Power-to-Gas-Projekte sollen Energietransport verbessern

14.05.2019 - Energienetzbetreiber wollen Strom- und Gasnetze intelligent koppeln

Power-to-Gas-Projekte sollen Energietransport verbessern
Das Projekt „ELEMENT 1” in der Übersicht. Bild: ELEMENT 1/Thyssengas

Der Ausbau der Stromtrassen nach Süddeutschland geht nur schleppend und unter großem Widerstand voran. Gleichzeitig wird das Managen des Strombedarfs/-verbrauchs für die Netzbetreiber immer schwieriger und kostenaufwändiger. Eine Allianz aus den Energienetzbetreibern (TenneT, Gasunie Deutschland und Thyssengas: „ELEMENT 1”; Amprion und OPEN Grid Europe: „hybridge”) wollen nun vorhandene Energienetze, nämlich auch die Gas-Infrastruktur, nutzen, um den Windstrom aus der Nordsee per Power-to-Gas-Technologie (P2G) über diesen bereits existierenden Weg in den Süden bzw. das Ruhrgebiet zu bringen. Dabei wird der in Ostfriesland/Emsland angelandete Windstrom in riesigen Anlagen in Wasserstoff umgewandelt – zum Teil direkt für Wasserstoff-Anwendungen wie die Brennstoffzellentechnik (mit der bereits einige Züge in Norddeutschland und Hessen fahren), zum Teil in für den Transport von reinem Wasserstoff umgestellten Gaspipelines und in Vorratsspeicher. Damit kann man z. B. sehr schnell Energieengpässe bei Ausfall von Sonne und Wind kompensieren. Die beiden Großprojekte zur Sektorenkopplung sind derzeit in der Antragsphase für Investitionsmaßnahmen bei der BnetzA, ab 2022/2023 sollen die Anlagen in Betrieb gehen, eine im Raum Lingen und eine in Ostfriesland.

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