Indoor Air Quality - Komplexes Zusammenwirken gesundheitsbeeinflussender Raumluftparameter Teil 2

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Aus ELVjournal 04/2016     0 Kommentare
 Indoor Air Quality - Komplexes Zusammenwirken gesundheitsbeeinflussender Raumluftparameter Teil 2

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Die Innenraumluftqualität (IAQ: Indoor Air Quality) spielt eine äußerst wichtige Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen. Das wird verständlich, wenn man sich bewusst macht, dass die Luft in Innenräumen von Gebäuden bis zu 8-mal stärker verschmutzt ist als die Außenluft. Hinzu kommt, dass die Mehrheit der modernen Menschen sich deutlich länger im Inneren von Gebäuden, in Büros, Werkhallen, Wohnungen usw. aufhält als im Außenbereich. Aber auch die dort vorzufindende „frische Luft“ verdient dieses Prädikat oft nicht. Mit zunehmender Häufigkeit übersteigen besonders in den verkehrsreichen Innenstädten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte die amtlichen Grenzwerte. In der Regel jedoch hat die IAQ die stärkeren Auswirkungen auf die Gesundheit. Weil für eine hohe IAQ das Zusammenwirken zahlreicher Faktoren eine Rolle spielt, ist deren Erfassung und Umsetzung in charakterisierende Kenngrößen notwendig.

Weitere IAQ-beeinflussende Größen

Wie im ersten Teil dieses Artikels bereits gesagt, ist eine gute Raumluft nach dem alleinigen Kriterium einer geringen VOC-Beladung bzw. CO2-Konzentration kein Garant für Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Nutzers. Vielmehr muss das gesamte Innenraumklima stimmen. Dieser komplexe Begriff umfasst erheblich mehr Einflussfaktoren aus den Bereichen Gesundheit (Feinstaub, Pollen, Bakterien, Schimmel, Schallschutz …) und Komfort (Temperatur, Feuchte, Luftbewegung, Wandtemperatur, Art der Heizung …).

Feinstaub

Schwebstaub im Allgemeinen ist eine Sammelbezeichnung für alle festen Teilchen in der Luft. Dies können sein: feinstverteilte Teilchen als Ruß aus unvollständigen Verbrennungsprozessen, Staub aus mechanischen Prozessen und Rauch aus chemischen oder thermischen Prozessen [3]. Die heute gültige Definition des Feinstaubs beruht auf dem PM-Standard (PM: Particulate Matter) der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Die Feinstaubkategorie PM10 umfasst Teilchengrößen mit einem aerodynamischen Durchmesser zwischen 2,5 und 10 μm (inhalierbarer Staub), PM2,5 ist die Kategorie für Partikeldurchmesser < 2,5 μm (lungengängiger Staub), und als ultrafeine Partikel wird die Staubfraktion mit Partikeldurchmessern < 0,1 μm bezeichnet. Es sind besonders die kleinen und kleinsten Staubpartikel, die für den Menschen gefährlich werden können, denn sie werden nicht von den Nasenhaaren und den Schleimhäuten der Nase und des Rachens zurückgehalten, sondern dringen tief in die Lunge ein. Ultrafeine Partikel können sogar die Luft-/Blutschranke überwinden und sich über die Blutbahn bis in die Organe ausbreiten. Feinstaub im Außenbereich tritt besonders in Ballungszentren als Folge eines dichten Verkehrs mit Verbrennungsmotorfahrzeugen auf, insbesondere bei Inversionswetterlagen. Hinzu kommt zunehmend der Feinstaub aus den Schornsteinen von mit Holz befeuerten Kaminöfen. Innerhalb von Wohnräumen können beim Öffnen der Tür eines qualmenden Ofens erhebliche Feinstaubmengen in die Raumluft gelangen. Deshalb spielen ein guter Kaminzug, gut getrocknetes Holz und eine korrekte Befüllung des Ofens eine wesentliche Rolle für eine feinstaubarme Verbrennung. Den Einfluss des Wetters auf die großflächige Feinstaub- Partikelkonzentration zeigen 2 Heatmaps der Bundesrepublik vom 21. Februar 2016 und vom 10. März 2016 in Bild 14.

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