Homematic Know-how Teil 2a: Funk-Lichtsteuerung über Homematic®-Display-Wandtaster

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Aus ELVjournal 01/2014     3 Kommentare
 Homematic Know-how Teil 2a: Funk-Lichtsteuerung über Homematic®-Display-Wandtaster
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In unserer neuen Reihe „Homematic Know-how“ zeigen wir anhand von kleinen Detaillösungen, wie man bestimmte Aufgaben im Homematic System konkret lösen kann. Dies soll insbesondere Homematic Einsteigern helfen, die Programmiermöglichkeiten, die die WebUI der Homematic CCU bietet, besser zu nutzen. Ein kleines Video, das online zur Verfügung steht, unterstützt den jeweiligen Exkurs. In dieser und der nächsten Ausgabe zeigen wir, wie man mit einem Homematic Display-Funk-Wandtaster eine umfangreiche Lichtsteuerung mit Homematic Schaltaktoren und -Dimmern realisiert.

Vielseitige Lichtsteuerung

Gegenstand des zweiteiligen Beitrags zur Homematic Beleuchtungssteuerung werden die komfortablen „Beschriftungsmöglichkeiten“ des Display-Wandtasters mithilfe der Homematic Zentrale (CCU) sowie ein Blick auf die vielfältigen Einstellmöglichkeiten im Bereich der Lichtsteuerung sein.
Im ersten Teil behandeln wir ein Lichtszenario, bei dem folgende Aufgaben gelöst werden sollen:

  • Der Display-Wandtaster soll korrekt mit der Homematic Zentrale beschriftet und mit einem Homematic Dimmer direkt verknüpft werden.
  • Der Homematic Dimmer soll bei Betätigung der Taste 2 in einer Rampe von 30 Sekunden auf 60 % Helligkeit eingeschaltet werden und dort verbleiben. Ein Ausschalten mit einer Rampe von 10 Sekunden soll durch die Betätigung der Taste 1 möglich sein.

Die zweite Aufgabe, im 2. Teil erläutert, behandelt das Lichtszenario 2:

  • Der Display-Wandtaster soll korrekt mit der Homematic Zentrale beschriftet und mit einem weiteren Homematic Dimmer über ein Zentralenprogramm verknüpft werden, zusätzlich soll das Programm über ein Zeitmodul zu einem definierten Zeitpunkt automatisch ausgelöst werden.
  • Der Dimmer soll in diesem Fall bei Betätigung der Taste 3 in einer Rampe von 15 Sekunden auf 75 % Helligkeit eingeschaltet werden und dort für 2 Stunden verbleiben. Über die Taste 4 kann der Programmablauf vorzeitig beendet werden, dabei wird das Licht komplett ausgeschaltet.

Verknüpfungen

Zunächst unterscheidet man zwischen zwei Verknüpfungsvarianten:
Bild 1: Die direkte Geräteverknüpfung
Bild 1: Die direkte Geräteverknüpfung

Direkte Geräteverknüpfungen (Bild 1)
Direkte Geräteverknüpfungen verbinden zwei oder mehrere Geräte auf direktem Weg miteinander. Sie kommunizieren miteinander, ohne auf eine CCU angewiesen zu sein. Die CCU dient nur zum Erstellen bzw. Bearbeiten der Verknüpfung und zur Statuserfassung. Die Vorteile sind eine hohe Ausfallsicherheit durch einen autarken Betrieb der Steuerung und die direkte Rückmeldung des Empfängerstatus an den Sender. Typische Anwendungen sind dabei die direkte Zusammenarbeit von Homematic Sendern und Homematic Empfängern oder im Homematic Wired-System die Verknüpfung von Eingangsmodul und Ausgangskontakt.

Bild 2: Die zentral gesteuerte Geräteverknüpfung
Bild 2: Die zentral gesteuerte Geräteverknüpfung

Verknüpfung, Steuerung und Programmierung über eine Homematic Zentrale (Bild 2)
Zentral gesteuerte Geräteverknüpfungen verbinden zwei oder mehrere Geräte über die CCU miteinander. Sender und Empfänger kommunizieren jeweils nur mit der CCU, es besteht keine direkte Verknüpfung zwischen ihnen. Die Homematic CCU übernimmt die gesamte Steuerung. Die Vorteile sind erweiterte Programmiermöglichkeiten, z. B. mit Zeitsteuerung, und die Möglichkeit des externen Zugriffs auf die Steuerung. Hier sind sehr vielfältige Verknüpfungen von Geräten möglich, so nicht nur solche innerhalb des Funk- oder Wired-Systems, sondern auch übergreifend zwischen Komponenten des Funk- und des Wired-Systems.

Anlernen und „beschriften“


Die individuelle Benennung des Display-Wandtasters erfolgt direkt, durch Auswahl des „Einstellen“-Buttons, nachdem das Gerät an die Zentrale angelernt wurde und sich im Posteingang befindet. Es ist jederzeit eine nachträgliche Benennung/Umbenennung über das Menü „Einstellungen“ -> „Geräte“ möglich. Hierzu ist der Display-Wandtaster in der Geräteliste zu suchen und das Einstellungs-Profil über den Button „Einstellen“ zu öffnen (Bild 3).
Bild 3: Nach dem Anmelden des Display-Wandtasters erfolgt das Einstellen seines Profils.
Bild 3: Nach dem Anmelden des Display-Wandtasters erfolgt das Einstellen seines Profils.
Experten-Tipp:
Ein batteriebetriebener Sender wie der Display-Wandtaster meldet sich nicht in zyklischen Intervallen, um die Konfigurationsdaten abzuholen. Hier ist es erforderlich, am Sender einmal kurz die Anlerntaste zu betätigen, um die Konfigurationsdaten von der Zentrale abzuholen. Auch hier ist eine Kontrolle der zu übertragenden Daten über das Homematic WebUI unter „Servicemeldungen“ möglich. Hinweis: Eine Beschriftung des Homematic Display-Wandtasters wird nur dann angezeigt, wenn der jeweilige Kanal in einer direkten Geräteverknüpfung oder einem Zentralen-Programm verwendet wird.
Es folgt nun die direkte Geräteverknüpfung zwischen dem Display-Wandtaster (Taste 1 und 2) und dem Homematic Dimmer über den Menü-Punkt „Programme und Verknüpfungen“ -> „direkte Verknüpfungen“. Über „Neue Verknüpfung“ kann diese erstellt werden (Bild 4).
Bild 4: So erfolgt die direkte Verknüpfung der beteiligten Geräte.
Bild 4: So erfolgt die direkte Verknüpfung der beteiligten Geräte.
Aus der Geräteliste ist dann der Display-Wandtaster und anschließend der Homematic Dimmer auszuwählen (Bild 5).
Bild 5: Die Auswahl des Display-Wandtasters
Bild 5: Die Auswahl des Display-Wandtasters
Nach Auswahl der Komponenten wird die Verknüpfung über die Option „Erstellen und bearbeiten“ hergestellt (Bild 6).
Bild 6: Über „Erstellen und bearbeiten“ erfolgt die Verknüpfung.
Bild 6: Über „Erstellen und bearbeiten“ erfolgt die Verknüpfung.
Der dabei ausgegebene Hinweis „Die Übertragung der Daten zum Gerät konnte nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden“ (Bild 7) kann durch den „Ignorieren“-Button bestätigt werden.
Bild 7: Diese Fehlermeldung kann man ignorieren.
Bild 7: Diese Fehlermeldung kann man ignorieren.
Es erfolgt abschließend nun die Einstellung der Rampenzeit für das Hochdimmen (30 Sekunden), den Helligkeitspegel (60 %) sowie der Rampenzeit für das Ausschalten (10 Sekunden), wie in Bild 8 gezeigt.
Bild 8: So erfolgen die Einstellungen über das Profil des Lichtszenarios.
Bild 8: So erfolgen die Einstellungen über das Profil des Lichtszenarios.
Nachdem alle Einstellungen getätigt wurden, kann das Fenster mit dem „OK“-Button geschlossen werden. Der dabei erneut auftauchende Hinweis „Die Übertragung der Daten zum Gerät konnte nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden“ kann wieder durch den „Ignorieren“-Button bestätigt werden. Die Konfigurationsdaten werden nun auf den Homematic Funk-Wandtaster mit Display übertragen, hierzu muss der Homematic Funk-Wandtaster mit Display nochmals in den Anlernmodus versetzt werden. Bei korrekter Übertragung wird die Servicemeldung „Konfigurationsdaten stehen zur Übertragung an“ innerhalb der Homematic WebUI im Anschluss verschwinden. Damit ist die Konfiguration des ersten Szenarios abgeschlossen, die Beschreibung des zweiten Szenarios folgt im nächsten ELVjournal.
Wichtiger Hinweis:
Bei einer Funktionsprüfung ist darauf zu achten, dass am Dimmer ein Leuchtmittel angeschlossen ist. Ohne angeschlossenes Leuchtmittel würde sich der Dimmer nicht einschalten lassen, da eine integrierte Lastausfallerkennung integriert ist. Die Lastausfallerkennung kann in der Homematic WebUI unter „Einstellungen“ -> „Geräte“ noch genau auf das jeweilige Leuchtmittel kalibriert werden.

Experten-Tipp:
Unter „Profileinstellung – Empfänger“ stehen verschiedene EasyMode- Profile zur Verfügung. So kann der Dimmer optimal auf das gewünschte Lichtszenario angepasst werden. Möglichkeiten:

  • Dimmer – ein/heller
  • Dimmer – aus/dunkler
  • Dimmer – ein/aus & heller/dunkler
  • Treppenhauslicht
  • Einschlaflicht
  • Blinklicht
  • Aufwachlicht
  • Dimmer – ein
  • Dimmer – aus
  • Dimmer – heller
  • Dimmer – dunkler

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Kommentare:

05.02.2014 schrieb Lothar Schmidt:
„guter Beitrag, gibt recht nützliche Hinweise und ist wirklich gut für das Verständnis eines Einsteigers.”
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13.02.2014 schrieb Michael Sandhorst (Technik):
„Hallo Lothar Schmidt, vielen Dank für Ihr Feedback. Wir freuen uns sehr, dass Ihnen der Fachbeitrag gefallen hat. Mit freundlichen Grüßen Michael Sandhorst (Technik)”
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07.03.2014 schrieb Klaus Eyssel:
„Sehr guter Beitrag. Bitte macht noch mehr davon. Danke”
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