Bluething Board - Datenübertragung per Bluetooth zwischen Arduino Nano und Smartphone, PC oder einem anderen Arduino Nano

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Aus ELVjournal 06/2017     0 Kommentare
 Bluething Board - Datenübertragung per Bluetooth zwischen Arduino Nano und Smartphone, PC oder einem anderen Arduino Nano

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Mit dem ,Franzis Bluething Board‘ (Best.-Nr. CQ-14 48 59) kann man mit geringem zeitlichen und finanziellen Aufwand Sensor- oder sonstige Daten oder Schaltbefehle über Bluetooth – also über eine Kurzstrecken-Funkverbindung – übertragen. Das Bluething Board fasst einen Arduino Nano und ein HC-05-Bluetooth-Modul auf einer kleinen Platine zusammen. Dadurch kann man sehr schnell einen Arduino Sketch (oder ein Programm in einer anderen Programmiersprache für den eingebauten ATmega328-Mikrocontroller) erstellen, mit dessen Hilfe man einerseits das Bluetooth- Modul konfigurieren und andererseits mit einem Bluetooth-Partner kommunizieren kann. Im zweiten Fall realisiert das integrierte Bluetooth-Modul den Sender und Empfänger für eine virtuelle serielle Verbindung über Bluetooth. Dieser Artikel beschreibt auf Basis von mitgelieferten Beispielprogrammen, dass die Nutzung des Boards vielfältige Möglichkeiten bietet, aber gleichzeitig ein Einstieg in die Nutzung mit keinen bis geringen Vorkenntnissen möglich ist.

Bluething Board

Das Bluething Board ist eine flache, gerade einmal 2,1 x 7,6 cm kleine bestückte Platine, die verschiedene Komponenten sehr sinnvoll zusammenfasst (Bild 1).
Bild 1: Bluething Board Blockbild
Bild 1: Bluething Board Blockbild
Die zwei Hauptkomponenten des Boards sind ein Mikrocontroller (ATmega328 mit 32 kB Flash-Speicher, 2 kB SRAM-Speicher, 1 kB EEPROMSpeicher, 16 MHz Taktrate) und ein HC-05-Bluetooth- Funkmodul. Durch ein USB-zu-Seriell-IC (CH340G), einen Spannungsregler, der den Betrieb auch an Spannungen von 7 bis 12 Volt ermöglicht, Leuchtdioden und Widerstände und einen bereits enthaltenen Bootloader, der die Programmierung des Mikrocontrollers über USB ermöglicht, wird insgesamt ein mit Arduino Nano kompatibles Modul im linken Teil des Boards realisiert. Den kompletten Schaltplan eines Arduino Nano findet man unter [1]. Im Zentrum des rechten Teils des Bluething Boards befindet sich ein HC-05-Bluetooth-Modul [2]. Damit dieses mit den Arduino-üblichen 5 Volt betrieben werden kann, wurde ein Spannungsregler verbaut und für die sichere serielle Kommunikation zwischen Arduino (5 V) und HC-05 (3,3 V) sorgt ein einfacher Levelshifter.
Die Verbindungen für eine serielle Verbindung vom PC und die Verbindungen vom Arduino zum Bluetooth- Modul sind auf der Platine bereits fest geschaltet.
Am Arduino bleiben noch etliche Pins für digitale oder analoge Ein- oder Ausgaben frei.
Bild 2: Bluething Board LEDs
Bild 2: Bluething Board LEDs
Wie bei fast allen Arduino-Boards gibt es eine eingebaute (gelbe) LED an Arduino-Pin 13 (Bild 2, neben der USB-Buchse).

Außerdem gibt es im Arduino-Teil vier LEDs, die die Aktivitäten auf den seriellen Verbindungsleitungen anzeigen, und im HC-05-Teil zwei blaue LEDs, die den Status der Bluetooth-Verbindung angeben (Bild 2, Tabelle 1).
Die Verbindung zum PC erfordert ein USB-A-zu- Micro-USB-Kabel, das entweder schon vorhanden ist oder separat bestellt wird (Best.-Nr. CQ-12 00 51). (Andere Arduino Nanos haben oft eine Mini-USBBildBuchse.) Durch die Zusammenfassung aller erforderlichen Komponenten auf einer Platine kann man ohne jegliches Löten oder Stecken sofort loslegen.
Zu beachten ist, dass es bei Bluetooth verschiedene Versionen gibt [3], die von den jeweiligen Kommunikationspartnern unterstützt werden müssen. Das verbaute HC-05-Bluetooth-Modul arbeitet mit der Bluetooth- Version 2.0+EDR. Damit ist eine Verbindung mit Android-Smartphones, PCs, Bluetooth-Sticks oder anderen Bluething-Boards möglich. Für eine Verbindung zu einem iOS-Gerät (iPhone, iPad) müsste man statt des Bluething Boards einen Arduino Nano (Best.-Nr. CQ-14 48 60) und zum Beispiel ein HM-10-Bluetooth-Modul kaufen, das auch die Bluetooth- Version 4.0 BLE unterstützt, die ein iPhone/iPad verwendet. Informationen zum Bluething Board findet man auch unter [4] und [5].

Arduino-Teil

Der Arduino-Teil des Boards (linker Teil in Bild 1 und in Bild 2) kann wie ein ganz normaler Arduino Nano benutzt werden. Wenngleich über den integrierten Bootloader oder die vorhandenen ISP-Anschlüsse auch andere Programmierumgebungen/- sprachen verwendet werden können, bietet sich die Nutzung der Arduino-Entwicklungsumgebung/Sprache an und wird auch in den Beispielen benutzt. Eine ausführliche Einführung in die Arduino-Programmierung kann unter [6] heruntergeladen werden.
In der erweiterten Download-Version dieses Artikels (kostenlos unter www.elv.de: Webcode #10149) werden die wesentlichen Aspekte für die Benutzung des Bluething Boards dargestellt.

Ansprechen des Bluetooth-Moduls HC-05

Nun kommt das Bluetooth-Modul ins Spiel. Das Bluetooth-Modul HC-05 (Bild 1 rechter Teil des Boards) kann in zwei Modi angesprochen werden. Im sogenannten AT-Modus werden Texte per serieller Verbindung an den HC-05 gesendet, die von diesem als (Konfigurations-)Befehle interpretiert werden [2]. Die Befehle beginnen immer mit AT. Im sogenannten Com-Modus werden seriell an den HC-05 gesendete Texte quasi durchgereicht und per Bluetooth gesendet. Zwischen den beiden Modi (AT/COM) kann durch Stecken des Jumpers auf der Platine oder per Software umgeschaltet werden.

Firmware: Nur senden

Der folgende Sketch konfiguriert zunächst das HC-05-Modul mit AT-Befehlen und sendet dann in einer Endlosschleife einen konstanten Text („ELV“) und die seit Sketch-Start vergangenen Millisekunden (millis() ) per Bluetooth.Da die serielle Schnittstelle (Hardware-UART) des Arduino-Mikrocontrollers bereits für das Übertragen des Sketches auf den Mikrocontroller und auch für die Kommunikation zum PC verwendet wird, wird hier – quasi als „Trick“ – eine weitere serielle Schnittstelle in Software abgebildet (SoftwareSerial). Wir haben also insgesamt drei serielle Schnittstellen: Zwischen PC und Arduino, zwischen Arduino und HC-05 und die Bluetooth-Funkverbindung (Bild 1, Bild 6). Für jede diese seriellen Verbindungen muss die entsprechende Baudrate zwischen Sender und Empfänger übereinstimmen.
Bild 6: Schema des Beispielsketches
Bild 6: Schema des Beispielsketches

//Text von Arduino über das Bluetooth-Modul HC-05 per Bluetooth zum Handy oder PC senden
//Beim Aufspielen der Firmware muss der Jumper auf AT stehen. Außerdem darf das HC-05 Modul dabei nicht mit einem Handy oder anderen Modul gekoppelt sein!

//Nachdem die Initialisierungs-AT-Befehle gesendet wurden und die gelbe LED leuchtet, kann ein Handy/PC mit dem Modul gekoppelt werden. In dem Fall wechselt das Modul automatisch in den COM-Modus (unabhängig vom Jumper)
//Texte werden an Handy/PC gesendet

//Initialisieren der Softserial-Schnittstelle
#include <SoftwareSerial.h> 
// Einbinden der Bibliothek für Software-UART
SoftwareSerial HC05(12, 11); // Pin 11 und 12 für die Software-UART

void setup() {
  pinMode(13, OUTPUT); // Pin13 als Ausgang setzen
  HC05.begin(38400); // Initialisieren mit 38400 Baud

  // HC-05 auf Defaultwere setzen -> Slave mode, Baudrate 38400, Passwort:1234,   Device-Name: "hc01.com HC-05"
  HC05.println("AT+ORGL"); delay(500);

  // Lösche alle Devices aus der Pair-Liste
  HC05.println("AT+RMAAD"); delay(500);

  // Setze Name
  HC05.println("AT+NAME=ELVjournal"); delay(500);

  // Setze Pin auf 4321
  HC05.println("AT+PSWD=4321"); delay(500);

  // Setze Baudrate auf 19200
  HC05.println("AT+UART=19200,1,0"); delay(500);

  // Modul neustarten und eventuelle Verbindungen resetten
  HC05.println("AT+RESET"); delay(1000);

  // SPP Profile Lib initialisieren und disconnecten
  HC05.println("AT+INIT"); delay(500);
  HC05.println("AT+DISC"); delay(500);

  digitalWrite(13, HIGH);
  // Konfiguration beendet!
  // Die gelbe LED an Pin13 sollte jetzt konstant leuchten
  // Der Bluetooth-Name des Moduls lautet: "ELVjournal" , das Passwort lautet: "4321"
  // Das Modul kann jetzt mit einem Handy gekoppelt werden
}

void loop() {
  //Sende Zeichen zum Modul HC05.print("ELV "); // Sende String ohne CRLF an das Modul
  HC05.println(millis() / 1000); // Sekunden seit Start des Programms werden per Bluetooth gesendet
  delay(1000);
}

Nachdem nun dieser Sketch den HC-05 konfiguriert (Name: ELVjournal, Baudrate: 19200 Baud, Passwort: 4321) und vorbereitet hat, kann ein Bluetooth-Empfänger – hier ein Smartphone – verbunden werden, um die gesendeten Daten zu empfangen. Gemäß Bild 3 ganz links wird auf dem Android-Gerät in den Einstellungen Bluetooth eingeschaltet, durch Tippen auf das kleine Dreieck die zunächst leere Bluetooth-Pairingliste geöffnet und dort „weitere Einstellungen“ gewählt. Es werden sichtbare Bluetooth-Geräte in der Umgebung gesucht und angezeigt (Mitte). Nach Selektion des Bluething Boards (hier mit dem Namen „ELVjournal“) wird der Pin (hier 4321) eingegeben. Danach erscheint das Board in der Liste der Geräte mit Pairing (Bild 3 rechts).
Bild 3: Pairing mit dem Bluething Board
Bild 3: Pairing mit dem Bluething Board
Bild 4: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“
Bild 4: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“
Auf dem Android-Gerät wird nun eine Bluetooth-Kommunikations-App aus dem Google Play Store geladen und installiert. Als gutes Beispiel wird hier die App „Serial Bluetooth Terminal“ verwendet [9]. In der App werden (über das Menü links oben, dann „Bluetooth Devices“) die Geräte aus der Pairing-Liste angezeigt – hier „ELVjournal“ (Bild 4 links). Über das Menü (links oben, dann Terminal) kommt man wieder zum eigentlichen Terminalfenster (Bild 4 rechts). Dort wird oben in der Menüzeile (rechts vom Text „Terminal“) das kleine Symbol mit den 2 Steckern geklickt. Dadurch wird die Bluetooth-Verbindung hergestellt (connected) bzw. beim nochmaligen Betätigen wieder getrennt (disconnected). Sobald die Verbindung hergestellt ist, sieht man die Ausgabe der Texte, die vom Bluething Board per Bluetooth gesendet werden (Bild 4 rechts)!

Firmware, komplett

Das komplette mitgelieferte Firmware-Beispiel – also der komplette Sketch für den Arduino – konfiguriert zunächst die drei seriellen Verbindungen und etliche Basiseinstellungen für das HC-05-Modul (siehe Sketch-Kommentare). Im seriellen Monitor auf dem PC wird jeweils der zum HC-05 gesendete AT-Befehl und die Antwort vom HC-05 angezeigt (Bild 5).
Bild 5: Bluetooth-Modul-Initialisierung im seriellen Monitor
Bild 5: Bluetooth-Modul-Initialisierung im seriellen Monitor
Dies geschieht mithilfe der Funktion „auslesen“, in der jeder AT-Befehl zunächst zu Kontroll- bzw. Protokollzwecken zum seriellen Monitor gesendet wird (Serial.println(Befehl) ), dann wird der AT-Befehl zum HC-05-Modul gesendet (HC05.println(Befehl) ) und abschließend werden alle vom HC-05-Modul zurückgesendeten Zeichen eingesammelt und als Gesamtzeichenkette zur Ausgabe an den seriellen Monitor mit der Funktion zurückgegeben. Die Funktion „auslesen“:

String auslesen(String Befehl){
  char Zeichen; // Jedes empfangene Zeichen kommt kurzzeitig in diese Variable
  String result="";

  Serial.println(Befehl); // Schreibe den übergebenen String auf den seriellen Monitor
  HC05.println(Befehl) ; // Sende den übergebenen String an das Modul
  delay(500);
  while(HC05.available() > 0){ // Solange etwas empfangen wird, durchlaufe die Schleife
    Zeichen = HC05.read(); // Speichere das empfangene Zeichen in der Variablen "Zeichen"
    result.concat(Zeichen); // Speichere die Antwort des Moduls
  }
  return result; // Übergebe die Rückantwort des Moduls

Ein Aufruf der Funktion „auslesen“ sieht dann beispielsweise so aus:

Text = auslesen("AT+ORGL");

  Serial.println(Text);

Hier wird die Funktion „auslesen“ mit dem Befehl zum Herstellen der Werkseinstellungen (AT+ORGL) aufgerufen. Die Antwort vom HC-05 (hier OK) wird der Variablen „Text“ zugewiesen und dann mit Serial. println an den seriellen Monitor auf dem PC gesendet (Bild 5).
Im Sketch wird jeweils kurz geprüft, ob die Antwort vom Modul fehlerfrei war, und andernfalls eine kurze Meldung auf dem seriellen Monitor ausgegeben. Am Schluss des Setup-Teils wird eine kleine Gebrauchsanleitung auf dem seriellen Monitor ausgegeben (Bild 5).
Im Loop-Teil des Sketches wird eine bidirektionale Verbindung hergestellt, bei der Texte vom seriellen Monitor auf dem PC durch den Arduino durchgereicht und vom HC-05 per Bluetooth gesendet werden und umgekehrt vom HC-05 empfangene Texte durch den Arduino an den PC weitergereicht werden (Bild 6).
Weiterhin wird beim Durchreichen jedes Textes vom Arduino geprüft, ob es sich um einen Schaltbefehl für die gelbe LED handelt. Der Schaltbefehl wird ggf. ausgeführt.
Um das Szenario noch etwas spannender zu machen, wurde der Sketch für die Leser des ELV Journals dermaßen ergänzt, dass vom HC- 05 empfangene Texte außerdem auf das Schlüsselwort „Temperatur“ ausgewertet werden. Sobald dieses Schlüsselwort über Bluetooth empfangen wurde, wird die vom angeschlossenen Sensor ermittelte Temperatur seriell an den PC und per Bluetooth gesendet.
Der komplette Sketch ist in der erweiterten Download-Version dieses Artikels im ELV Shop unter Webcode #10149 zu finden.

void loop() {
  //Empfange Zeichen vom seriellen Monitor auf dem PC
 while(Serial.available() > 0){ // Solange etwas empfangen wird, durchlaufe die Schleife
  Zeichen = Serial.read(); // Speichere das empfangene Zeichen in der Variablen "Zeichen"
  Text.concat(Zeichen); // Füge das Zeichen an den String an, damit wir den kompletten Text erhalten
  if (Zeichen == "\n") { // War das letzte Zeichen ein NL (NewLine)?
    Serial.print(Text); // Schreibe den Text auf den seriellen Monitor
    HC05.print(Text); // Sende den empfangenen Text an das Modul (samt "\n")
                     //Reagiere auf "LED an" bzw. "LED aus"
    if (Text.startsWith("Led an") || Text.startsWith("LED an") || Text.startsWith("LED AN")){

     digitalWrite(LedPin, HIGH);
    }
    if (Text.startsWith("Led aus") || Text.startsWith("LED aus") || Text.startsWith("LED AUS")){
      digitalWrite(LedPin, LOW);
    }
    Text=""; // Lösche den String wieder für die nächste Nachricht
  }

}//Empfange Zeichen vom HC-05 Modul

while(HC05.available() > 0){ // Solange etwas empfangen wird, durchlaufe die Schleife
  Zeichen = HC05.read(); // Speichere das empfangene Zeichen in der Variablen "Zeichen"

  Text.concat(Zeichen); // Füge das Zeichen an den String an, damit wir den kompletten Text erhalten

  if (Zeichen == "\n") { // War das letzte Zeichen ein NL (NewLine)?
    Serial.print(Text); // Sende den empfangenen Text an das Modul (samt "\n")
                       //Reagiere auf "LED an" bzw. "LED aus"
  if (Text.startsWith("Led an") || Text.startsWith("LED an") || Text.startsWith("LED AN")){
    digitalWrite(LedPin, HIGH);

  }
  if (Text.startsWith("Led aus") || Text.startsWith("LED aus") || Text.startsWith("LED AUS")){
    digitalWrite(LedPin, LOW);

  }

  if (Text.startsWith("Temperatur") || Text.startsWith("temperatur") || Text.startsWith("temp")){                            sensors.requestTemperatures(); // Temperatur abfragen
   delay(1000);

    Serial.print("Temperatur: ");

    Serial.print(sensors.getTempCByIndex(0) ); // Temperaturwert ausgeben
    Serial.println("°C");

    HC05.print("Temperatur: "); // Sende den empfangenen Text an das Modul

    HC05.print(sensors.getTempCByIndex(0) ); // Sende den empfangenen Text an das Modul

    HC05.print(" °C\n"); // Sende den empfangenen Text an das Modul (samt "\n")

  }

  Text=""; // Lösche den String wieder für die nächste Nachricht

}
}
}

Bild 7 zeigt exemplarisch die Ausgaben im seriellen Monitor (Baudrate muss richtig eingestellt sein!),
Bild 7: Kommunikation im seriellen Monitor
Bild 7: Kommunikation im seriellen Monitor
Bild 8: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“, Kommunikation
Bild 8: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“, Kommunikation
und Bild 8 zeigt die dazugehörige Ausgabe auf dem Smartphone.
Bild 9: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“, Makros
Bild 9: Terminal-App „Serial Bluetooth Terminal“, Makros
In der hier verwendeten Android-App lassen sich bis zu 3 Reihen je 5 Buttons mit Makros belegen. Dadurch erhält man ohne Programmierung auf dem Smartphone sehr schöne Möglichkeiten für eine Oberfläche für Heimautomation (Lichter/Heizung schalten, Temperaturwerte oder Schalterstellungen abfragen usw.). Bild 9 gibt einen ersten Eindruck, wie die Makro-Buttons in der App dargestellt werden. Ein Tippen mit dem Finger auf einen Makro-Button sendet den hinter dem Makro hinterlegten Text per Bluetooth an das HC-05-Modul. Der obere Teil der App kann auch angepasst werden. Selbstverständlich kann man im Betrieb den PC weglassen (Bild 1 unten) und das Bluething Board beispielsweise in eine Lampe einbauen, um diese per Smartphone ein- und auszuschalten und die Temperatur abzufragen.

Lavalampe

Bild 10: Franzis' Lavalampen-App „Bluething“
Bild 10: Franzis' Lavalampen-App „Bluething“
Ein schönes, ebenfalls mitgeliefertes Beispiel nutzt eine kostenlos aus dem Google Play Store ladbare App (Bild 10, [10]), um per Bluetooth eine RGB-Lampe zu steuern. Franzis nennt das Projekt „Lavalampe“.
Der prinzipielle Aufbau ist in Bild 11 zu sehen.
Bild 11: Lavalampe auf Steckbrett
Bild 11: Lavalampe auf Steckbrett
Dort ist auf einem Steckbrett eine RGB-LED, also eine LED, die in einem Gehäuse eine rote, eine grüne und eine blaue LED eingebaut hat, über Vorwiderstände an die Pins 3, 5 und 6 des Arduino angeschlossen. Zuerst lädt man einen Sketch auf den Arduino, der den HC- 05 initialisiert und dann lädt man den eigentlichen Lavalampen-Sketch auf den Arduino, der zum Betrieb benutzt wird.
Die Smartphone-App mit ihrer schönen Oberfläche (Bild 10) sendet permanent die Zahlen für die Farbanteile für Rot, Grün und Blau an das HC-05-Modul, das den Datenstrom seriell an den Arduino sendet. Der Arduino wertet den Datenstrom aus und schaltet die Pins für die LEDs entsprechend heller (Richtung 255) oder dunkler (Richtung 0). Der Datenstrom wird auch vom Arduino an den PC gesendet (Bild 12).
Bild 12: Datenstrom Lavalampe
Bild 12: Datenstrom Lavalampe
Im Franzis-Installationspaket gibt es eine Anleitung für eine Lavalampe mit LED-Streifen. Statt die Lavalampe mit der Franzis- App zu steuern, könnte man auch eine Lampe in Abhängigkeit von Messoder Temperaturwerten in unterschiedlichen Farben leuchten lassen. Die kompletten Sketches für Initialisierung und Runtime sind in der erweiterten Download-Version dieses Artikels im ELV Shop unter Webcode #10149 zu finden.

Fazit

Mit dem Bluething Board von Franzis lassen sich durch den eingebauten Arduino Nano sehr schnell mit keinen oder geringen Vorkentnissen Bluetooth- Funkverbindungen für eigene Projekte aufbauen. Kommunikationspartner des Boards kann ein Android Smartphone, ein PC oder ein weiteres Bluething- Modul sein. Durch die sehr guten (per Download) mitgelieferten Beispiele ist der Einstieg in die Benutzung des Bluetooth-Moduls sehr einfach. Im vorliegenden Artikel wurde das Modul im sogenannten Slave-Modus verwendet und ein Smartphone als Kommunikationspartner verwendet. Ebenso kann ein PC als Kommunikationspartner benutzt werden. Im Lieferumfang (Download) ist auch ein Beispiel für die Kommunikation von einem Bluething Board zu einem anderen Bluething Board. Eines der Module wird dabei als Slave benutzt und eines als Master. Durch viele freie I/O-Pins lassen sich Sensoren und Aktoren leicht an das Board anschließen. Neben der Anwendung im Heimautomationsbereich können auch beispielsweise Messwerte von einer Messanordnung zu einem PC, Tablet oder Smartphone übertragen werden.

Weitere Infos:

[1] Schaltplan Arduino Nano: https://www.arduino.cc/en/uploads/Main/ArduinoNano30Schematic.pdf
[2] HC-05 Datenblatt: ftp://imall.iteadstudio.com/Modules/IM120723009/DS_IM120723009.pdf
[3] Bluetooth: https://www.bluetooth.com sowie https://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth
[4] Franzis Bluething Board: http://www.franzis.de/maker/raspberry-pi-arduino-und-mehr/internet-of-things-bluething-board-platine
[5] Kurzanleitung Bluething Board bei ELV: https://www.elv.de: Webcode #10143
[6] Arduino-Einführung: https://www.elv.de: Webcode #10144
[7] Arduino-Software: https://www.arduino.cc/en/Main/Software#
[8] Terminalprogramm HTerm: http://www.der-hammer.info/terminal/
[9] Android Terminal App: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.kai_morich.serial_bluetooth_terminal
[10] Franzis Bluething App: https://play.google.com/store/apps/details?id=appinventor.ai_tobias_stuckenberg.Bluething&hl=de

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