Homematic IP Schaltaktor für Markenschalter mit Signalleuchte Teil 2

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Aus ELVjournal 03/2018     0 Kommentare
 Homematic IP Schaltaktor für Markenschalter mit Signalleuchte Teil 2
Bausatzinformationen
ungefähr Bauzeit(Std.)Verwendung von SMD-Bauteilen.
22OK2/18

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Ein Wandschalter mit Beleuchtung? Gibt es schon lange – mit Glimmlampe zum Finden im Dunkeln oder zur Kontrolle der Schaltstellung. Unser HmIP Schaltaktor, Kurzbezeichnung HmIP-BSL, bietet ganz neue Optionen: Er kann in zwei unterschiedlich beleuchtbaren Feldern sowohl Signalisationsaufgaben abhängig oder unabhängig vom eigentlichen Schaltaktor wahrnehmen als auch, z. B. weiß hinterleuchtet, als Nachtund Orientierungsbeleuchtung dienen. Und wie bei dieser Art Homematic IP Geräte inzwischen üblich ordnet er sich dank der flachen Bauweise und der Ausführung als 55-mm-Unterputzgerät in vorhandene Installationslinien ein. Im zweiten Teil widmen wir uns dem Nachbau und der Installation des Geräts.

Der Nachbau

Die drei Platinen des HmIP-BSL werden bereits mit bestückten SMD-Bauteilen geliefert, sodass nur noch die bedrahteten Bauteile angelötet bzw. montiert werden müssen. Selbst die LED-Platinen sind bereits vormontiert. Um unnötige Probleme bei der Inbetriebnahme zu vermeiden, sollten die SMD-Bauteile vorweg auf exakte Bestückung und eventuelle Lötfehler kontrolliert werden. Die Bestückung der bedrahteten Bauteile erfolgt in gewohnter Weise anhand der Stückliste und des Bestückungsplans, aber auch die dargestellten Platinenfotos liefern hilfreiche Zusatzinformationen (Bild 4a und b, Bild 5a und b, Bild 6a und b).

Bild 4a: Die fertig bestückte Netzteilplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 4a: Die fertig bestückte Netzteilplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 4b: Die fertig bestückte Netzteilplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 4b: Die fertig bestückte Netzteilplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 5a: Die fertig bestückte Treiberplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 5a: Die fertig bestückte Treiberplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 5b: Die fertig bestückte Treiberplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 5b: Die fertig bestückte Treiberplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen
Bild 6a: Die Controllerplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen: Darstellung vor der Montage der LED-Platinen und ohne das Funkmodul
Bild 6a: Die Controllerplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen: Darstellung vor der Montage der LED-Platinen und ohne das Funkmodul
Bild 6b: Die Controllerplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen: Darstellung vor der Montage der LED-Platinen und ohne das Funkmodul
Bild 6b: Die Controllerplatine des HmIP-BSL mit den zugehörigen Bestückungsplänen: Darstellung vor der Montage der LED-Platinen und ohne das Funkmodul
Es folgt nun der Sicherungswiderstand R300, welcher stehend zu montieren ist. Bei diesem Bauteil kommt es dringend auf die richtige Positionierung des Bauteilköpers an, in Bild 7 ist die korrekte Montage des Sicherungswiderstands dargestellt.
Bild 7: Der Sicherungswiderstand R300 ist stehend einzusetzen, gut zu erkennen ist die korrekte Position des Bauteilkörpers.
Bild 7: Der Sicherungswiderstand R300 ist stehend einzusetzen, gut zu erkennen ist die korrekte Position des Bauteilkörpers.
Im nächsten Arbeitsschritt werden die zwei Elektrolyt- Kondensatoren C301 und C302 bestückt, wobei unbedingt die korrekte Polarität (am Elko ist der Minuspol markiert, auf der Platine hingegen der Pluspol) zu beachten ist. Bei dem im Anschluss daran einzulötenden Relais REL300 und dem Kondensator C300 muss darauf geachtet werden, dass sie plan auf der Platinenoberfläche aufliegen. Die Anschluss-Klemmleiste KL300 ist aufgrund der möglichen elektrischen sowie auch der mechanischen Belastungen bereits ab Werk vormontiert. Dies gewährleistet eine sichere Funktion der Klemmleiste.
Letztlich ist noch der von der Bauhöhe recht kritische Schaltnetzteil-Übertrager TR300 einzulöten. Wie in Bild 8 und Bild 9 zu sehen ist, müssen die vier seitlichen Gehäusezapfen so weit wie möglich in die entsprechenden Platinenschlitze geführt werden.
Bild 8: Beim Einbau des Übertragers TR300 muss dieser so weit in die Platine eingesetzt werden, ....
Bild 8: Beim Einbau des Übertragers TR300 muss dieser so weit in die Platine eingesetzt werden, ....
Bild 9: ... dass die vier Gehäusezapfen komplett in die zugehörigen Platinenschlitze eingeführt sind.
Bild 9: ... dass die vier Gehäusezapfen komplett in die zugehörigen Platinenschlitze eingeführt sind.
Bild 10: Die Treiberplatine mit der bestückten Buchsenleiste BU200
Bild 10: Die Treiberplatine mit der bestückten Buchsenleiste BU200
Bei korrekter Positionierung werden dann die Anschlusspins verlötet. Nun wenden wir uns der Treiberplatine zu, wo nur die Buchsenleiste BU200 zu bestücken ist, da alle anderen Bauteile bereits vorbestückt sind. Bitte achten Sie darauf, dass die Buchsenleiste BU200 senkrecht zur Platine steht. In Bild 10 ist die zu bestückende Buchsenleiste zu sehen.
Bei der Controllerplatine sind keine Lötarbeiten zu erledigen, alle Komponenten sind bereits vorbestückt. Bild 11 zeigt die beiden Seiten einer komplett montierten Controllerplatine. Damit ist die Bestückung der Leiterplatten bereits erledigt, und es kann mit den Vorbereitungen zum Gehäuseeinbau begonnen werden.
Bild 11: Die Controllerplatine ist bereits komplett, inklusive TRXModul, bestückt.
Bild 11: Die Controllerplatine ist bereits komplett, inklusive TRXModul, bestückt.

Montage der Aufputzeinheit

Der Aufbau beginnt mit dem Einlegen der Transceiverantenne wie in Bild 12 gezeigt.
Bild 12: Die Antenne des Transceivermoduls ist genau wie hier gezeigt einzulegen.
Bild 12: Die Antenne des Transceivermoduls ist genau wie hier gezeigt einzulegen.
Das Ende der Antenne muss, wie in der Vergrößerung gezeigt, an die als Endanschlag genutzte Kunststofffinne gelegt werden. Im Anschluss kann die Platine in das Gehäuseteil eingesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der auf der Platine gedruckte schwarze Pfeil in die gleiche Richtung zeigt wie die geprägten Pfeile auf dem Gehäuseteil (Bild 13).
Bild 13: Beim Einsetzen der Platine in das Gehäuse ist die richtige Lage einzuhalten, die Markierungspfeile müssen wie hier gezeigt nebeneinander liegen.
Bild 13: Beim Einsetzen der Platine in das Gehäuse ist die richtige Lage einzuhalten, die Markierungspfeile müssen wie hier gezeigt nebeneinander liegen.
Zur Ausrichtung der Platine dienen die zwei Führungsnasen. Nun wird die Platine mit den zwei beiliegenden Schrauben der Maße 1,8 x 5,5 mm im Gehäuseteil verschraubt. Es folgt das Aufsetzen des Lichtleiters auf die LED-Platinen. Da der Lichtleiter symmetrisch aufgebaut ist, gibt es beim Aufsetzen keine vorgegebene Ausrichtung. Der Lichtleiter soll plan auf der Controllerplatine und dem Gehäuseteil, wie in Bild 14 dargestellt, aufliegen.
Bild 14: Der Lichtleiter muss plan auf der Controllerplatine und dem Gehäuseteil aufliegen.
Bild 14: Der Lichtleiter muss plan auf der Controllerplatine und dem Gehäuseteil aufliegen.
Jetzt kann die in Bild 15 gezeigte Diffusorfolie auf den Lichtleiter eingerastet werden.
Bild 15: Die Diffusorfolie ist wie hier gezeigt entlang der Perforationslinie zu falten ...
Bild 15: Die Diffusorfolie ist wie hier gezeigt entlang der Perforationslinie zu falten ...
Dazu sind die Außenflügel zirka in einem 90-Grad-Winkel entlang der vorgegebenen Perforationslinie zu falten und dann auf den Mittelsteg des Lichtleiters zu stecken. Danach kontrolliert man den Sitz der Folie auf den in Bild 16 markierten Stellen.
Bild 16: … und dann auf den Mittelsteg des Lichtleiters zu stecken. Die Folie muss sich auf beiden Seiten zwischen dem Mittelsteg und den Führungs- bzw. Rastnasen befinden.
Bild 16: … und dann auf den Mittelsteg des Lichtleiters zu stecken. Die Folie muss sich auf beiden Seiten zwischen dem Mittelsteg und den Führungs- bzw. Rastnasen befinden.
Die Folie muss sich zwischen dem Mittelsteg und den Führungs- bzw. Rastnasen befinden. Nun wird die Tastwippe auf das Gehäuseteil gesteckt (Bild 17).
Bild 17: Beim Aufsetzen der Wippe ist unbedingt zu beachten, dass sich der kreuzförmige Taststößel nach dem Aufsetzen oberhalb des Tasters TA102 befindet.
Bild 17: Beim Aufsetzen der Wippe ist unbedingt zu beachten, dass sich der kreuzförmige Taststößel nach dem Aufsetzen oberhalb des Tasters TA102 befindet.
Der Taststößel für das „Key-Visual“ ist in der Tastwippe bereits ab Werk vormontiert. Beim Aufsetzen der Wippe ist unbedingt zu beachten, dass sich der kreuzförmige Taststößel nach dem Aufsetzen oberhalb des Tasters TA102 befindet. Nur so ist eine Betätigung des Tasters über den Stößel möglich. Durch ein leichtes Rasten ist zu erkennen, dass die Wippe korrekt auf dem Gehäuseteil montiert wurde. Als letzter Schritt erfolgt das Einsetzen der Federdrahtstücke auf der Unterseite des Gehäuseteils. Die Federdrahtstücke müssen, seitlich entlang, unter die Kunststoffnasen der Tastwippe gedrückt werden. Dabei kommen als Werkzeug eine Pinzette und die Finger als Absicherung zum Einsatz. Dieser Montageschritt erfolgt auf beiden Seiten. Bild 18 zeigt exemplarisch eine Seite mit dem bereits montierten Federdraht.
Bild 18: So sind die Federdrahtstücke in die Unterseite des Gehäuseteils einzusetzen.
Bild 18: So sind die Federdrahtstücke in die Unterseite des Gehäuseteils einzusetzen.
Damit ist der Aufbau der Aufputzeinheit abgeschlossen.

Montage der Unterputzeinheit

Beginnen wir nun mit dem Zusammenbau der Unterputzeinheit. Im ersten Schritt ist die Treiberplatine entsprechend Bild 19 mit zwei Schrauben (1,8 x 6 mm) in das Gehäuseoberteil des Unterputzgehäuses zu montieren.
Bild 19: Die Treiberplatine wird zunächst mit zwei Schrauben (1,8 x 6 mm) befestigt …
Bild 19: Die Treiberplatine wird zunächst mit zwei Schrauben (1,8 x 6 mm) befestigt …
Auf die Treiberplatine folgt eine Isolierplatte (Bild 20 und Bild 21), und darauf wird die Netzteilplatine gesetzt. Beim Einsetzen der Netzteilplatine ist darauf zu achten, dass die Stiftleiste ST300 der Netzteilplatine ordnungsgemäß in die Buchsenleiste BU200 der Treiberplatine greifen muss.
Bild 20: … und danach die Isolierplatte eingelegt.
Bild 20: … und danach die Isolierplatte eingelegt.
Bild 21: Die Lage der Isolierplatte ist durch die vorhandene Öffnung vorgegeben, Führungen sichern eine stabile Lage.
Bild 21: Die Lage der Isolierplatte ist durch die vorhandene Öffnung vorgegeben, Führungen sichern eine stabile Lage.
Bild 22: So wird die Netzteilplatine eingesetzt. Die Markierungen zeigen zwei der drei Rasten für das folgende Verrasten des Gehäuseunterteils. Die dritte Raste befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite.
Bild 22: So wird die Netzteilplatine eingesetzt. Die Markierungen zeigen zwei der drei Rasten für das folgende Verrasten des Gehäuseunterteils. Die dritte Raste befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite.
Bild 22 zeigt das Einsetzen der Netzteilplatine in das Gehäuseoberteil.
Bild 23: Zum Abschluss erfolgt das Aufsetzen und Verrasten des Gehäuseunterteils.
Bild 23: Zum Abschluss erfolgt das Aufsetzen und Verrasten des Gehäuseunterteils.
Im letzten Montageschritt ist nur noch das Gehäuseunterteil (Deckel) aufzusetzen und sicher zu verrasten (Bild 23).

Installation

Die Installation darf nur in handelsüblichen Schalterdosen (Gerätedosen) gemäß DIN 49073-1 erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass nur die folgenden Leitungsquerschnitte zum Anschluss des HmIP-BSL zugelassen sind:                      Starre Leitung: 0,75–1,50 mm²
                                                 Flexible Leitung: 0,75–1,50 mm²

Die Installationsschritte sind entsprechend der Installationsschaltung (Bild 24) vorzunehmen.

Bild 24: Die Installationsschaltung des Geräts
Bild 24: Die Installationsschaltung des Geräts

Die Installation erfolgt dabei in diesen Schritten:

Schritt 1: Die Haussicherung des Stromkreises abschalten.

Schritt 2: Falls bereits zusammengesetzt, ist die Aufputzeinheit wieder von der Unterputzeinheit der HmIP-BSL abzuziehen.

Schritt 3: Ist ein Schalter am Einbauort vorhanden, ist dieser auszubauen.

Schritt 4: Nun ist der geschaltete Außenleiter für die zu schaltende Last an die Anschlussklemme 2 anzuschließen.

Schritt 5: Danach erfolgt der Anschluss des Neutralleiters an die Anschlussklemme N.

Schritt 6: Jetzt ist der Außenleiter an Anschlussklemme L anzuschließen.

Schritt 7: Anschließend ist das Unterputzgehäuse der HmIP-BSL mittels geeigneter Schrauben an der Unterputzdose zu befestigen. Bild 25 zeigt den Einbau innerhalb einer Steckdosen-Schalterkombination. 

Bild 25: So erfolgt die Montage in eine Unterputzdose.
Bild 25: So erfolgt die Montage in eine Unterputzdose.

Schritt 8: Nun erfolgt das Aufsetzen des Abdeckrahmens vom vorhandenen Schalterprogramm auf die Unterputzeinheiten und das Aufstecken der HmIP-BSL-Aufputzeinheit sowie das Schließen der eventuell offenen Steckdosen. Wird nur der HmIPBSL installiert, kann auch der beiliegende Rahmen (Bild 26) aufgesetzt und durch Aufstecken der Aufputzeinheit (Bild 27) befestigt werden.

Bild 26: Nach dem Aufsetzen und Halten des Rahmens …
Bild 26: Nach dem Aufsetzen und Halten des Rahmens …
Bild 27: … wird die Aufputzeinheit aufgesteckt und das Gerät kann in Betrieb gehen.
Bild 27: … wird die Aufputzeinheit aufgesteckt und das Gerät kann in Betrieb gehen.

Schritt 9: Schließlich wird die Haussicherung des Stromkreises wieder eingeschaltet, und das Gerät ist betriebsbereit. Bild 28 zeigt das montierte Gerät im Betrieb als Nacht-/ Orientierungslicht.

Weitere Hinweise zur Installation und Sicherheit sind der dem Gerät beiliegenden Installations- und Bedienungsanleitung zu entnehmen.

Damit sind Nachbau und Installation abgeschlossen, und nach Anmelden an eine Zentrale kann das Gerät konfiguriert werden. Dazu stehen besonders umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung, weshalb wir diesen – auch exemplarisch für andere Komponenten – einen eigenen Artikel im nächsten ELV Journal widmen.

Bild 28: Das fertig installierte Gerät, hier in der Anwendung als Nacht-/Orientierungsleuchte
Bild 28: Das fertig installierte Gerät, hier in der Anwendung als Nacht-/Orientierungsleuchte



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