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ELV-Ratgeber zu: HDTV-Glossar

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Brillante Bild- und Tonwiedergabe mit HDTV! Rüsten Sie jetzt um auf einen HD-Satelliten-Receiver und genießen Sie hochauflösendes Fernsehen. Alles Wissenswerte zu diesem Thema in unserem Ratgeber: wichtige Begriffe einfach erklärt - was verbirgt sich hinter HDTV, HDMI & Co?

 

 

 

 

 

 

 

 

Fachbegriff Erklärung
100-Hz-Technik HD-Fernsehgeräte mit 100-Hz-Technik rechnen die 50 Halbbilder/s einer in 1080i aufgelösten Sendung in eine Folge von 100 Vollbilder/s um. Die höhere Bildfolgefrequenz lässt das Bild ruhiger erscheinen, jedoch können besonders bei schnell bewegten Bildern und schlecht durchgeführtem Umrechnungsvorgang auch Bildfehler wie ruckelnde Bewegungen, Bildzittern oder unscharfe Konturen auftreten.
24p-kompatibel 24p-kompatibel sind Displays, die HD-Filme mit 24 Vollbildern/s, wie sie auf Blu-ray-DVDs gespeichert sind, ohne Konvertierungen wiedergeben können.
720p, 1080i, 1080p Digitale Fernsehbilder bestehen aus horizontal und vertikal angeordneten Bildpunkten (Zeilen und Spalten). Je mehr Zeilen und Spalten ein Bild aufweist, desto höher ist seine Auflösung (engl. definition). Man unterscheidet zwischen SDTV (Standard Definition TV=Fernsehen in Standardauflösung: 576 Zeilen à 720 Pixel mit 50 Halbbilder/s oder 25 Vollbildern/s) und HDTV (High Definition TV=Fernsehen in Hochauflösung).

Als kleinstes HD-Format charakterisiert die Kurzschreibweise 720p eine Bildfolge von 50 Vollbildern/s mit 720 Zeilen und 1280 Spalten, also 720 Zeilen x 1280Bildpunkten/Zeile =921.600 Bildpunkten. 1080i kennzeichnet das Full-HD-Format im Interlace-Verfahren (Zeilensprungverfahren, to interlace: verschachteln (von Zeilen)). Dabei werden zuerst die geradzahligen von 1080 Zeilen zu je 1920 Bildpunkten (25 Halbbilder/s mit geradzahligen Zeilen), gefolgt von den ungeradzahligen (25 Halbbilder/s mit ungeradzahligen Zeilen) übertragen. Jedes der 50 Halbbilder/s hat deshalb eine Auflösung von 540 Zeilen x 1920 Pixel/Zeile= 1.036.800 Bildpunkte/Halbbild, ein Vollbild bestehend aus zwei Halbbildern (Frame) demnach 2.073.600 Bildpunkte. Den sich bei Bewegtbildsequenzen ergebenden Versatz zwischen zwei Halbbildern eines Vollbilds beseitigt ein Deinterlacer. Beim Full-HD-Format 1080p werden ausschließlich Vollbilder mit allen 1080 Zeilen zu je 1920 Pixeln (2.073.800 Pixel) progressiv (fortschreitend) mit einer Folgefrequenz von 25 Bildern/s übertragen (1080p25). Für das Full-HD-DVD-Format haben sich 24 Vollbilder/s (1080p24) etabliert. 1080p50 ist für Produktionen und als zukünftige Erweiterung des Sendestandards gedacht.
Bildformat 16:9 Das Bildformat beschreibt das Verhältnis von Bildbreite zu Bildhöhe. Für SDTV wurde ursprünglich das Bildformat 4:3 verwendet, inzwischen aber zunehmend das Format 16:9. Bei HDTV ist 16:9 obligatorisch. Im Zusammenwirken mit der höheren Bildauflösung sichert es einen natürlicheren Seheindruck. Inzwischen sind auch Flachbildschirme mit dem Bildformat 21:9 auf dem Markt. Diese sind für die Wiedergabe von Filmen im Cinemascope-Format geeignet.

CI, CI+

CI ist die Abkürzung von Common Interface, was auf Deutsch „Allgemeine Schnittstelle“ bedeutet. Über sie können verschlüsselte Bild- und Tondaten in ein Entschlüsselungsmodul (Conditional Access Modul CAM) geleitet werden. Bei CI wird das unverschlüsselte Signal an den Bildschirm ausgegeben. Weil dies die Möglichkeit des unberechtigten Abgriffs bietet, wird bei CI+ das entschlüsselte Signal im CAM für den Transport zum Bildschirm abermals verschlüsselt und von diesem intern zur Wiedergabe erneut entschlüsselt..
DVB-C, -S, -T „DVB“ steht für „Digital Video Broadcasting“, digitale Fernseh- und Rundfunkübertragung. Die Zusätze „C“, „S“ und „T“ charakterisieren die jeweiligen Übertragungswege und die darauf zugeschnittenen Standards, also Kabel, Satellit oder Terrestrisch. Die leistungsfähigeren Nachfolgestandards sind durch eine zusätzliche 2 gekennzeichnet, z.B. DVB-S2 für die HDTV-Übertragung via Satellit.

DVI

Das Digital Visual Interface ist eine Schnittstelle für hoch aufgelöste digitale Videodaten aus der HD-Anfangszeit. Die Audiodaten müssen über eine separate Schnittstelle wie z.B. S/PDIF übertragen werden. Heute ist DVI weitgehend von HDMI verdrängt worden.

EPG

Der „Electronic Program Guide“ ist ein elektronischer Programmführer, der heute auf den meisten Receivern verfügbar ist. Er informiert, ähnlich einer Fernsehzeitschrift, über das aktuelle TV-Programm, Start- und Endzeiten.

Full HD

Der Full-HD-Schriftzug kennzeichnet Bildschirme (Displays), welche die maximale Auflösung von 1080 Zeilen mit je 1920 Bildpunkten entweder interlaced (Zeilensprung-Halbbilder) oder besser progressiv (Vollbilder) im Bildseitenverhältnis 16:9 darstellen können. Da Full-HD kein verbindlich festgelegter Begriff ist, sind weitere Eigenschaften wie die Bildfrequenz im Einzelfall gesondert abzuklären.
HDCP HDCP steht für “High Bandwidth Digital Content Protection“ und ist ein Verfahren zur Verschlüsselung von digitalen Bild- und Ton-Datenströmen für die geschützte Übertragung zwischen zwei Geräten. Damit soll das unberechtigte Abgreifen von Daten zum Beispiel für das Anfertigen einer digitalen Kopie unterbunden werden. Für den Einsatz von HDCP müssen sowohl der Sender (z.B. ein HD-Sat-Receiver, Blu-Ray-Player) und der Empfänger (z.B. ein HD-Display) HDCP-zertifiziert sein. Die Verbindung zwischen den Geräten kann nur über HDMI- oder DVI-Anschlüsse hergestellt werden.

HD ready

Ein auf einem Flachbildschirm angebrachter HD-ready-Schriftzug informiert darüber, dass dieser die Mindestanforderungen für HDTV von 720p-Auflösung und 16:9-Format erfüllt. Ein TV-Gerät mit DVB-T-Tuner kann darüber aber keine HDTV-Programme empfangen, die HD-ready-Eigenschaft bezieht sich nur auf das Display.

HD ready 1080p

Das Logo auf Flachbildschirmen oder Videoprojektoren weist diese als HDTV-tüchtig (720p, 1080i) und für das 1080p-Format (1080 Zeilen mit je 1920 Bildpunkten und 24/50/60 Vollbildern/s) geeignet aus. 24 Vollbilder pro Sekunde erlauben auch die Wiedergabe von Blu-ray-DVD-Filmen ohne Konvertierung, also in der bestmöglichen Qualität.

HD+

HD+. HD+ ist eine technische Plattform der HD PLUS GmbH (einer ASTRA Gesellschaft) zur verschlüsselten Ausstrahlung von HDTV-Programmen. Gegen eine als Servicepauschale für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur bezeichnete Zahlung von 50 €/a lassen sich HD+-Programme mit HD+-fähigen Receivern empfangen. Die Pauschale soll unabhängig von der Anzahl der mit HD+ übertragenen Programme erhoben werden und ermöglicht aktuell den Zugang zu den HD-Angeboten der zur Pro7Sat.1 Media AG gehörigen Programmanbieter RTL, VOX, Sat.1, ProSieben und kabel eins.

HDMI

HDMI steht für High Definition Multimedia Interface und kennzeichnet eine Schnittstelle für die gemeinsame Übertragung digitaler hoch aufgelöster Video- und begleitender Audioinhalte mit integriertem Kopierschutz HDCP.
HDTV HDTV steht für High Definition TV (Fernsehen in hoher Auflösung) und charakterisiert die Bildschirmauflösung 720p oder 1080i im 16:9 Bildformat. Um derartige Bilder wiedergeben zu können, muss ein HDTV-Fernsehgerät über ein HDTV-fähiges Empfangsteil (integriert oder als externer HD-DVB-Receiver) verfügen. Ein HD-ready-Logo bezieht sich nur auf die Eigenschaften des Displays und nicht die des Empfangsteils.
IPTV Werden Fernsehprogramme über eine schnelle Datenverbindung auf der Grundlage des Internet-Protokolls (IP) übertragen, spricht man von IPTV. Inzwischen gibt es zahlreiche IPTV-Angebote über den DSL-Internetzugang in Standard- und Hochauflösung, z.B. von der Deutschen Telekom.
PVR PVR steht für „Personal Video Recorder“ und beschreibt die Möglichkeit, das laufende TV-Programm auf interne oder externe Speichermedien wie Festplatten, USB-Sticks, Speicher im Netzwerk (NAS: Network Attached Storage) usw. aufzunehmen.
Scaler Ein Scaler (engl. Wort für Skalierer) ist ein Halbleiterchip, der in Echtzeit eine gegebene Bildauflösung in eine andere Bildauflösung wandelt, z.B. um ein SDTV-Signal auf einem HD-Bildschirm wiederzugeben.
SDTV SDTV ist die Abkürzung für Standard Definition TV mit einer geringeren Auflösung als HDTV. Beim digitalen Fernsehen DVB beschreibt der Begriff SDTV eine Auflösung von 720 Zeilen à 576 Pixel mit 50 Halbbildern/s oder 25 Vollbildern/s im Bildseitenverhältnis 4:3 oder 16:9.
Upscaler Bilder in SDTV oder 720p würden ohne weitere Maßnahmen nur einen Teil eines 1080i/p-Bildschirms ausfüllen. Ein Upscaler (engl. für Hochskalierer) errechnet in Echtzeit die fehlenden Bildpunkte durch Interpolation aus ihren jeweiligen Nachbarn. Insbesondere bei detailreichen Bildern mit flächigen Bewegungen geraten viele Upscaler-Chips an ihre Grenzen. Die Folgen sind Treppenbildung an schrägen Kanten, erhöhtes Bildrauschen usw. Ein Upscaler kann natürlich nicht den Informationsgehalt des Bildes erhöhen, aber den subjektiven Bildeindruck verbessern.
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