Mit zwei Drähten ins WLAN - Wi-Fi-Türsprechanlage Comelit

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Aus ELVjournal 01/2019     2 Kommentare
 Mit zwei Drähten ins WLAN - Wi-Fi-Türsprechanlage Comelit

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Im traditionellen Bestandsbau, vor allem im Einfamilienhaus, sind die Verhältnisse meist klar: Es gibt einen (allenfalls beleuchteten) Klingeltaster an der Haus- oder Hoftür, der über zwei Drähte mit Klingeltrafo und Klingel im Haus verbunden ist. Heute haben wir andere Anforderungen an diese wichtige Kontaktstelle an der Tür: Wir wollen mit dem Besucher sprechen und ihn möglichst sehen, bevor wir die Tür öffnen. In der mobilen Gesellschaft wäre außerdem ein Fernruf bzw. Fernzugriff gut für die Sicherheit und z. B. für Absprachen mit Paketdiensten. Zwei Drähte von draußen und ab der Innensprechstelle Einbindung ins Netz – das und noch mehr bietet die hochmoderne Comelit-Anlage.

Sicher an zwei Drähten

Im Bestand sind zwei Drähte die Norm, baulich ist meist nicht mehr zu machen. Funk, in welcher Form auch immer, ist für viele keine Option. Eine Herausforderung für Techniker, die diese heute mit diversen Türsprechanlagen bewältigen, bei zusätzlicher Videoübertragung wird das Angebot schon dünner. Die Comelit-Anlage bewältigt diesen Spagat. Die Anlage hat nicht nur diverse Industriedesignpreise erhalten, sie ist vor allem äußerst funktionell und flexibel. Die robuste Außenstation wird hier tatsächlich nur über eine übliche 2-Draht-Verbindung angeschlossen, wobei man allerdings bei sehr dünner und nicht verdrillter Leitung die Reichweite beachten sollte. Sie beträgt z. B. für übliche verdrillte Klingelleitungen mit 0,6 mm ø (0,28 mm2) bis 100 m und bei 0,8-mm-Leitung (Parallel geführt, 0,5 mm2) bis 140 m – für den EFH-Bereich durchaus im erfolgversprechenden Bereich. Die Außenstation ist mit den mitgelieferten Klingeltasterplatten für bis zu vier Parteien konfigurierbar und kann ebenso mit vier getrennt codierbaren Innenstationen kommunizieren. Sie enthält eine CMOS-Farbkamera mit 100-Grad-Blickwinkel und eine zuschaltbare IR-Beleuchtung für die Nachtsicht. Was sofort auffällt: Der Besucher wird durch mehrere LED-Anzeigen (und auch Signaltöne) über die aktuelle Funktion der Anlage informiert. Er erfährt etwa, ob die Anlage durch einen anderen Besucher an einer weiteren Türstation besetzt ist, ob der Klingelruf ausgesandt wurde, der Türöffner oder die Sprechverbindung aktiv sind. In der Türstation sind auch bereits zahlreiche Konfigurationen vornehmbar, so die Zuordnung der beiden integrierten Relais. Eines davon ist primär für einen Türöffner vorgesehen, das zweite kann angesteuert werden, um z. B. das Licht zu schalten oder einen Tor- oder Garagentoröffner zu aktivieren. Bis zu vier Teilnehmer sind einzeln adressierbar. Das frei verwendbare Relais, das über NC/NO-Kontakte verfügt, kann auch für die Ansteuerung eines Funk-Senders herangezogen werden, der in einem Smart Home System weitere Aktivitäten auslösen kann. Oder man steuert damit einen Treppenlicht-Zeitschalter an, der, wenn im Dunkeln jemand klingelt, für eine bestimmte Zeit die Innenbeleuchtung einschaltet – um Besuchern den Weg zu beleuchten oder um Anwesenheit zu simulieren, wenn man nicht zu Hause ist. Auch die Innenstation, von denen es bis zu vier geben kann, ist derart komfortabel ausgestattet. Sie wird elegant über Touch-Tasten bedient, einige davon sind individuell für Sonderfunktionen, z. B. die o. a. Aktorfunktion, oder direkte Rufaussendungen an bestimmte Personen wie Arzt, Notruf oder einen Wachdienst nutzbar. Auch ein lautloses Zuschalten der Kamera an der Türstation ist möglich. Das System ist durch weitere Systembausteine umfangreich erweiterbar, etwa durch Aktorbausteine oder Schnittstellenbausteine für die Einbindung von bis zu drei Überwachungskameras oder weitere Innen- und Außenstationen.

WLAN ab Innenstation

Der Clou der Comelit-Türsprechanlage ist ganz sicher die mögliche Einbindung in das häusliche WLAN, und zwar von der Innenstation aus. So vermeidet man Stör- und Reichweitenprobleme, die auftreten können, wenn sich eine WLAN-Außenstation in ungünstiger Lage und Entfernung befindet. Eine passende App für iOS und Android macht dann mobile Geräte zur Innenstation, und zwar via Router und einem (kostenfreien) Cloudservice auch weltweit. Letzterer dient der einfachen Erreichbarkeit über Mobilfunk/ Internet. Somit kann man von unterwegs genau kontrollieren, was zu Hause am Eingang passiert, mit Besuchern sprechen, als ob man im Haus wäre, Lichtszenen über die mögliche Smart Home Anbindung der Aktorausgänge der Anlage schalten oder Berechtigten die Tür öffnen. Die WLAN-Verbindung wird automatisch bei einem Klingelruf aufgebaut und so die App aktiviert (Push-Benachrichtigung). Dabei sind auch mehrere Mobilgeräte in das System einbindbar und man kann über die App auch andere Videosprechstellen im Haus kontaktieren (Intercom-Funktion) und so auch mit den Hausbewohnern direkt sprechen. Insgesamt ist die Comelit-Videotürsprechanlage also eine sehr intelligente und vielseitige Kombination für die sichere und komfortable Kommunikation an der Haustür.

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Kommentare:

05.03.2019 schrieb Claus Schikora:
„744.99€ ist eindeutig zu teuer! Ud das bei vorhanderner Leitung. Man Man!”
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19.03.2019 schrieb ELV - Technische Kundenbetreuung:
„Hallo Claus, das vorgestellte Comelit-Produkt überzeugt, unter Anderem, durch seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anwendungsfälle und Erweiterbarkeit. Wir bitten dich um Verständnis dafür, dass für das Entwickeln einer derart durchdachten Lösung erhebliche Entwicklungskosten anfallen, die sich zwangsläufig auf den Preis der Produkte auswirken. Falls du eine günstigere Lösung für gewöhnliche Anwendungen suchst, können wir dir ein Produkt mit der Bestellnummer 250475 empfehlen. ”
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