Wärmebildkamera - Seek Thermal Compact - Wärmebildkamera für iOS- oder Android-Geräte

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Aus ELVjournal 02/2016     0 Kommentare
 Wärmebildkamera - Seek Thermal Compact - Wärmebildkamera für iOS- oder Android-Geräte

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Das kalifornische Unternehmen Seek Thermal bietet mit den Produkten „Seek Compact“ und „Seek Compact XR“ sehr kleine, 15 Gramm leichte und preislich attraktive Hardwarezusätze an, mit denen iOS- oder Android-Geräte zu einer leistungsfähigen Wärmebildkamera gemacht werden. Eine Wärmebildkamera stellt die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung farblich dar. Dadurch lassen sich undichte Stellen an Gebäuden, Hitzeherde in technischen Geräten oder Elektronik-Platinen und auch Lebewesen in dunklen Umgebungen erkennen.

Allgemeines

Das menschliche Auge kann sichtbares Licht im Wellenlängenbereich von 0,4 bis 0,8 μm wahrnehmen. Die von Gegenständen ausgehende Wärmestrahlung liegt im Bereich 3 bis 50 μm und kann daher nur mit technischen Geräten, sogenannten Wärmebildkameras, sichtbar gemacht werden (vgl. „Elektronikwissen“). Wärmebildkameras waren in der Vergangenheit Profis vorbehalten, da sie teuer und klobig waren. Mit den Wärmebildkamera-Zusätzen von Seek Thermal für iOS- oder Android-Smartphones oder -Tablets ist die Nutzung einer Wärmebildkamera nun auch für kleine Unternehmen und Privatpersonen möglich. Da die Kameras extrem klein und nur 15 g leicht sind, können sie problemlos in der mitgelieferten staub- und wasserdichten Box mitgeführt werden und bei Bedarf schnell an ein Smartphone oder Tablet angesteckt und genutzt werden.

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche einer Wärmebildkamera erstrecken sich von der Inspektion einer kleinen Platine bis hin zu der Beobachtung eines ganzen Hauses oder eines See-/Waldstückes. Beispiele für mögliche Anwendungsbereiche sind:
·· Gebäudeinnenräume (Wärmebrücken/Energieverluste entdecken, Schimmelrisiko analysieren)
·· Gebäudeaußenansicht (Fenster- oder Dachisolierungen prüfen)
·· Elektronik-Platinen
·· Kfz- bzw. Motorenbereich
·· Haustiere/Wildtiere/vermisste Person/„ungebetene Besucher“ suchen/beobachten
·· Brandherde finden/analysieren
·· Schifffahrt (Schiffe/Personen suchen)
·· Überhitzungen analysieren

Durch die vielfältigen Möglichkeiten ist es Bauunternehmern, Gutachtern oder Eigentümern möglich, Gebäudeisolationen oder Installationen (Wasser/Elektro) zu analysieren. Fotografen, Naturliebhaber, Jäger, Landwirte und Rettungskräfte können z. B. Tiere und Menschen im Dickicht, im Feld, bei Dunkelheit oder im Nebel erkennen.

Lieferumfang

In einer attraktiven und stabilen Box mit Magnetverschluss findet man
·· die Wärmebildkamera zum Anschluss an ein iOS- oder Android-Gerät sowie
·· eine sehr robuste, kompakte, wasserdichte Transportbox.
Man liest sofort beim Öffnen der Box, dass für die Benutzung der Kamera lediglich zwei Schritte erforderlich sind:
1. Kostenlose App herunterladen
2. Kamerazusatz an Smartphone bzw. Tablet anstecken

Leistungsumfang

Die Wärmebildkamera hat einen thermischen Sensor mit 206 x 156 = 32.136 Pixel. Der Bildsensor der Kamera kann Wärmestrahlung im mittleren Infrarotbereich von 7,2 bis 13 µm (Mikrometer) empfangen. Der erfasste Temperaturbereich erstreckt sich von -40 bis +330 °C. Der Fokus (Schärfe) ist durch Drehen des Ringes an der Kamera verstellbar. Sehr nützlich ist die mitgelieferte, sehr robuste und wasserdichte Transportbox. Es gibt zwei Versionen der Seek-Thermal-Kamera: eine Version mit 36°-Blickwinkel für den eher nahen bis mittleren Entfernungsbereich und eine XR-Version (= extended Range) mit 20°-Blickwinkel für den mittleren bis fernen Entfernungsbereich. Beide Versionen werden mit Lightning-Anschluss für iOS-Geräte und mit Micro-USB-Anschluss für Android-Geräte angeboten, so dass sich insgesamt vier Kameraversionen ergeben (Tabelle 1).

Einrichtung

Die Einrichtung des iOS- oder Android-Gerätes beschränkt sich darauf, die kostenlose App „Seek Thermal“ aus dem App Store bzw. dem Play Store herunterzuladen. Das Smartphone oder Tablet ist damit bereit, die von der Kamera empfangenen Wärmestrahlen mittels der App auf unterschiedliche Arten darzustellen!

Benutzung

Die Benutzung der Wärmebildkamera ist kinderleicht. Zunächst ist die Kamera anzustecken und die App zu starten. Die Navigation innerhalb der App ist sehr übersichtlich und in Bild 1 dargestellt.
Bild 1: Bildschirme und Navigation der Seek-Thermal-App
Bild 1: Bildschirme und Navigation der Seek-Thermal-App
Es gibt zwei Hauptfenster. Der eine (genannt „Wärmebild“) stellt bildschirmfüllend das Wärmebild dar (Bild 2).
Bild 2: Hauptfenster 1 = Wärmebild
Bild 2: Hauptfenster 1 = Wärmebild
In der linken oberen Ecke gibt es ein kleines Icon, über das man zum Hilfetext und zu Einstellungsmöglichkeiten kommt. Am unteren Bildschirmrand gibt es die Möglichkeit, Fotos oder Videos aufzunehmen. Das Minuszeichen oben rechts schaltet zu einer zweiten Darstellungsart mit der Bezeichnung „Wärmebild+“ um (Bild 3 links).
Bild 3: Hauptfenster 2 = Wärmebild +
Bild 3: Hauptfenster 2 = Wärmebild +
Bei der Darstellung von „Wärmebild+“ wird rechts das Wärmebild angezeigt und links – über die Smartphone-/Tablet-Kamera aufgenommen – die normale Ansicht des Objektes. Die Anteile Normalsicht/Wärmebild lassen sich durch Verschieben einer Trennlinie verändern. Durch Doppelklick auf den Bildschirm bekommt man im Modus „Wärmebild+“ die Möglichkeit, das normale Bild und das Wärmebild durch Zoomen und Verschieben aneinander anzupassen (Bild 3 rechts). Ein weiteres Doppelklicken beendet den Einstellmodus. Durch das Pluszeichen (+) oben rechts kommt man wieder zum normalen, bildschirmfüllenden Wärmebild. Durch Antippen des Aufnahme-Buttons unten in der Mitte erhält man Foto- bzw. Videoaufnahmen (Bild 4 und Bild 5).
Bild 4: Aufnahmen Wärmebild (Wildbeobachtung)
Bild 4: Aufnahmen Wärmebild (Wildbeobachtung)
Bild 5: Aufnahme Wärmebild (Kfz-Technik)
Bild 5: Aufnahme Wärmebild (Kfz-Technik)
Von jedem dieser zwei Hauptfenster gelangt man durch Antippen des Symbols in der rechten unteren Ecke in einen sogenannten Thermal-Modus. Es gibt vier Thermal-Modi (vgl. Bild 1). Im normalen Thermal-Modus wird nur das Wärmebild als solches dargestellt. Im Spot- bzw. Stelle-Modus wird in der Mitte des Bildschirms die gemessene Temperatur angezeigt (Bild 6 und Bild 9).
Bild 6: Stelle-/Spot-Anzeige
Bild 6: Stelle-/Spot-Anzeige
Bild 9: Schimmelpotential analysieren
Bild 9: Schimmelpotential analysieren
Im „Hoch/Niedrig“ oder „Max/Min“-Fenster wird der Punkt mit der höchsten und der niedrigsten Temperatur innerhalb des erfassten Bereiches angezeigt (Bild 7).
Bild 7: Hoch-/Niedrig-Anzeige (Gebäude bzw. Raspberry Pi 2)
Bild 7: Hoch-/Niedrig-Anzeige (Gebäude bzw. Raspberry Pi 2)
Im Modus „Grenzwert“ kann man eine bestimmte Temperatur als Grenzwert einstellen und dann je nach Wunsch Bereiche über, unter oder gleich dieser Temperatur farbig darstellen (Bild 8).
Bild 8: Grenzwert-Anzeige (Wärmebrücken)
Bild 8: Grenzwert-Anzeige (Wärmebrücken)
dieser Temperatur farbig darstellen (Bild 8). Durch den kleinen Pfeil (<) oben links kommt man von jedem dieser Fenster zurück zum jeweiligen Haupfenster. Über die Einstellungsmöglichkeiten (oben links im Hauptfenster) kann man optional Datum, Uhrzeit oder Aufnahmeort (GPS-Koordinaten) einblenden lassen.

Fazit

Mit wenig Aufwand und geringen Kosten lassen sich mit den Thermal- Seek-Wärmebildkameras iOS- bzw. Android-Smartphones oder Tablets als nützliche Wärmebildkameras einsetzen. Thermal ergänzt die Möglichkeiten des iOS-/Android-Gerätes durch die perfekte Symbiose aus Hardwarezusatz und App zu einer Gesamtlösung. Die Wärmebildkamera-Zusätze sind sehr klein und leicht und können in der mitgelieferten stabilen Box leicht mitgeführt werden. Die Wärmebildkamera-Lösung bietet in sehr vielen Anwendungsbereichen hilfreiche Analysemöglichkeiten und kann daher die vorhandenen Messgeräte sinnvoll ergänzen.

Weitere Infos:

www.thermal.com

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