KT200 – zwei Geräte in einem Komponententester und ESR-Messgerät

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Aus ELVjournal 03/2014     2 Kommentare
 KT200 – zwei Geräte in einem Komponententester und ESR-Messgerät
Bausatzinformationen
ungefähr Bauzeit(Std.)Verwendung von SMD-Bauteilen.
21,5OK3/14

Inhalt des Fachbeitrags

  • Bauteile genau verifizieren
  • ESR-Messung
  • Komponententester (KT)
  • Schaltung
  • Nachbau
  • Inbetriebnahme und Abgleich
  • Bedienung und Menü
  • Allgemeine Hinweise, elektrische Sicherheit
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Technische Daten

KT200
3x 1,2 V NiMH-Akku (HR03/Micro/AAA) oder 7,5-VDC-Netzteil
500 mA max./typ. 150 mA
250 mV/60 kHz
20 VSS/50 Hz
0–20 Ω/Auflösung 0,1 Ω
±10 V (20 VSS) 50 Hz
Ladeschaltung, Auto-Power-off, Durchgangsprüfer
IP20
5 bis 35 °C
58 x 143 x 23 mm
175 g (inkl. Akkus)

Diese Schaltung vereint zwei Messgeräte in einem – einen Komponententester und ein ESR-Messgerät. Die ESR-Messfunktion erlaubt die Überprüfung von Bauelementen auch im eingebauten Zustand. Schwerpunktmäßig richtet sich der Bauteiletest auf Elkos (ESR) und Halbleiter. Eine integrierte Ladeschaltung erlaubt den Betrieb mit Akkus, und ein Farb-OLED-Display sorgt für einfache Bedienung und detailreiche Ausgabe.

Bauteile genau verifizieren

Nachdem wir in den letzten Jahren den Komponententester KT100 und das sehr erfolgreiche ESR-Messgerät ESR 1 vorgestellt haben, gibt es nun die beiden nützlichen Messgeräte kombiniert in einem mobilen Gerät. Beide Messgeräte sind bei der Fehlersuche sehr nützlich, man kann sagen – unentbehrlich. Der Komponententester eignet sich zur Beurteilung unterschiedlicher Bauteile, während das ESR-Messgerät defekte Kondensatoren aufspürt, und dies auch im eingelöteten Zustand, also innerhalb einer Schaltung. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass Kondensatoren (Elkos) als Fehlerquelle Nr. 1 einzustufen sind. In modernen elektrischen Consumer-Geräten kommen vorwiegend Schaltnetzteile zum Einsatz. Hier werden die eingesetzten Elkos extremen Belastungen ausgesetzt. Durch die relativ hohe Schaltfrequenz und die hohen, zum Teil rechteckförmigen Impulsströme erwärmen sich die Elkos, wodurch die Lebensdauer rapide absinkt. Dazu kommen aufgrund der gedrängten Bauweise oft auch konstruktive Mängel, etwa die Platzierung der Elkos nahe wärmeführenden Bauteilen. Elkos sind im Gegensatz zu anderen Bauteilen verschleißbehaftet, denn das flüssige Elektrolyt dieser Kondensatoren trocknet mit der Zeit aus, wodurch sich die Kapazität verringert. Allein schon das Lagern von Elkos führt zu einer Alterung der Bauteile. Aus diesem Grund sollten diese Kondensatoren nach ca. 10 Jahren Lagerzeit nicht mehr verwendet werden und länger gelagerte Kondensatoren sollten vor dem Einsatz einer Formierung unterzogen werden. Durch das Austrocknen bzw. das Verdampfen des Elektrolyts verringert sich nicht nur die Kapazität, sondern auch der serielle Verlustwiderstand (ESR) steigt an. Diese Eigenschaft nutzen wir in unserem Messgerät, um defekte Kondensatoren aufzuspüren. Der ESR kann auch innerhalb einer Schaltung gemessen werden, die Kapazität dagegen nicht.
Der hier vorgestellte KT200 kann für folgende Messungen verwendet werden:

  • ESR-Messgerät (Messung des seriellen Verlustwiderstands bei Kondensatoren)
  • Komponententester
  • Widerstandsmessung 0 bis 20 Ω
  • Durchgangsprüfer

Abgerundet wird das Ganze durch ein modernes farbiges OLED-Display und den Betrieb mit Akkus, die das KT200 zu einem nützlichen Begleiter im täglichen Einsatz machen.

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Kommentare:

20.11.2015 schrieb Rüdiger:
„Ich bin schwer enttäuscht. Das Gerät ist zwar hübsch, auch wenn es flackert. Aber innerhalb einer Schaltung ist es nicht zu gebrauchen. Ich vergleiche das mit dem Komponententester in meinem 35 Jahren Hameg OS. Da war z.B. in der Schaltung bei einem 100 µF Kondensator ein Kreis oder ja nach Beschaltung etwas ähnliches zu sehen. Bei dem ELV Ding wird mir ein senkrechter Strich angezeigt. Demnach hätte der Elko Kurzschluß. Hat er aber nicht. Wahrscheinlich wird das Gerät durch den Ladestrom durcheinander gebracht.Für ausgelötete Bauelement mag es ja noch funktionieren. Da nehme ich aber das 15€ China Fertiggerät. Die Geräte kann man zwar nicht direkt vergleichen. Da ist eine Messung in der Schaltung kaum möglich. Ich war unaufmwerksam und habe dabei meinen Uralt Hameg Komponententester kaputt gemacht. In der Hoffnung, jetzt etwas schickes neues zu bekommen, das war aber wohl nix. Dann muß ich meinen Uralt Schätzchen eben reparieren.Schade ums Geld ist es trotzdem. Rüdiger”
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17.12.2015 schrieb ELV - Technische Kundenbetreuung:
„Der Komponententester KT200 kann schaltungsbedingt nicht exakt die Funktion eines Komponententesters von Hameg simulieren. Durch eine spezielle Zoomfunktion kann das Display in der vertikalen Darstellung jedoch erweitert werden (diese Möglichkeit ist vermutlich nicht berücksichtigt worden). Die Zoomfunktion ergibt sich einfach durch Drehen der Bedienknopfes nach rechts. Der Komponententester KT200 ist primär zur Darstellung von Halbleiterkennlinien vorgesehen worden. Zum Testen von ELKOs ist die ESR-Funktion besser geeignet. Im Gegensatz zu anderen Konkurrenzprodukten kann der KT200 die ELKOs und sonstigen Bauteile in der Schaltung messen, da die Messspannung unterhalb der Flussspannung von Dioden (auch Schottky) liegt. ”
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