit der empfangenen Frequenz gemischt, sodass diese dadurch zur ZF-Frequenz transformiert wird, die im Kabel vom LNB zum Receiver verwendet wird. 9,75 GHz für Lowband, 10,6 GHz für Highband

SAT-ZF-Signal: Satelliten-Zwischenfrequenz zwischen LNB und Receiver. 950–2150 MHz

Polarisation: H = Horizontal, V = Vertikal. Über Satellit werden die einzelnen Transponder über zwei verschiedene Polarisationsebenen (horizontal/vertikal) abgestrahlt, wodurch sich die Kapazität eines Transponders erhöht. Die Umschaltung erfolgt durch unterschiedliche Versorgungsspannungen (13 V/18 V) vom Receiver zum LNB.

  LNB-Spannung Polarisation vertikal/horizontal
13 V = vertikal 18 V = horizontal
Aufmoduliertes Signal
Lowband/Highband
22 kHz ein HV
H = Oberband
V = vertikal
HH
H = Oberband
H = horizontal
22 kHz aus LV
L = Unterband
V = vertikal
LH
L = Unterband
H = horizontal

Lowband: 10,7–11,7 GHz/Highband: 11,70–12,75 GHz. Umschaltung mit 22K-Signal vom Receiver zum LNB

S/N = SNR = Signal/Noise-Ratio = Signal-Rausch-Verhältnis: Maß für die technische Qualität eines Nutzsignals. Bezieht sich auf ein demoduliertes Video-Signal.

CNR = C/N = Carrier to Noise Ratio: Träger-Rauschabstand eines hochfrequenten Signals. Je höher, desto besser

PWR: Pegel des Signals in dbV

BER = Bit-Error-Rate: Bitfehlerrate. Maß für die Qualität eines empfangenen Signals (fehlerhafte Bits pro übertragene Bits). Je niedriger, desto besser. 1E-4 bedeutet ein Fehlerbit pro 10.000 Bits.
CBER: vor der Korrektur. VBER: nach der Korrektur.

MER = Modulation Error Rate: Modulationsfehlerrate. Bezeichnet die Qualität eines empfangenen Datensignals. Je höher der Wert, desto besser das Signal. Durchschnittliche Signalleistung zu durchschnittliche Fehlerleistung.

STR: Aktuelle Signalstärke

QLT: Aktuelle Signalqualität

DiSEqC= Digital Satellite Equipment Control / USALS = Universal Satellites Automatic Location System: Technik zur Ansteuerung verschiedener Satelliten (per Motor).

Longitude = Längengrad: Winkel östlich bzw. westlich des Nullmeridians

Latitude = Breitengrad: Winkel nördlich bzw. südlich des Äquators

Azimut: Horizontaler (Kompass-)Winkel, unter dem ein Satellit am Himmel zu empfangen ist. Süd ist 180°. Beispiel: 168,5°

Elevation: Höhenwinkel, unter dem ein Satellit am Himmel zu empfangen ist. Horizont ist 0°. Beispiel: 28,2°. In Deutschland für Astra 19,2° zwischen etwa 27° und 34°

QPSK = Quadratur Phase Shift Keying: Modulationsverfahren, das bei Satellitenübertragung verwendet wird. Bei HDTV auch 8PSK = 8 Phase Shift Keying

QAM = Quadratur-Amplituden-Modulation: Modulationsverfahren bei Übertragung in Kabelnetzen

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TV-Antennenmessgeräte - Perfektes Ausmessen von Satelliten-, Kabel- und terrestrischen Antennenanlagen
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